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Fioravanti LF1: Ist das die Zukunft der Formel 1?
C. Brinkmann, 20.03.2009
In der Formel 1 sollen ab der Saison des Jahres 2012 kleinere Turbo-Motoren zum Einsatz kommen. So befasste sich die italienische Design-Schmiede mit dem Thema „Formel 1“ und schuf einen neuen F1-Boliden, wie er nach zukünftigen Reglements aussehen könnte. Der sogenannte LF1 soll zur Kostensenkung beitragen und eine Verbindung zu Serienautos zeigen, aber auch agil fahren, um spannende Überholmanöver zu ermöglichen.
Fioravanti geht davon aus, dass es sich ab dem Jahre 2012 um kleine 1,8-Liter-Turbo-Vierzylinder handelt. Diese Motorisierung würde - im Vergleich zu den aktuell deutlich größeren Achtzylindern - eine kompakte Karosserie mit vermindertem Luftwiderstand und weniger Verwirbelungen ermöglichen, wie sie der 4,200 Meter lange, 1,820 Meter breite und 0,950 Meter flache LF1 mit einem Radstand von 2,800 Metern zeigt.
Die Karosserie des Fioravanti LF1 wirkt glatt, aerodynamisch optimiert und ist auf hohen Abtrieb ausgerichtet - opulentes Flügelwerk sucht man dennoch vergeblich. Den Frontflügel integrierten die Macher in den vorderen Teil der Karosserie, während Seitenflügel zwischen Rädern und Monocoque ebenfalls den Auftrieb reduzieren.
Am Heck sorgen ein tief angebrachter großes Spoiler und - wie auch vorne - Flügelelemente zwischen Monocoque und Rädern für satte Downforce. Es ließe sich fast sagen, dass der gesamte hintere Teil des Renners als Flügel dient. Währenddessen ermöglicht ein großes Diffusorelement ein besseres Handling bei hohen Geschwindigkeiten.
Messungen am Computer ergaben, dass die Verwirbelungen hinter dem Fioravanti LF1 sehr gering ausfallen, so dass die Gegner den Windschatten noch besser nutzen können. Dies hätte mehr Überholmanöver zur Folge und würde auch das Talent des Fahrers wieder mehr in den Vordergrund rücken.
Statt der 13-Zöller und Ballonreifen in der heutigen Formel 1, setzt Fioravanti auf 18-Zoll-Felgen und Niederquerschnittsreifen, die dem der Sportwagen ähneln, die Nutzung einer Hochleistungsbremsanlage von straßenzugelassenen High-Performance-Fahrzeugen erlaubt und damit weitere Kosten senkt. Eine zusätzliche Seriennähe schafft die Verwendung aktiver Radaufhängungen.
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