Häkkinens Schumacher-Ehre: Beidseitiger Respekt

, 14.05.2008

Mika Häkkinen hat nach wie vor höchsten Respekt vor Michael Schumacher und kann auch verstehen, warum David Coulthard nach wie vor in der Formel 1 sein will.

Aktiv sind beide nicht mehr in der Formel 1, doch den Respekt aus ihren Renntagen haben sie voreinander nicht verloren. Michael Schumacher hatte kürzlich über Mika Häkkinen gemeint, er sei sein größter Rivale während seiner Karriere gewesen. Häkkinen musste bei einem Besuch in Montreal nun die Komplimente zurückgeben. "Es ist eine Freude, von ihm zu hören, dass er das so sah. Michael ist ein großartiger Champion. Die Weltmeisterschaft so oft zu gewinnen, ist nicht einfach. Er hatte ein paar harte Rennen und wir hatten ein paar harte Rennen gegeneinander, bei denen er oder ich gewonnen hat", zitierte die kanadische Zeitung The Gazette den zweifachen Weltmeister.

Und der Finne erinnerte sich noch weiter, an einige Rad-an-Rad-Duelle, die immer eng geführt wurden aber ohne Kollisionen über die Bühne gingen. "Wir hatten einige der härtesten Rennen, die es je zwischen zwei Fahrern gegeben hat. Was er über mich gesagt hat, zeigt den Respekt, den er für mich hat. Ich habe den gleichen Respekt für ihn", sagte Häkkinen.

Mittlerweile sind sie beide im Rennruhestand und sind auch beide für große Spirituosenhersteller unterwegs, um für verantwortungsbewusste Trinkgewohnheiten zu werben. Wie Häkkinen zugeben musste, war ihm sein Rücktritt aus der Formel 1 aber nicht leicht gefallen. "Als ich die Formel 1 verließ, war das nicht leicht, aber es war zu einer Zeit, als ich keine Wahl hatte. Ich musste aufhören. Ich hatte nicht mehr die Motivation, um auf diesem Niveau weiterzumachen. Ich hätte nicht die Ergebnisse geholt, die ich wollte", erklärte er.

Nach einer Auszeit kam er dann aber doch wieder in den Rennsport zurück - diesmal in der DTM. Wie er meinte, habe er einfach wieder Interesse gefunden, nachdem er eine Pause gehabt hatte. "Ich war entspannt. Ich hatte Zeit, um mental und physisch wieder in Form zu kommen. Aber sobald man die Entscheidung trifft, aus der Formel 1 wegzugehen, sollte man nicht mehr zurückkommen. Es hängt aber natürlich davon ab, was man bisher geleistet hat. Ich hatte zwei Weltmeisterschaften, wäre ich also in die Formel 1 zurückgegangen, hätte ich nichts mehr zu beweisen gehabt, außer dass ich siegen hätte müssen", sagte Häkkinen. Mit Rang zwei, drei oder sechs wäre es seiner Meinung nach jedenfalls nicht getan gewesen.

Sein Teamkollege von damals, David Coulthard, ist aber noch in der Formel 1, was auch Häkkinen selbst etwas verwundert. "Es überrascht mich, dass einige Fahrer, wie DC, so lange dranbleiben können. Andererseits verstehe ich auch warum. Wenn ich nie die Weltmeisterschaft gewonnen hätte, wäre ich wahrscheinlich auch noch dort. Für einige ist es so, dass sie einfach immer weitermachen, wenn sie ihr Ziel nicht erreichen."

Jetzt kommentieren
Jetzt bewerten

Zum Bewerten musst Du registriert und eingeloggt sein.

Weitere Formel 1-News

In Istanbul wurden nicht nur Schilder aufgestellt

Istanbul Park verteidigt sich: Alles gegen die Hunde getan

Die Streckenbetreiber des Istanbul Park haben sich bezüglich der Hundeprobleme während des vergangenen Grand Prix Wochenendes verteidigt. Die FIA hat bereits eine genaue Untersuchung der Vorgänge …

Die FIA hat den Teams erste Zahlen geschickt

Erste Zahlen zur Budgetgrenze: 110 Millionen Euro …

Nachdem die Debatte über die Einführung der Budgetgrenzen bereits seit einiger Zeit läuft, hat die FIA nun über Berater Tony Purnell die Formel 1-Teams darüber informiert, welche Zahlen der Weltverband in …

Nelson Piquet Jr. muss bald zulegen

Piquet muss den Kovalainen machen: Schnelle …

Geht es nach Renault Team Manager Steve Nielsen, dann ist es für Nelson Piquet Jr. nun an der Zeit, einen Gang hoch zu schalten. Erste Ansätze habe man bereits gesehen, doch nun müsse er eine ähnliche …

Rennsport in Moskau ist nicht ganz neu

Ein Schaurennen in Moskau: Noch keine Teilnehmer bekannt

Wie die Agentur Interfax gemeldet hat, soll es am 13. Juli in Moskau ein Formel 1-Schaurennen rund um den roten Platz und den Kreml geben. Wer an dieser Veranstaltung teilnehmen soll, ist allerdings noch …

Nick Heidfeld hat weiter Mario Theissens Unterstützung

Theissen stärkt Heidfeld den Rücken: Im Vorjahr …

Während es für Robert Kubica aktuell gut läuft und er laut unseren Kollegen von Autosport wohl bald den Vertrag bei BMW Sauber für 2009 verlängert bekommt, konnte Nick Heidfeld zuletzt nicht so glänzen. In …

AUCH INTERESSANT
Alfa Romeo Driving Academy: Der Weg in den Grenzbereich

AUTO-SPECIAL

Alfa Romeo Driving Academy: Der Weg in den Grenzbereich

Das V6-Triebwerk erwacht zum Leben. Vor mir liegen 2,35 Kilometer Rennstrecke, während in der Boxengasse noch Ruhe herrscht. Die Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio ist bereit: 520 PS, Hinterradantrieb, …


Formel1.de

TOP ARTIKEL
Denza Z: 1.604 PS und 350 km/h aus China
Denza Z: 1.604 PS und 350 km/h aus China
BMW X5 2027: Der große Check - Alle Daten und Preise
BMW X5 2027: Der große Check - Alle Daten und …
Traumstraße Amalfitana: Die besten Hotspots der Amalfiküste
Traumstraße Amalfitana: Die besten Hotspots der …
News-Abo
Jeden Morgen kostenlos per E-Mail:
Aktuelle Artikel
BMW 3er 2027: Der Blick hinter die Kulissen
BMW 3er 2027: Der Blick hinter die Kulissen
Bridgestone Blizzak 6: Wenn der Winter wieder ernst macht
Bridgestone Blizzak 6: Wenn der Winter wieder …
Chery Batterie: 24 Stunden im Salzwasser - hält der Akku?
Chery Batterie: 24 Stunden im Salzwasser - hält …
Alfa Romeo Driving Academy: Der Weg in den Grenzbereich
Alfa Romeo Driving Academy: Der Weg in den …
Denza Z: 1.604 PS und 350 km/h aus China
Denza Z: 1.604 PS und 350 km/h aus China


Speed Heads - Sportwagen- und Auto-Magazin

Das Auto und Sportwagen Magazin mit täglich aktualisierten Auto News, Motorsport News, Auto Tests, Sportwagen Berichten und der streng geheimen Auto Zukunft. Speed Heads ist die Community für echte Auto-Fans und informiert im Sportwagen Magazin über Neuigkeiten aus der Welt der schnellen Autos.

  • emotiondrive Logo
  • Motorsport Total Logo