Norbert Haug vom Speed überzeugt: Wir hatten es in der Hand

, 04.10.2008

Norbert Haug zeigt sich auch ohne von der Performance der HWA-Truppe überzeugt - und freut sich über Überraschungen im 2007er-Lager.

Die Bestzeit Paul di Restas beim freien Training hatte sie anklingen lassen, die Zeiten der ersten Qualifying-Session schien sie zu bestätigen: Die Stuttgarter Favoritenrolle beim Zeitfahren von Le Mans. Dass es am Ende nur zu den Startplätzen zwei und vier für Jamie Green und Paul di Resta reichte, nahm mit Norbert Haug mit Fassung zur Kenntnis. "Es war ein gutes Qualifying. Jeder hat gesehen, dass wir es in der Hand hatten, aber wir hatten auch ein Handicap von zehn Kilogramm. Das erklärt nicht den Rückstand zur Pole, aber darf nicht unerwähnt bleiben", kommentiert Haug Jamie Greens Zeitverlust von 26 Hundertstelsekunden auf Tom Kristensen.

Fünf von neun Rennen habe man in dieser Saison bereits gewonnen, rechnete der Mercedes-Sportchef auch diesmal vor. Das belege, dass die Stuttgarter auch für morgen noch nicht abzuschreiben sind. "Von unseren Startpositionen aus ist noch alles möglich. Der grundsätzliche Speed ist da. Am Freitag haben wir gesehen, dass wir in einer guten Verfassung sind", verweist Haug auf die wie so oft bei Mercedes viel versprechende Long-Run-Performance. "Für morgen ist Regen vorhergesagt. Ein chaotisches Rennen ist möglich - denn im Regen kann sich vieles verändern."

Haug bedauert, dass es diesmal ausgerechnet Titelaspirant Paul di Resta nicht gelang, seine jeweils beste Sektorenbestzeit in einer Runde zu vereinen. "Es ist schade, dass Paul nicht in Reihe eins gekommen ist. Dass das möglich gewesen wäre, hat Jamie bewiesen." Licht und Schatten bot sich für den Mercedes-Sportchef auch in Reihen der Jahreswagen. Obwohl - wie beinahe schon gewohnt - vier 2007er-Mercedes in der ersten Session des Qualifyings ausschieden, sah Haug zurecht auch Highlights.

"Es ist eine beeindruckende Leistung vom Mücke-Team gewesen, Maro Engels Auto über Nacht so perfekt instand zu setzen, dass er noch in die zweite Session gekommen ist", lobte Haug. Am späten Freitagnachmittag hatte Maro Engel einen starken Einschlag in die Reifenstapel zu beklagen gehabt. Auch eine Persson-Vertreterin überraschte. "Susie Stoddart hat Fahrer wie Gary Paffett und Ralf Schumacher geschlagen - das zeigt, wie konkurrenzfähig sie ist. Schade, dass sie nicht auf Platz 14 gekommen und damit in die zweite Session gekommen ist."

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