Seat Leon Cupra 290 Test: Die Kampfmaschine mit noch mehr Power

, 12.10.2015


Noch mehr Performance im Paket für den Seat Leon Cupra 290

Die Performance des Seat Leon Cupra 290 lässt sich durch das optionale „Cupra Performance Paket“ sogar noch weiter steigern, das eigenständige Räder und vorne eine 4-Kolben-High-Performance-Bremsanlage von Brembo mit innenbelüfteten und gelochten Bremsscheiben in 370 x 32 Millimetern umfasst. Die Bremsanlage erweist sich als äußerst standhaft und packt fest zu. Sogar nach mehreren Runden auf einer Rennstrecke tritt kein Fading auf. Im Innenraum kommen beim „Performance-Paket“ außerdem verchromte und auf Wunsch hochglanzschwarze Dekor-Elemente hinzu.

Neben der Serienbereifung im Format 225/35 R19 gibt es das Performance-Paket optional mit „Michelin Pilot Sport Cup 2“-Reifen der Dimension 235/35 ZR19, die für das ambitionierte Fahren auf der Rundstrecke ausgelegt sind. Mit mehr Grip eröffnen die Michelin-Sportreifen das Potenzial für späteres Bremsen und höhere Kurvengeschwindigkeiten.

Innenraum: Der feine Unterschied

Ein spezielles, unten abgeflachtes Cupra-Sportlenkrad, die bei unserem Testwagen sehr guten Seitenhalt und zugleich Komfort bietenden Schalensitze mit Leder- und Alcantara-Bezug setzen den Innenraum in Szene. Wahlweise gibt es eine schwarze Vollleder-Ausstattung, ebenfalls weiß vernäht. Die Pedale und die Einstiegsleisten fertigte Seat aus Aluminium. Die Dekor-Elemente im Cockpit zeigen sich darüber hinaus in glänzendem Schwarz oder wahlweise in klassischem Chrom.

Zahlreiche Flächen führte Seat in Softtouch aus. Nur im nicht sichtbaren Bereich gelangt teilweise hochwertiges Hartplastik zum Einsatz, das allerdings durch eine passgenaue Verarbeitung glänzt. Ein besonderes Feature im Innenraum stellt das Ambientelicht dar: LEDs in den Türpaneelen werten den Innenraum zusätzlich auf. Die Farbe der LEDs lässt sich über das „Cupra Drive Profile“ anpassen: im Modus „Cupra“ leuchtet es rot, ansonsten weiß.

Besondere Pluspunkte verdient der Seat Leon Cupra 290 in puncto Raumangebot. Der Verstellbereich der Sitzlänge ist imposant, so dass sogar über 2,00 Meter große Personen vorne bequem Platz finden. Sogar auf den Rücksitzen im Fond können es sich noch rund 1,95 Meter große Mitreisende bequem machen.

Infotainment: Das Internet hält Einzug im Seat Leon Cupra 290

Das neue „Media System Plus“ mit einem 6,5 Zoll beziehungsweise 16,5 Zentimeter großen Farb-Touchscreen lässt sich durch die „Full Link“-Funktion ergänzen. Das „Navigationssystem Plus“ besitzt „Full Link“ bereits serienmäßig. Die Konnektivitäts-Lösung „Full Link“ spiegelt die Smartphone-Oberfläche auf den Touchscreen und integriert neben MirrorLink die Funktionen von „Apple Car Play“ und von „Android Auto“. Die Nutzer können bei voller Konzentration auf die Straße online sein und die jeweils freigegebenen Funktionen bequem und sicher über den Touchscreen nutzen.

Das Navigationssystem zeigt detaillierte 3D-Bilder von symbolträchtigen Gebäuden, schlägt je nach Präferenz alternative Strecken vor und zeigt den kürzesten Weg zur nächsten Tankstelle, wenn der Kraftstoff zur Neige geht. Radio, Telefon und Navigationssystem kann der Fahrer ebenfalls praktisch mit Sprachbefehlen bedienen.

Kofferraum: Der Seat Leon Cupra 290 kann auch viel einstecken

Der Kofferraum des Seat Leon Cupra 290 bietet ein Ladevolumen von 380 Litern bei einer Länge von 84 Zentimetern. Werden die Rücksitze umgeklappt, erhöht sich das Volumen auf 1.210 Liter bei einer Länge von 1,53 Meter. Der Kofferraum besitzt einen guten Zuschnitt. Leider fällt die Ladestufe nach innen sehr hoch aus, was insbesondere das Beladen von Gepäckstücken und nach dem Einkauf von Getränkekisten erschwert. Bei umgeklappten Rücksitzen stört zudem eine Stufe im Kofferraum. Zum Befestigen von Ladung gibt es allerdings vier stabile Verzurrösen. Für kleine Mitbringsel stehen vorne und hinten zahlreiche Ablagen zur Verfügung.

Assistenz- und Komfortsysteme: Auf Nummer sicher gehen

An Bord des Seat Leon Cupra 290 arbeiten hochmoderne Assistenz- und Komfortsysteme. Zu den Technologien gehören unter anderem die adaptive Geschwindigkeitsregelung ACC und das Umfeld-Beobachtungssystem „Front Assist“, die das Fahrzeug durch automatisches Gas geben und Verzögern im gewünschten Abstand hinter dem Vordermann halten, oder die City-Notbremsfunktion, ein Spurhalte-Assistent, eine automatische Fernlichtregulierung, eine Müdigkeitserkennung und eine Rückfahrkamera.

Der Preis ist heiß! Und was macht der VW Golf R?

Der allradangetriebene VW Golf R mit 300 PS und 380 Nm ist in Kombination mit dem 6-Gang-Handschaltgetriebe mit einem Spurt von 0 auf 100 km/h in nur 5,1 Sekunden noch einen Tacken schneller, kostet allerdings als Dreitürer mindestens 39.000 Euro. Als Fünftüter erhöht sich der Preis des Golf R auf 39.900 Euro. Sogar für den deutlich schwächeren, fünftürigen VW Golf GTI Performance mit 230 PS sind als Handschalter (0 auf 100 km/h in 6,4 Sekunden) mindestens 31.300 Euro fällig. Den starken Seat Seat Leon Cupra 290 gibt es als Fünftürer bereits ab 33.620 Euro.

Fazit:

Der Seat Leon Cupra 290 sieht scharf aus und ist verdammt schnell, während die serienmäßige Vorderachs-Differentialsperre - obwohl nur elektronisch - bei dem Fronttriebler hervorragende Dienste leistet und den Grip sowie die Speed in Kurven beeindruckend erhöht. Dazu besticht der Seat Leon Cupra 290 durch ein attraktives Preis-/Leistungsverhältnis. Der Fahrspaß: unbezahlbar!

Damit nicht genug: Seat machte Andeutungen, dass eine noch stärkere Version des Leons kommen könnte. Das heizt zusätzlich die Spekulationen um einen Allradantrieb an. Der VW Golf R basiert auf der gleichen Plattform und dort gibt es bereits einen Allradantrieb, den die Spanier außerdem in der Studie „Seat Leon Cross Sport“ zusammen mit einem 300 PS starken Turbobenziner auf der Frankfurter IAA im September 2015 präsentierten. Da der Cupra 2016 seinen 20. Geburtstag feiert, wäre das der ideale Zeitpunkt zur Präsentation einer noch kompromissloseren Performance-Version. Möglicherweise der neue Seat Leon Cupra R?


Technische Daten Seat Leon Cupra 290:

Antriebsart: Frontantrieb
Hubraum Vierzylinder-Motor: 1.984 cm³
Leistung: 213 kW/290 PS bei 5.600-6.500 U/min
Drehmoment: 350 Nm bei 1.700-5.800 U/min
Getriebeart: 6-Gang-Handschaltgetriebe
Vmax: 250 km/h (elektronisch abgeregelt)
Beschleunigung 0-100 km/h: 5,8 Sekunden
Leergewicht: 1.395 Kilogramm
Durchschnittsverbrauch: 6,7 l/100 km
CO2-Emission: 156 g/km
Preis: ab 33.620 EUR

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