Wiesmann Roadster MF4 und MF5: Die starken Motoren kommen 2009
C. Brinkmann, 07.04.2008
Im Jahre 1993 brachten die Brüder Martin und Friedhelm Wiesmann den ersten serienreifen Wiesmann Roadster auf die Straße. Beim sogenannten MF3 steht „M“ und „F“ für die Vornamen der Brüder Wiesmann und die „3“ gibt den Hubraum an. Die moderne Technik im nostalgischen, kurvenreichen Gewand traf den Geschmack der Automobilenthusiasten: Heute begeistert der Wiesmann MF3 Roadster seit jeher seine internationalen Kunden und dürfte sie im Jahre 2009 mit noch stärkeren Motoren in den Bann ziehen.
Anfang April 2008 eröffnete die neue, deutlich vergrößerte Manufaktur von Wiesmann, in der die Edel-Fahrzeuge von Hand gebaut werden. Am Rande der Einweihung verriet Friedhelm Wiesmann, dass man voraussichtlich im Jahre 2009 auf dem Genfer Automobilsalon den Roadster als MF4 und MF5 präsentieren möchte - die aus dem GT bekannten Aggregate verfügen bekanntlich über deutlich mehr Power. Der MF3 Roadster soll als Erfolgstyp und Einstiegsversion weiterhin im Programm bleiben.
Die stärkeren Triebwerke MF4 und MF5 sind bislang dem GT vorbehalten, der aufgrund der größeren Aggregate auf 4,23 Meter (MF4) bzw. 4,30 Meter (MF5) in die Länge wuchs; der MF3 Roadster ist aktuell 3,86 Meter lang. Derzeit leistet der MF3 Roadster mit einem 3,2 Liter großen Sechszylinder-Motor aus dem Hause BMW genau 343 PS und 365 Nm Drehmoment, die bei 4.900 U/min anliegen. Damit spurtet der Roadster in 4,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 10 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 255 km/h. Das Gewicht des MF3 Roadsters beträgt 1.180 Kilogramm.
Welche Power auf den Wiesmann Roadster zukommt, zeigen die Motoren bereits im MF4 GT und MF5 GT: Im „kleinen“ Grand Tourismo MF4 stellt das Herz ein V8-Motor mit 4,8 Litern Hubraum dar, der 367 PS sowie 490 Nm Drehmoment bei 3.400 U/min mobilisiert und den GT in 4,6 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt, bevor der Vortrieb bei 290 km/h endet. Beim GT MF5 ist es sogar ein V10-Triebwek, das aus 5,0 Litern Hubraum satte 507 PS und 520 Nm Drehmoment bei 6.100 U/min mobilisiert. Damit katapultiert sich der MF5 GT in 3,9 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht eine Vmax von 310 km/h.
Doch es gibt weitere Neuigkeiten: Gab es bislang bei einem Wiesmann noch keine Airbags, sollen diese Ende 2008 im GT Einzug halten. Den GT soll es bald auch als Rechtslenker geben, was unter anderem sicherlich die Briten und die Japaner begrüßen dürften. Von einer Einführung seiner Modelle in den USA sieht Wiesmann vorerst aufgrund teurer Homologisation, der hohen Haftung und des großen Wechselkursrisikos ab.
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