Ecclestone bleibt Formel-1-Chef, di Montezemolo im Vorstand

, 19.12.2014

Bernie Ecclestone wurde in seinem Amt als Formel-1-Geschäftsführer bestätigt, der frühere Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo sitzt nun wieder im Aufsichtsrat

Bernie Ecclestone bleibt Formel-1-Chef. Das haben die Formel-1-Haupteigner von CVC Capital Partners bekanntgegeben. Der inzwischen 84-jährige Ecclestone war zu Jahresbeginn formal von seinem Posten als Geschäftsführer zurückgetreten, weil er sich in München dem Bestechungsprozess zu stellen hatte. Der Brite ging seinem Amt jedoch weiter nach und wurde nun offiziell darin bestätigt.

CVC Capital Partners beriefen darüber hinaus zwei bekannte Namen in den Formel-1-Aufsichtsrat: Der ehemalige Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo ist künftig ein nicht-exekutives Mitglied des Vorstands und damit wieder auf der Position, die er bis zu seinem Aus bei Ferrari innegehabt hatte. Dass der Italiener noch mehr Macht erhält, soll laut 'Sport Bild' der jetzige FIAT-Chef Sergio Marchione verhindert haben.

Der zwischenzeitlich als potenzieller Ecclestone-Nachfolger gehandelte Paul Walsh bekleidet in Zukunft, genau wie di Montezemolo, das Amt eines nicht-exekutiven Direktors. Der ehemalige Geschäftsführer von Alkoholhersteller Diageo, der darüber hinaus bei FedEx und Unilever im Vorstand sitzt, hatte erst vor wenigen Tagen erklärt, nicht an die Spitze der Formel-1-Gruppe wechseln zu wollen.

Dort sitzt weiter Ecclestone - und nach der Bestätigung von Seiten von CVC Capital Partners noch fester im Sattel als zuletzt. Wie unsere Kollegen von 'Sport Bild' berichten, soll der 84-jährige Brite jedoch verstärkt "unter Beobachtung" stehen. Ecclestone kümmert sich bereits seit den 1970er-Jahren um die Vermarktung der Formel 1 und hat über die Jahrzehnte immer mehr Macht in der Rennserie erlangt.

Der Bestechungsprozess hatte die Position Ecclestones für einige Monate ins Wanken geraten lassen, doch nach einer Zahlung von 100 Millionen US-Dollar (etwa 75 Millionen Euro) erwirkte Ecclestone die Einstellung des Verfahrens. Von einem "Freikaufen" will er aber nichts wissen. Vielmehr stellt sich der Formel-1-Chef in seinem diesjährigen Weihnachtsgruß als "Opfer" dar.

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