Gemballa ist zurück: Der tot geglaubte Tuner lebt wieder auf
C. Brinkmann, 21.08.2010
Uwe Gemballa, der schillernde Tuner-König, gilt seit Februar 2010 in Südafrika als vermisst. Es ging um Millionen und die Pleite eines weltbekannten Porsche-Veredelers. Jetzt ist Gemballa zurück - nicht als Person, sondern das Unternehmen, das wie Phoenix aus der Asche - oder vielmehr den Scherben - aufsteigen soll. Für Montag, den 23. August 2010, lädt Gemballa zu einer Pressekonferenz. Bei Speed Heads gibt es schon vorab die ersten Details über den Neustart des Edel-Tuners.
Gemballa Mirage GT
Das Printmagazin „
Prestige Cars“, ein enger Partner von Speed Heads, wird in seiner neuen Ausgabe über die Hintergründe berichten: Uwe Gemballa (54) bleibt verschwunden, seine Firma ist insolvent und der Betrieb eingestellt. Sportwagen-Profi Andreas Schwarz (40) möchte nun zusammen mit dem potenten Investor und Autoenthusiasten Steffen Korbach etwas Großes aus den Scherben aufbauen. Der Schwabe aus Neidlingen erwarb mit Korbach die Namensrechte von Gemballa und bringt die Marke Gemballa unter neuer Firmierung auf den Markt.
Ein Rückblick: Seit dem 09. Februar 2010 wird Uwe Gemballa in Südafrika vermisst. Einen letzten Kontakt mit ihm gab es per Telefon, als Gemballa kurz vor seinem Verschwinden um eine Überweisung bat. Die deutsche Polizei und die Behörden in Südafrika stellten mittlerweile die Ermittlungen ein, Privatdetektive suchen angeblich weiter. Bis heute können weder der Tod von Uwe Gemballa, seine Entführung oder ein Unfall ausgeschlossen werden. Der berühmte „Tuner-König“ bleibt verschwunden. Wenige Tage nach der Tragödie ist die Firma des weltbekannten Edel-Tuners pleite und geht in die Insolvenz.
Prestige Cars - Gemballa is back!
Der Insolvenzverwalter sichtet die Sachlage und stellt den Geschäftsbetrieb mangels Erfolgaussichten sowie Aufträgen ohne Zögern sofort ein und verwertet die Insolvenzmasse über einen Versteigerer. Mit Gemballa verschwand wohl auch die letzte mögliche Liquidität. Eine Geschichte, wie sie sonst nur große Autoren für großes Kino schreiben. Vor allem, was das persönliche, unbekannte Schicksal von Uwe Gemballa angeht.
Gemballas Kreationen waren immer kühn, aber auch elegant. Die Fahrzeuge, die in Leonberg von ihm veredelt wurden, waren Anleihen an den freien Geist, die immer das Extrovertierte der 1980er-Jahre in sich trugen. Einer, den die Produkte von Gemballa fasziniert und das Schicksal von Uwe Gemballa berührte, ist Andreas Schwarz (40), der langjährige Erfahrung in der Veredelung und Vermarktung von luxuriösen High-Class Automobilen mitbringt.
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