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Mercedes-Benz F-Cell Roadster: Eine Symbiose aus Hightech und Tradition
C. Brinkmann, 30.03.2009
Das Thema „nachhaltige Mobilität“ ist bei Mercedes-Benz ein fester Bestandteil der Berufsausbildung. So widmeten sich in einem berufsgruppenübergreifenden Projekt die Auszubildenden der Daimler AG im Mercedes- Werk Sindelfingen und bauten einen Roadster mit Brennstoffzellenantrieb. Der Name: F-Cell Roadster.
Der Mercedes-Benz F-Cell Roadster verbindet neueste Technologien mit der Historie des Automobilbaus. In Anlehnung an den Benz-Patent-Motorwagen von 1886 ist das Fahrzeug mit großen Speichenrädern ausgestattet. Darüber hinaus finden sich am F-Cell Roadster Stilelemente aus den unterschiedlichsten Fahrzeugepochen. Dazu gehören beispielsweise die Carbon-Sitzschalen mit handgenähtem Lederbezug ebenso wie die markante, nach dem Vorbild der Formel-1 Boliden gestaltete Frontpartie aus Glasfaser.
Gesteuert wird das Fahrzeug mittels Drive-by-wire Technologie - das herkömmliche Lenkrad wird dabei durch einen Joystick ersetzt. Für den Antrieb sorgt das emissionsfreie Brennstoffzellensystem im Heck. Mit einer Leistung von 1,2 kW / 1,63 PS erreicht der F-Cell Roadster eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h und ermöglicht eine Reichweite von bis zu 350 Kilometern.
Die zwei Insassen genießen dabei den puren „Fahrtwind“. Vor dem Herausfallen bei allzu waghalsiger Fahrt schützen aufklappbare Bügel als Ersatz für Türen. Schaut man sich die Fotos an, muss man jedoch aufpassen, mit seinen Füßen nicht in den Speichen der Vorderräder zu landen. Aber dafür wiegt das echte Leichtgewicht, das wie eine moderne Version einer fahrbaren Kutsche anmutet, nur 350 Kilogramm.
Rund ein Jahr lang arbeiteten insgesamt über 150 Auszubildende und Dual-Studierende an der Konzeption, der Entwicklung, der Montage und der Fertigstellung des F-Cell Roadsters. Dabei waren Nachwuchskräfte aus den Bereichen „Kraftfahrzeugmechatronik“, „Modellbau“, „Elektronik“, „Beschichtungstechnik“, „Fertigungsmechanik“ sowie „Produktdesign“ und „Fahrzeuginnenausstattung“ beteiligt. Vorrangiges Ziel des Projektes war es, das Thema alternative Antriebe praxisnah in die Ausbildung zu integrieren.
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