Der neue BMW X5 2027 geht einen ungewöhnlichen Weg. Während viele Autohersteller nur noch auf eine einzige Antriebsstrategie setzen, bringt BMW fünf Welten in einem SUV zusammen: Benziner, Diesel, Plug-in-Hybrid, den vollelektrischen BMW iX5 und den BMW iX5 Hydrogen mit Wasserstoffantrieb. Mehr noch: Mit Technologien aus der Neuen Klasse, einem völlig neuen digitalen Innenraum und zahlreichen Innovationen will BMW die Messlatte im Premium-SUV-Segment erneut höher legen. Unser erster Check zeigt alle wichtigen Neuerungen, die Preise und technischen Daten. Später folgt sogar noch ein V8 als emotionales Highlight.
Design BMW X5 2027: Moderner und sofort erkennbar
Der BMW X5 2027 (G65) interpretiert seine markante SUV-DNA auf neue Weise. An der Front prägen die im Stil der Neuen Klasse vertikal ausgerichtete BMW-Niere und scharf geschnittene Scheinwerfer mit einer charaktervollen Doppel-X-Lichtsignatur den Auftritt. Dabei erinnert die Optik der X-Scheinwerfer an die coolen Rallye-Autos der 1950er- und 1960er-Jahre. Wer möchte, kann das Design der Scheinwerfer ebenfalls in Balken wie beim BMW iX3 konfigurieren.
© Foto: John Zeitouni, BMW
Die Seitenansicht des 4,99 Meter langen und 2,00 Meter breiten BMW X5 besticht durch muskulös ausgestellte Kotflügel, während elektrisch unterstützte BMW-Winglets die klassischen Türgriffe ersetzen: Ein leichtes Antippen genügt, um die Tür zu öffnen. Am Heck verabschiedet sich BMW erstmals von der zweigeteilten Heckklappe und setzt auf eine einteilige Lösung. Für einen noch sportlicheren Auftritt sorgen auf die M-Sportpakete und M Performance-Komponenten wie ein Carbon-Frontsplitter, ein Dachkantenspoiler in hochglänzendem Schwarz und ein markanter Heckdiffusor. Darüber stehen bis zu 23 Zoll große Felgen zur Wahl.
Komfort vor dem Einstieg: Türöffnung des BMW X5 ein kleines Erlebnis
Beim Ein- und Aussteigen zeigt der neue BMW X5, wie konsequent Komfort neu gedacht wird. Erstmals sind automatische Türen erhältlich, die sich per Sensorfläche, Sprachbefehl, Smartphone oder direkt aus dem Fahrzeug heraus öffnen und schließen lassen. Hat der Fahrer bereits Platz genommen, genügt sogar ein Tritt auf das Bremspedal, um die Tür automatisch ins Schloss gleiten zu lassen. Serienmäßig sorgt zudem die Soft-Close-Funktion dafür, dass jede Tür sanft und nahezu geräuschlos schließt.
Hinter der scheinbar mühelosen Bedienung arbeitet moderne Sensorik. Radarsensoren überwachen den Bereich rund um das Fahrzeug, erkennen Hindernisse oder herannahende Verkehrsteilnehmer und verhindern Kollisionen beim Öffnen der Türen. Eine Technik, die im Alltag möglichst unsichtbar bleiben soll.
BMW X5 Innenraum: Mehr Lounge als klassisches SUV-Cockpit
Der erste Eindruck entsteht sofort: Beim BMW X5 2027 wollten die Macher nicht einfach ein modernes Cockpit bauen. Hier sollte ein Innenraum entstehen, der gleichermaßen Fahrerplatz, Lounge und digitales Zentrum ist. Trotz der neuen digitalen Welt bleibt eines erhalten: die typische Fahrerorientierung. Die Flächen fließen ineinander und die hochwertigen Materialien erzeugen eine Atmosphäre, die weniger nach futuristischem Labor und mehr nach modernem Premium-SUV aussieht.
© Foto: John Zeitouni, BMW
Bei vielen Fahrzeugen endet Premium dort, wo die zweite Sitzreihe beginnt. Beim neuen X5 nicht. Selbst hinten bleibt die Materialqualität auf einem hohen Niveau. Weiche Oberflächen, hochwertige Verkleidungen und eine saubere Verarbeitung vermitteln den Eindruck, dass BMW den Fond nicht als Kompromiss betrachtet. Zwei Meter große Passagiere sitzen vorne wie hinten komfortabel. Als beeindruckend erweist sich ferner die Beinfreiheit im Fond. Der BMW X5 macht deutlich, dass sich dieses Fahrzeug für lange Reisen mit mehreren Erwachsenen bestens eignet.
Materialien: Echter Schiefer trifft auf digitale Luxuswelt
Der vielleicht überraschendste Schritt im neuen BMW X5 ist sein Material. Erstmals gelangt Schiefer als Dekoroberfläche in einem BMW zum Einsatz. Echter Stein im Innenraum klingt zunächst ungewöhnlich. Der Schiefer wirkt allerdings natürlich, robust und gleichzeitig elegant. Daneben setzt BMW mit Kristallglas an verschiedenen Bedienelementen weitere Akzente.
Infotainment: BMW Panoramic iDrive bringt die Neue Klasse in den BMW X5
Mit dem neuen BMW Panoramic iDrive zieht die Technologie der Neuen Klasse in den BMW X5 2027 ein. Als Herzstück dient das BMW Operating System X mit einem 17,9 Zoll beziehungsweise 45,5 Zentimeter großen Zentraldisplay im Free-Cut-Design, 3D-Head-Up Display und Panoramic Vision. Statt einer einzelnen Anzeige konzentriert sich die Information stärker auf die gesamte Innenraumarchitektur.
Panoramic Vision projiziert wichtige Informationen über die gesamte Breite der Windschutzscheibe. Die Idee dahinter: Der Fahrer soll weniger nach unten schauen müssen und die relevanten Informationen dort bekommen, wo der Blick ohnehin hingeht. Der BMW X5 wird weniger über einzelne Bedienelemente erlebt, sondern über eine digitale Umgebung. Gleichzeitig versucht BMW, nicht in die typische Falle moderner Fahrzeuge zu geraten, alles in einen Bildschirm zu packen.
© Foto: BMW
Eigene Welt für den Beifahrer: Entertainment und Komfort für jede Reise
Eine der auffälligsten Neuerungen ist der optionale Bildschirm für den Beifahrer. Das 14,6-Zoll-Display (37,1 Zentimeter) sitzt direkt neben dem Zentraldisplay und erweitert den Innenraum um eine eigene Entertainment-Zone. Während der Fahrer sich auf die Straße konzentriert, kann der Beifahrer Filme streamen, Inhalte nutzen oder Videokonferenzen durchführen.
BMW denkt dabei konsequent in Richtung moderner Mobilität: Der Innenraum ist nicht nur zum Sitzen gedacht, es wird während der Fahrt zunehmend die Zeit genutzt. Erkennt die Innenraumkamera, dass der Fahrer während der Fahrt auf das Beifahrerdisplay blickt, wird dieses automatisch abgedunkelt.
Im Fond setzt BMW diesen Gedanken mit dem neuen Travel & Comfort-System fort. Smartphones lassen sich magnetisch an den Rückseiten der Vordersitze befestigen, was sich als ideal für lange Reisen mit Kindern oder Passagieren erweist, die unterwegs arbeiten oder Unterhaltung suchen.
Darüber hinaus stehen vorne zwei USB-C-Anschlüsse zur Verfügung, hinten ebenfalls zwei. Dazu kommen vorne und hinten induktive Ladeschalen mit Magnethalterung und 15 Watt Ladeleistung. Außerdem bringt das rund 2,6 Quadratmeter große Panorama-Glasdach viel Licht in den Innenraum und verstärkt das Gefühl von Raum. Der X5 wirkt dadurch mehr wie eine offene Lounge.
© Foto: BMW
Antriebe: Fünf Wege, ein Ziel - die Zukunft des BMW X5
Fortschritt ist nicht immer linear, sondern manchmal auch parallel. Der neue BMW X5 fragt nicht, welche Antriebsform die richtige ist, sondern baut alle Antworten gleichzeitig. Fünf Technologien in einem Modell: Benziner, Diesel, Plug-in-Hybrid, Elektro und Wasserstoff. Kein Übergang, keine Zwischenstufe, sondern ein bewusstes Nebeneinander. Später folgt sogar ein klassischer V8-Benziner.
Verbrenner: Die alte Schule - Sechszylinder mit Charakter und neuer Effizienz
Es gibt Motoren, die Autoenthusiasten erkennen, bevor sie sich zeigen. Der 3,0 Liter große Reihensechszylinder von BMW gehört dazu. Als Benziner nicht aggressiv, sondern kontrolliert gespannt. Ein Antrieb, der nicht um Aufmerksamkeit bittet, sondern sie einfach besitzt. Wenn der Turbolader Druck aufbaut und das 48-Volt-Mild-Hybrid-System kurz zusätzlichen Schub liefert, entsteht ein nahtloses Weiterdenken der Bewegung.
Der Diesel folgt währenddessen einer anderen Logik: Gleicher Grundcharakter, jedoch eine andere Sprache mit einem früh anliegenden, lange verfügbaren Drehmoment. Das ist ein Motor für Gelassenheit bei Tempo. Beide Verbrenner stattet BMW mit einem 8-Gang-Steptronic-Getriebe aus. Die Auslieferung der Verbrenner-Modelle beginnt am 28. November 2026.
BMW X5 40 xDrive (ab 98.800 Euro): Der Reihensechszylinder-Benziner leistet 294 kW / 400 PS zwischen 5.200 und 6.500 Touren. Dazu kommt ein maximales Drehmoment von 540 Nm, das von 1.980 bis 5.000 Touren anliegt. Gewicht nach EU, inklusive Fahrer: 2.365 Kilogramm. Derart ausgestattet, spurtet der allradangetrieben BMW X5 40 xDrive in 5,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei elektronisch limitierten 250 km/h. Dem gegenüber steht nach dem praxisnahen WLTP-Zyklus ein durchschnittlicher Verbrauch von 8,7 bis 9,1 Litern Sprit auf 100 Kilometern (CO2-Ausstoß 197 bis 208 g/km).
© Foto: BMW
BMW X5 40d xDrive (ab 94.800 Euro): Beim Diesel, ebenfalls mit Allradantrieb, sticht sofort das Maximaldrehmoment von 650 Nm ins Auge, das früh von 1.500 bis 2.500 U/min zur Verfügung steht. Dank souveräner 230 kW / 313 PS bei 4.000 Touren, beschleunigt der Reihensechszylinder-Diesel in 6,1 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit ist leider auf 230 km/h limitiert. Den durchschnittlichen Verbrauch gibt BMW mit 7,0 bis 7,3 Litern Diesel pro 100 Kilometer an, was einem CO2-Ausstoß von 185 bis 193 g/km entspricht. Das Fahrzeuggewicht nach EU-Norm beträgt 2.430 Kilogramm.
Plug-in-Hybride (PHEV): Elektrisches Fahren trifft auf Langstreckenstärke
Effizienz ist nicht mehr der Gegner von Souveränität, sondern ihre Grundlage. Zwei Plug-in-Hybride erweiterten das Antriebsportfolio ab März 2027. Der BMW X5 50e fährt im vollelektrischen Modus leise durch Städte und wechselt auf langen Strecken in einen Zustand mechanischer Selbstverständlichkeit. Bis zu 102 Kilometer elektrische Reichweite verändern den Alltag: Laden zu Hause reicht oft aus, um Benzin zur Ausnahme zu machen. Währenddessen verschiebt der BMW X5 M60e die Bedeutung weiter Richtung Performance mit 450 kW / 612 PS Leistung. Die Kraftübertragung erfolgt über ein 8-Gang-Steptronic-Getriebe.
Der elektrische Motor sitzt im Getriebe, der 3,0-Liter-Reihensechszylinder darüber. Beide arbeiten nicht gegeneinander, sondern wie zwei Charaktere, die sich perfekt kennen. Beide Plug-in-Hybride besitzen eine 26,5 kWh große Lithium-Ionen-Batterie (netto). Aufladen lässt sich der Akku mit einer maximalen Ladeleistung von 11 kW. Bei 7,4 kW beträgt die Ladezeit von 0 auf 100 Prozent insgesamt 4:45 Stunden (einphasig) und mit 11 kW sind es 3:00 Stunden (dreiphasig).
BMW X5 50e xDrive (ab 102.800 Euro): Im kleineren Plug-in-Hybrid generieren der Benziner und der Elektroantrieb gemeinsam eine Systemleistung von 360 kW / 489 PS, zu welcher der Reihensechszylinder 230 kW / 313 PS und der Elektromotor 145 kW / 197 PS beisteuert. Das maximale Systemdrehmoment liegt bei 700 Nm. Der Sprint von 0 auf 100 km/h dauert lediglich 5,0 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt elektronisch begrenzt 250 km/h. Rein elektrisch sind 140 km/h möglich. Den kombinierten Verbrauch geben die Macher nach WLTP mit 5,2 bis 6,0 Liter und 13,1 bis 13,5 kWh Strom pro 100 Kilometer an. Dies entspricht einem CO2-Ausstoß von 118 bis 136 g/km. Das Gewicht nach EU beträgt 2.640 Kilogramm. Bis zu 102 Kilometer kann der mit Allrad ausgestattete BMW X5 50e xDrive rein elektrisch zurücklegen.
© Foto: BMW
BMW X5 M60e xDrive (ab 125.000 Euro): In dieser 2.415 Kilogramm schweren Variante entwickelt der Reihensechszylinder 313 kW / 426 PS und die E-Maschine 145 kW / 197 PS. Damit wird eine Systemleistung von 450 kW / 612 PS erreicht. Das maximale Drehmoment liegt bei 800 Nm. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h vergehen nur 4,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit wird elektronisch bei 250 km/h beziehungsweise auf 140 km/h bei rein elektrischer Fahrt begrenzt. Der Verbrauch liegt gemäß WLTP kombiniert bei 5,7 bis 6,2 Litern Kraftstoff und 13,2 bis 13,5 kWh Strom pro 100 Kilometer (CO2-Ausstoß 129 bis 141 g/km). Die rein elektrische Reichweite des allradangetriebenen BMW X5 M60e xDrive beträgt bis zu 98 Kilometer.
Vollelektrisch (BEV): So schnell fährt die Zukunft
Der vollelektrische, ab März 2027 erhältliche BMW iX5 findet eine neue Sprache: 800-Volt-Architektur, 460 kW Ladegeschwindigkeit und bis zu 845 Kilometer Reichweite. Zwei Motoren teilen sich die Arbeit: Hinten ein Synchronmotor, der den Ton angibt. Vorne ein Asynchronmotor, der nur dann eingreift, wenn es nötig ist. Der X5 fährt dadurch nicht einfach elektrisch, das System entscheidet permanent, wie viel Elektrik überhaupt benötigt wird.
BMW iX5 60 xDrive (ab 102.800 Euro): Zusammen stellen die E-Maschinen eine Systemleistung von 425 kW / 578 PS und ein Systemdrehmoment von 805 Nm bereit. Für den primären Antrieb sorgt die Hinterachse mit 242 kW / 329 PS und einem Drehmoment von 500 Nm. Ergänzt wird der Antrieb durch einen Elektromotor mit 183 kW / 249 PS und 305 Nm. Den Spurt von 0 auf 100 km/h absolviert der BMW iX5 60 xDrive in 4,6 Sekunden. Dabei übernimmt die Kraftübertragung ein zweistufiges 1-Gang-Getriebe mit fester Übersetzung. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt elektronisch begrenzte 210 km/h. Der Verbrauch liegt gemäß WLTP kombiniert bei 20,1 bis 23,9 kWh Strom pro 100 Kilometer.
In nur 10 Minuten lässt sich beim BMW iX5 60 xDrive an einer Schnellladestation mit 460 kW genügend Energie nachladen, um die Reichweite in der kurzen Zeit bis zu 350 Kilometer zu steigern. Nur 23 Minuten dauert das Laden der 141 kWh großen Batterie (netto) von 10 auf 80 Prozent. Das sind keine Ladezeiten im klassischen Sinn, sondern Pausen, die ihre Bedeutung verloren haben. Mit Wechselstrom wie einer Wallbox lädt der BMW iX5 serienmäßig mit bis zu 22 kW die Lithium-Ionen-Batterie von 0 auf 100 Prozent in 7:30 Stunden. Das mitgelieferte Ladekabel kann der Nutzer in einem 53 Liter fassenden Frunk (Frontkofferraum) unterbringen.
© Foto: BMW
Das System des BMW iX5 sorgt dafür, dass die Batterie vor einem Ladevorgang an einer Schnellladestation auf die optimale Temperatur gebracht wird, um die Ladeleistung sofort nach dem Anstecken zu erhöhen und somit die Ladedauer zu verkürzen. Bei einer aktiven Zielführung zu einer Schnellladestation mit BMW-Maps konditioniert (wärmt oder kühlt) der BMW iX5 seine Batterie automatisch. Alternativ lässt sich die Funktion manuell aktivieren.
Der BMW iX5 kann allerdings mehr als nur fahren und laden. Dank der bidirektionalen Ladefunktion wird das Fahrzeug zum mobilen Energiespeicher. Über Vehicle-to-Load (V2L) ist es möglich, die Hochvoltbatterie unterwegs als Powerbank zu nutzen, um beispielsweise einen Elektrogrill oder ein E-Bike mit bis zu 3,7 kW zu versorgen. Mit Vehicle-to-Home (V2H) lässt sich der BMW iX5 in Kombination mit einer kompatiblen Wallbox und einer Photovoltaikanlage als Zwischenspeicher für das eigene Zuhause einsetzen und damit den Energieverbrauch optimieren. Noch einen Schritt weiter geht Vehicle-to-Grid (V2G), bei dem das Fahrzeug Energie zurück in das öffentliche Stromnetz speisen kann.
Wasserstoff: Die Parallelwelt - BMW hält sich auch diese Tür offen
BMW iX5 Hydrogen: Während Batterieelektrik zum Laden Zeit braucht, bleibt Wasserstoff im alten Rhythmus: tanken und weiterfahren. Es ist wie vollelektrisches Fahren ohne Ladekabel. Mit einer Reichweite von bis zu 750 Kilometern und einer Betankung in weniger als fünf Minuten, soll sich der zusammen mit Toyota entwickelte Wasserstoffantrieb des BMW iX5 Hydrogen durch eine hohe Effizienz auszeichnen. Zudem ist das aus flachen, aus sieben Wasserstofftanks bestehende System kompatibel mit der Hochvoltbatterie des BMW iX5, so dass im Innenraum kein Platz verloren geht. Weitere Daten gab BMW noch nicht bekannt. Der Marktstart erfolgt 2028.
Fahrdynamik: Wie BMW einem großen SUV Leichtigkeit beibringt
Ein großer SUV steht vor einem grundsätzlichen Problem: Es soll luxuriöser, komfortabler und technisch vielseitiger werden, aber gleichzeitig leichter und agiler als sein Vorgänger. Der neue BMW X5 zeigt, wie BMW diesen scheinbaren Widerspruch lösen will. Als besonders anspruchsvoll erweist sich die Einführung der vollelektrischen iX5-Modelle, da große Batterien zusätzliche Masse bringen. Die Antwort lautet nicht, Gewicht zu verstecken, sondern es intelligenter zu kontrollieren.
© Foto: BMW
Die Grundlage dafür bildet eine weiterentwickelte Fahrwerksarchitektur. Doch die eigentliche Magie passiert im Hintergrund. Das serienmäßige adaptive Fahrwerk mit elektronisch geregelten Stoßdämpfern kann seine Charakteristik permanent an die Fahrsituation anpassen, um gleichzeitig als komfortabler Langstreckenbegleiter und präziser Kurvenfahrer zu agieren.
Für ein starkes Plus an Handlichkeit sorgt beim BMW X5 die optionale Integral-Aktivlenkung. Bei niedrigen Geschwindigkeiten lenken die Hinterräder entgegengesetzt zur Vorderachse und reduzieren den Wendekreis um rund 0,8 Meter. Ein fast fünf Meter langer SUV wirkt dadurch überraschend kompakt. Bei höherem Tempo schlagen die Hinterräder in die gleiche Richtung wie die Vorderachse ein. Das stabilisiert den X5 bei Spurwechseln sowie schnellen Richtungswechseln.
Die optionale Adaptive Chassis Control Professional treibt diesen Ansatz weiter und kombiniert die Luftfederung mit einer aktiven Wankstabilisierung, die Karosseriebewegungen in Kurven gezielt ausgleicht. Der entscheidende Vorteil: Der Fahrer muss nicht zwischen Komfort und Sportlichkeit wählen. Auf gerader Strecke kann der BMW X5 geschmeidig und komfortabel reagieren, während die aktive Stabilisierung in schnellen Kurven für Präzision und Kontrolle sorgt.
Heart of Joy: BMW iX5 erhält für die Fahrdynamik ein digitales Nervensystem
Beim vollelektrischen BMW iX5 erreicht die Entwicklung eine neue Stufe. Hier gelangt das Heart of Joy mit BMW Dynamic Performance Control zum Einsatz. Dabei handelt es sich um ein digitales Fahrdynamiksystem, das Antrieb, Bremse, Rekuperation und Stabilitätsfunktionen miteinander vernetzt. Dabei geht es nicht nur um Geschwindigkeit, sondern um Harmonie. Der BMW iX5 nutzt seine Elektromotoren aktiv für die Fahrdynamik. Die Kraftverteilung kann schneller angepasst werden, Kurven lassen sich präziser durchfahren und das Fahrzeug reagiert vorhersehbarer. Das Ergebnis ist kein künstlich sportliches Fahrgefühl, sondern eine hohe Leichtigkeit.
© Foto: BMW
Mit den neuen Fahrmodi, den sogenannten My Modes, rückt die Personalisierung stärker in den Mittelpunkt. Im Personal Mode lassen sich das Ansprechverhalten und das Lenkgefühl an die eigenen Vorlieben anpassen. Ergänzend stehen der Sport Mode für ein besonders dynamisches Fahrerlebnis, der Efficient Mode für maximale Effizienz und der Silent Mode mit bewusst reduzierten Anzeigen und einer besonders ruhigen Atmosphäre zur Wahl. Zudem besteht die Möglichkeit, Personal, Efficient und Silent dauerhaft als Startmodus zu speichern.
BMW X5 M60e: Performance bleibt ein Teil der BMW X5-Geschichte
Die sportliche Speerspitze bildet der BMW X5 M60e xDrive. Mit einer M-spezifischen Fahrwerksabstimmung, einem M-Sportdifferenzial, einer leistungsfähigeren Bremsanlage und optionalen Sportreifen bringt diese Version die Performance-Seite des X5 stärker zum Vorschein. Dabei bleibt auch dieses Modell seiner Grundidee treu: Es geht nicht um rohe Härte, sondern um Kontrolle.
Fahrerassistenzsysteme: Der BMW X5 lernt mit dem Fahrer statt über ihn hinweg
Bei den Fahrerassistenzsystemen geht der BMW X5 2027 neue Wege. Das Zusammenspiel aus neuer Sensorik, künstlicher Intelligenz und dem sogenannten Superbrain of Automated Driving unterstützt beim Lenken, Bremsen und Beschleunigen, ohne dem Fahrer die Kontrolle aus der Hand zu nehmen. BMW nennt dieses Prinzip Symbiotic Drive: Der Fahrer kann jederzeit eingreifen, beschleunigen oder die Lenkung übernehmen, ohne dass sich die Assistenzsysteme sofort deaktivieren.
Optional erweitert BMW den Funktionsumfang deutlich. Der Autobahn- und City-Assistent unterstützt bei aktiver Zielführung beim freihändigen Fahren bis 130 km/h, begleitet jetzt auf Wunsch auch durch den Stadtverkehr. Abbiegen, Kreisverkehre, Ampeln oder Spurwechsel sollen so deutlich entspannter werden, während das System gleichzeitig den individuellen Fahrstil berücksichtigt.
© Foto: BMW
Serienmäßig übernimmt bereits der Driving Assistant Plus Aufgaben wie die adaptive Geschwindigkeitsregelung, den Spurhalteassistenten oder das automatische Anpassen der Geschwindigkeit an Tempolimits und den Straßenverlauf. Zahlreiche weitere Sicherheitsfunktionen, von der Ausweichhilfe bis zur Querverkehrs- und Ausstiegswarnung, arbeiten dabei unauffällig im Hintergrund und greifen nur dann ein, wenn es wirklich notwendig wird.
Auch beim Parken wird der BMW X5 intelligenter. Der serienmäßige Parking Assistant Plus erkennt geeignete Parklücken automatisch und übernimmt Einparkmanöver inklusive einer hochauflösenden 360-Grad-Ansicht. Wiederkehrende Rangiermanöver lassen sich nun speichern und später selbstständig ausführen. Mit dem optionalen Parking Assistant Professional lassen sich Einparkvorgänge sogar per Smartphone aus der Nähe steuern.
Kofferraum BMW X5: Viel Platz trotz fünf verschiedener Antriebskonzepte
Trotz der Vielzahl unterschiedlicher Antriebskonzepte macht der neue BMW X5 beim Platzangebot kaum Kompromisse. Die Modelle mit Benzin-, Diesel- und vollelektrischem Antrieb bieten 655 bis 1.850 Liter Kofferraumvolumen, lediglich die Plug-in-Hybride müssen sich mit 525 bis 1.680 Litern begnügen. Im statischen Eindruck überzeugt der Kofferraum vor allem mit seinem gut nutzbaren Zuschnitt. Die umgeklappten Rücksitzlehnen bilden eine nahezu ebene Ladefläche, während die flache Stufe zum Innenraum das Be- und Entladen erleichtert. Die Ladekante fällt SUV-typisch etwas höher aus.
Ein praktisches Extra bietet ausschließlich der vollelektrische BMW iX5. Unter der Fronthaube befindet sich ein 53 Liter großer Frunk (Front Trunk = vorderer Kofferraum), der Ladekabel oder kleinere Gepäckstücke aufnimmt und so den eigentlichen Kofferraum frei hält. Kein riesiger Zusatzstauraum, aber genau die Art von Detail, die im Alltag schnell ihren Mehrwert zeigt.





































