Mateschitz: "Die WRC hat großes Potenzial"

, 10.12.2012

Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz will die WRC wieder voranbringen - Bessere Vermarktung auch für Neueinsteiger Volkswagen wichtig

Nach der Durststrecke im Jahr 2012, die durch die Pleite des bisherigen Vermarkters North One Sport entstanden war, soll es ab 2013 für die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) wieder aufwärtsgehen. Red-Bull-Media-House, eine Tochterfirma des österreichischen Brause-Giganten und das deutsche Unternehmen Sportsmann Media sollen der WRC als neue Promoter wieder zu besserer Wahrnehmung in der Öffentlichkeit verhelfen.

Red-Bull Boss Dietrich Mateschitz will die Serie aus ihrem "Dornröschenschlaf" aufwecken: "Wir glauben, dass das Potenzial der WRC größer ist, als in den vergangenen Jahren in den Medien den Anschein hatte", wird Mateschitz vom FIA-Magazin 'AUTO' zitiert. "Wir werden versuchen, dieses Potenzial aufzudecken. Im Laufe der Zeit wird sich zeigen, ob es uns gelingt, wie erfolgreich unsere Bemühungen waren."

Dabei steht für Mateschitz vor allem die menschliche Komponente im Mittelpunkt: "Große Persönlichkeiten und Fahrer sind in jeden Motorsport wichtig." Dies sollen die Medien seiner Meinung nach für ihre Zwecke nutzen: "Das bedeutet auch, dass die Medien unterschiedliche Fahrerprofile entwickeln und ihre Prioritäten dementsprechend setzen", sagt Mateschitz.

Auch für die in der WRC beteiligten Hersteller ist die Vermarktung ein bedeutsames Thema, wie Ulrich Hackenberg, Entwicklungsvorstand von Volkswagen betont: "Es ist wichtig, dass eine solch interessante Veranstaltung ins TV und zu den Kunden kommt." Hackenberg hat dabei jedoch volles Vertrauen in Red Bull, die auch Sponsor des Volkswagen-Werksteams sind: "Wir denken, dass Red Bull aufgrund ihrer Erfahrung ein guter Partner ist. Sie bringen neuen Schwung in dieses Business."

Den Einstieg von Volkswagen begrüßt auch Mateschitz. Der Rückzug des Ford-Werksteams schmerzt den Österreicher nicht, nachdem M-Sport weiterhin Ford Fiesta RS WRC einsetzen wird. "Markenvielfalt ist wichtig in der WRC. Dabei ist es nicht entscheidend, ob es sich um ein Werksteam oder um ein werksunterstütztes Privatteam handelt", sagt Mateschitz. "Wichtig ist, dass die Fahrer gute Leistungen zeigen und eine aufregende Show bieten."

Der Idee von FIA-Präsident Jean Todt, die Länge der Rallyes und der einzelnen Wertungsprüfungen wieder zu verlängern, erteilt Mateschitz eine Absage - nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen: "Ich denke nicht, dass es sinnvoll ist, die Vergangenheit wiederaufleben zu lassen. Rallyesport sollte nicht gefährlich werden, als er ohnehin schon ist."

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