Geburtstagsgeschenk Formel 1: Palmer wird Lotus-Testpilot

, 20.01.2015

GP2-Meister Jolyon Palmer wird sich in der kommenden Saison Lotus anschließen und Testfahrer beim Team werden: Mehrere Freitagseinsätze geplant

Na, wenn das mal kein Geburtstagsgeschenk ist! Pünktlich zu seinem 24. Geburtstag "schenkt" Lotus GP2-Champion Jolyon Palmer einen Job in der Formel 1. Der Brite, der im vergangenen Jahr den Meistertitel in der höchsten Nachwuchsklasse einfahren konnte, wird 2015 offiziell dritter Fahrer beim Team aus Enstone.

Palmer wird dabei bei allen Rennen und Testfahrten vor Ort sein und auch viel Zeit im Simulator verbringen. Wie viel Zeit der 24-Jährige im echten E23 bekommen wird, bleibt abzuwarten, doch laut 'Autosport' soll Palmer sogar mehrere Freie Trainings im Rahmen eines Formel-1-Wochenendes absolvieren dürfen.

Der Engländer tritt damit in die Fußstapfen von Romain Grosjean und Davide Valsecchi, die ebenfalls den Titel in der GP2 mit DAMS erringen konnten und danach den Sprung zu Lotus schafften. Doch während Grosjean seitdem als Stammpilot gesetzt ist, kam Valsecchi nicht über die Rolle des unzufriedenen Reservisten hinaus. Palmer möchte allerdings seinen Fuß langfristig in der Königsklasse behalten und konnte sich nun seinen ersten Traum erfüllen.

"Es ist ein Traum, bei einem Formel-1-Teams zu sein, und jetzt kann ich sagen, dass ich ein Formel-1-Fahrer bin", freut sich der Sohn von Ex-Formel-1-Pilot Jonathan Palmer über den Deal. "Schon der Test mit Force India im vergangenen Jahr war ein Traum, aber das ich jetzt eine komplette Rolle in einem Team habe - und das bei einem so prestigeträchtigen Team wie Lotus - ist eine fantastische Möglichkeit."

Zwar bedeutet das auch, dass Palmer 2015 keine Rennen mehr fahren wird, was er ein wenig traurig findet, "aber ich muss auf das größere Bild schauen", meint er. Denn ein Renncockpit ist aktuell in der Königsklasse nicht mehr vorhanden, von daher sei die Arbeit als dritter Pilot die nächstbeste Option. Dabei kann er viel über die Arbeit in der Formel 1 lernen und sich mit seinen Einsätzen für einen Stammplatz empfehlen. "Es geht nicht nur darum, schnell zu sein, sondern auch mit den Ingenieuren und dem Team zusammenzuarbeiten."

Und darum geht Palmer mit höchster Motivation an seine neue Aufgabe. Im Hinterkopf hat er dabei immer, dass er dennoch einen Formel-1-Wagen pilotiert, Teil eines großen Teams ist und womöglich im kommenden Jahr den nächsten Schritt gehen kann. "Mein Ziel ist es, ein Jahr außerhalb von Rennen zu verbringen und daran zu arbeiten, 2016 in der Formel 1 dahin zurückzukommen."

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