Mazda CX-5 2026 Test: Warum dieser SUV jetzt anders tickt

, 02.04.2026


Der neue Mazda CX-5 macht vieles anders als sein Vorgänger: mehr Komfort, mehr Raum und mehr Alltagstauglichkeit. Doch mit jeder dieser Entscheidungen stellt sich eine entscheidende Frage: Hat der CX-5 auf dem Weg dorthin einen Teil seines Charakters verloren? Was den neuen SUV wirklich auszeichnet und für wen diese Generation wie geschaffen ist, zeigt der Mazda CX-5 2026 Test.

Schick wirkt der neue Mazda CX-5 2026. Die vertraute Silhouette schärften die Macher spürbar: gestreckte Proportionen, eine höhere Front und kraftvoll modellierte Radhäuser verleihen dem SUV eine deutlich präsentere Haltung. Nichts wirkt überladen. Der CX-5 tritt kantiger, klarer und vor allem eigenständiger auf als zuvor. Die schmalen Doppelscheinwerfer, das prägnante Flügelmotiv und die breiter gezeichnete Front erzeugen genau die Präsenz, die vielen Wettbewerbern fehlt. Am Heck unterstreichen die breitere Spur und die reduzierten LED-Grafiken den stabilen Auftritt, während der „Mazda“-Schriftzug bewusst auf klassische Embleme verzichtet. Das Ergebnis ist ein Design, das nicht laut sein muss, um Eindruck zu hinterlassen.

Antrieb Mazda CX-5: Mehr Hubraum statt Turbo - ein klarer Gegenentwurf

Mazda geht einen Weg, den nur noch wenige konsequent verfolgen: kein Downsizing und kein Turbolader. Stattdessen wächst der Hubraum. Mit dem neuen Mazda CX-5 e-Skyactiv G 141 legt der Vierzylinder von 2,0 auf 2,5 Liter zu. Die Nennleistung beträgt 104 kW / 141 PS, das von 3.500 bis 3.750 Touren anliegende maximale Drehmoment 238 Nm. Auf dem Papier wirken diese Werte für ein SUV dieser Größe zurückhaltend. Doch Mazda legt den Motor klar auf den unteren und mittleren Drehzahlbereich aus: Unterhalb von 4.500 U/min liefert der Antrieb je nach Last zwischen 8 und 19 Prozent mehr Drehmoment als der Vorgänger. Derart ausgestattet, beschleunigt der frontangetriebene Mazda CX-5 in 10,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erzielt eine Höchstgeschwindigkeit von 187 km/h.

Ergänzt wird der Saugmotor durch ein 24-Volt-Mildhybrid-System, das beim Bremsen die Energie rekuperiert und in einer kleinen Lithium-Ionen-Batterie (0,216 kWh) speichert, um das Anfahren in der Stadt für eine bessere Effizienz zu unterstützen. Rein elektrisches Fahren ist nicht vorgesehen. Eine weitere, im Alltag kaum wahrnehmbare Maßnahme stellt die Zylinderabschaltung dar. Bei geringer Last wie beim gleichmäßigen Gleiten auf der Landstraße arbeitet der Motor mit nur zwei aktiven Zylindern. Der Übergang erfolgt so unauffällig, dass der Prozess weder akustisch noch spürbar in Erscheinung tritt.

Fahrwerk und Fahrmodi Mazda CX-5: Komfort gewinnt, Dynamik tritt zurück

In der Frontantriebsversion stehen beim Mazda CX-5 2026 zwei Fahrmodi zur Wahl: Normal und Sport. Im Normal-Modus rückt der Komfort in den Vordergrund. Das Fahrzeug wirkt entspannt und klar auf Alltagstauglichkeit ausgelegt. Im Alltag fügt sich zudem das 6-Gang-Automatikgetriebe mit seinen weichen Schaltvorgängen sowie der nun leichtgängigeren Lenkung harmonisch in das Gesamtbild ein und unterstützt den entspannten Charakter des neuen Mazda CX-5 G e-Skyactiv 141. Auch Straßenunebenheiten werden souverän absorbiert.

In der Sport-Einstellung verändert sich der Charakter: ein direkteres Ansprechen des Gaspedals, längere Ganghaltezeiten und das System wirkt insgesamt präsenter, ohne seinen grundlegend komfortorientierten Charakter zu verlieren. Ein sportliches Fahrzeug wird der CX-5 dadurch allerdings nicht. Während der CX-5 im Teillastbereich angenehm leise und kultiviert arbeitet, wird der Klang des Motors mit steigender Drehzahl und stärkerem Gas geben lauter. Beim schnellen Beschleunigen zeigt sich die Automatik außerdem etwas träge.

Die vorherige Generation des Mazda CX-5 besaß ein sportliches, etwas strafferes Fahrwerk und ein dadurch bedingt dynamisches Fahrverhalten, das passionierte Fahrer zu schätzen wussten. Beim neuen Mazda CX-5 2026 entscheiden sich die Macher dazu, die Federung weicher abzustimmen und mehr Komfort zu bieten, den sich Familien wünschen. Unter diesem Aspekt ist das absolut gelungen. Dadurch neigt sich die Karosserie allerdings in scharf durchfahrenen Kurven stärker als zuvor. Ein bewusster Kompromiss zugunsten des Komforts.

Verbrauch Mazda CX-5: Das sind realistische Zahlen

Den Spritverbrauch des Mazda CX-5 e-Skyactiv G 141 mit Frontantrieb geben die Macher nach dem realitätsnahen WLTP-Zyklus mit 7,0 Litern Benzin auf 100 Kilometern an, was einem CO2-Ausstoß von 157 bis 159 g/km entspricht. Ein Wert, der sich in der Praxis tatsächlich erreichen lässt. Bei normaler Fahrweise erzielten wir einen Durchschnitt von rund 7,5 Litern pro 100 Kilometer. Eine sparsame Vollhybrid-Variante befindet sich bereits in der Entwicklung.

Innenraum Mazda CX-5 2026: Großzügig gedacht, doch nicht überall Premium

Im Innenraum zeigt der Mazda CX-5 2026 eine spürbare Großzügigkeit: echte Beinfreiheit im Fond und echtes Raumgefühl. Selbst wer 2,00 Meter misst, sitzt hinten bequem hinter einem ebenso großen Vordermann. Vorne empfängt die Homura-Ausstattung mit Echtledersitzen, Kontrastnähten und einer Armaturentafel aus Vinyl-Leder. Die Sitze sind langstreckentauglich, belüftet und elektrisch vielfach einstellbar. Das „Driver Personalization“-System passt sogar per Kamera automatisch Sitzposition, Lenkrad, Spiegel etc.an den jeweiligen Fahrer an.

Wer die vorherige Generation des Mazda CX-5 kennt, bringt Erwartungen mit. Mazda galt lange als die Marke, die im Segment in puncto Haptik und Oberflächen eine Klasse höher griff. Im oberen Bereich des Armaturenbretts und an den Sitzen beeindruckt die Homura-Ausstattung weiterhin mit weichem Leder, das sich wertig anfühlt. Auch die vorderen Türverkleidungen fügen sich in ihren sichtbaren Bereichen stimmig in das Gesamtbild ein. 

Doch weiter unten, im Bereich der Türverkleidungen, der Mittelkonsole und der unteren Cockpit-Partien, wechselt das Material: Harter, schwarzer Kunststoff tritt an die Stelle von angenehmen Softtouch-Oberflächen. Alles ist ordentlich verarbeitet, erreicht jedoch nicht mehr ganz das Premium-Niveau, das frühere Generationen so klar von der Konkurrenz abhob.

Infotainment Mazda CX-5 2026: Google hebt das System auf ein neues Niveau

Mit dem neuen Mazda CX-5 verabschiedet sich Mazda vom bewährten Dreh-Drück-Steller und setzt voll auf Touchbedienung. Das zentrale Display des Infotainment-Systems misst in der Homura-Ausstattung stolze 15,6 Zoll beziehungsweise 39,6 Zentimeter. Das Bediensystem basiert erstmals auf Google Built-in mit Google Maps samt Echtzeit-Verkehrsinfos, Google Play mit einem wachsenden App-Angebot und der KI-Assistent Gemini, der auf natürliche Sprache reagiert, ohne dass feste Befehle notwendig wären.

Das System ist strukturiert, die Schaltflächen sind groß und die Navigation durch die Menüs verständlich. Kabelloses Apple CarPlay und Android Auto gibt es ebenso. Die Mittelkonsole bietet ferner eine induktive Ladeschale für Smartphones sowie zwei USB-C-Anschlüsse vorne. Zwei weitere USB-C-Ports versorgen die Passagiere im Fond. Darüber hinaus bietet das digitale Kombiinstrument in 10,25 Zoll beziehungsweise 26,0 Zentimeter drei Anzeigeansichten, wobei die Informationsdichte bewusst reduziert bleibt. Auch das Head-up-Display überzeugt: eine klare Darstellung, eine gute Ablesbarkeit und eine hilfreiche Projektionsfläche.

Assistenzsysteme: Der Mazda CX-5 denkt voraus, ohne sich aufzudrängen

Was Mazda unter dem Begriff i-Activsense bündelt, arbeitet im neuen Mazda CX-5 2026 präziser und unaufdringlicher denn je. Der Notbremsassistent erkennt Gefahren früher und greift nun auch bei niedrigen Geschwindigkeiten ein, etwa beim Rangieren. Ergänzt wird das System durch einen Notfallassistenten, der den Fahrer überwacht und das Fahrzeug im Ernstfall kontrolliert abbremst. Der Cruising & Traffic Support übernimmt derweil auf der Autobahn Beschleunigen, Bremsen sowie Lenken und unterstützt nun auch beim Spurwechsel, während die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage proaktiv vor Kurven verzögert. Das Ergebnis: weniger Eingriffe und mehr Ruhe auf langen Strecken.

Parallel dazu nutzt Mazda die Möglichkeiten des Brake-by-Wire-Systems für zusätzliche Intelligenz im Fahrverhalten. Der proaktive Fahrassistent verzögert beim Lupfen des Gaspedals situationsabhängig, zum Beispiel vor Kurven oder bei langsamer werdendem Verkehr, und rekuperiert dabei Energie. Unterstützt wird das Ganze durch den 360-Grad-Monitor mit Echtzeit-3D-Ansicht und See-Through-Funktion, die den Bereich vor dem Fahrzeug virtuell sichtbar macht. Das wirkt technisch, fühlt sich im Alltag aber vor allem eines an: wie ein Auto, das mitdenkt, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.

Kofferraum Mazda CX-5 2026: Ein echtes Argument im Alltag

583 Liter: Das ist ein Kofferraum, der im Alltag funktioniert. Gegenüber dem Vorgänger des Mazda CX-5 sind es deutliche 61 Liter mehr. Der Laderaum ist länger, tiefer und besser proportioniert. Die Ladekante wurde abgesenkt, so dass schwere Gegenstände nicht mehr angehoben, sondern nahezu mühelos eingeschoben werden. Zudem fällt die Ladestufe nach innen angenehm flach aus. Werden die Rücksitzlehnen umgeklappt, entsteht eine vollständig ebene Ladefläche. Dann sind es bis zu 2.019 Liter, die sich tatsächlich nutzen lassen. Für Familien, für Umzüge, für alles, was das Leben mitbringt.

Mazda CX-5 2026 - Fazit und Preis:

34.990 Euro für die Basisversion, 44.090 Euro für die gehobene Homura-Ausstattung mit Frontantrieb: Gemessen an dem, was der neue Mazda CX-5 2026 bietet, ist das ein fair kalkulierter Preis für einen SUV, der vieles richtig macht. Komfortabel, großzügig im Platzangebot und mit zeitgemäßer Technikausstattung hat der neue CX-5 den Anschluss an die Gegenwart gefunden.

Und doch bleibt ein leises Aber: Der CX-5 ist ein besseres Auto geworden, aber kein leidenschaftlicheres. Wer diesen SUV aus der Sicht einer Familie bewertet, wird ihn schätzen. Wer ihn an der früheren fahrerischen Seele der Marke misst, wird etwas vermissen. Ein Vollhybrid-Antrieb soll folgen und könnte genau das fehlende Puzzlestück sein, das aus einem guten Gesamtpaket ein noch begehrenswertes Auto macht.

Technische Daten Mazda CX-5 e-Skyactiv G 141 FWD:

Länge x Breite x Höhe: 4,690 x 1,860 x 1,695 Meter (Breite mit Außenspiegeln: 2,077 Meter)
Radstand: 2,815 Meter

Hubraum Vierzylinder-Benzinmotor: 2.488 cm³ 
Leistung: 104 kW/141 PS bei 4.500 - 5.000 U/min
Drehmoment: 238 Nm bei 3.500 - 3.750 U/min

Höchstgeschwindigkeit: 187 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 10,5 Sekunden
Antriebsart: Frontantrieb
Getriebeart: 6-Stufen-Automatikgetriebe

Kraftstoffverbrauch kombiniert (WLTP): 7,0 l/100 km
CO2-Emission (WLTP): 157 - 159 g/km
Emissionsklasse (Abgasnorm): Euro 6e-bis
CO2-Effizienzklasse: F

Leergewicht (nach EG): 1.589 - 1.612 Kilogramm (19-Zoll-Bereifung)
Kofferraumvolumen: 583 - 2.019 Liter
Preis: ab 34.990 Euro

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