De Tomaso Deauville: Ein Comeback auf Zehenspitzen

, 12.03.2011


Eine der legendärsten Sportwagen-Marken taucht wieder auf, allerdings zunächst nicht wie von Enthusiasten erträumt: De Tomaso kehrt mit dem von Pininfarina entworfenen Deauville auf die Autoweltbühne zurück - statt einer Neuauflage des scharfen Panteras also eher die lammfromme Variante. Immerhin nimmt es der mehr als fünf Meter lange „Sport Luxury Sedan“ von seiner Art her künftig mit dem BMW 5er GT auf.


Der argentinische Rennfahrer Alejandro de Tomaso gründete die Firma 1959. Vor allem durch den Supersportwagen Pantera machte die Manufaktur von sich reden. Nach einer wechselvollen Geschichte ging De Tomaso allerdings 2006 in Konkurs, drei Jahre nach dem Tod des Firmengründers. Jetzt hat der italienische Unternehmer Gian Mario Rossignolo nach dem Erwerb der Namensrechte die Marke wiederbelebt.

Zunächst entwarf Pininfarina für die Wiederbelebung von De Tomaso eine fünftürige, sportliche Luxus-Limousine. Benannt ist der neuzeitliche De Tomaso nach dem gleichnamigen Vorgängermodell, das von 1971 bis 1985 gebaut wurde und nach dem bekannten französischen Nobelbadeort Deauville benannt war.

Technische Ausstattung: Aluminium-Chassis und Allradantrieb. Die 305 PS und 400 Nm maximales Drehmoment (zwischen 2.000 und 5.000 Touren) kommen von einem 2,8 Liter großen V6-Turbo-Benziner aus dem Hause Opel. Das reicht für einen Spurt von 0 auf Tempo 100 in 6,7 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 205 km/h. Ein größerer V8-Benziner und ein Diesel sollen später folgen.

Das Projekt nahm Ende 2009 Gestalt an, als Pininfarina gemeinsam mit einer von Gian Mario Rossignolo geführten Firma De Tomaso Automobili SpA gründete. Dabei wurde festgelegt, dass Pininfarina das erste Modell der wiederbelebten Marke entwerfen würde. Mit einem großzügigen Kofferraum, der immerhin bis zu 700 Liter fassen soll, und leicht erhöhter Sitzposition soll der Deauville hohe Ansprüche in Sachen Luxus und Sportlichkeit, aber auch praktischen Nutzen erfüllen.

 

Bei der künftigen Produktion des Deauville soll bestes italienisches Handwerk unter starker Einbeziehung des künftigen Besitzers zum Einsatz kommen, so dass jedes Exemplar der luxuriösen Sportlimousine ein Einzelstück sein wird. Bei der Herstellung wird ein neuartiges Verfahren zur Aluminium-Bearbeitung angewendet, das Zeit und Geld sparen wird. Die sogenannte UNIVIS-Technologie kommt von Rossignolos ursprünglicher Firma IAI SpA, die jetzt Mutterfirma von De Tomaso ist.


Das Pininfarina-Designerteam berücksichtigte bei der Arbeit am Deauville zunächst die Historie der Marke De Tomaso. So orientierten sich die Macher von Beginn an beim Design des neuen Deauville an typischen Zitaten früherer Modelle wie Mangusta und Pantera. Dabei wollten die Designer allerdings eine plumpe nostalgische Neuauflage alter Modelle vermeiden.

Ergebnis: Eine wuchtige Sport-Limousine mit 1,63 Metern Höhe, 5,08 Metern Länge und 1,95 Metern Breite. Klare, elegante Linien prägen das Fahrzeugdesign. Das Auto soll ein angenehmes Fahrerlebnis bieten mit ausreichend Sportlichkeit und Raumangebot sowie einem Maximum an Komfort.

Der große, hexagonal-förmige Frontgrill kommt uns von Ford und Hyundai her bekannt vor, ist allerdings auffallend stark nach vorne geneigt. Die Scheinwerfer ziehen sich derweil zu den Außenseiten herum und verleihen der Front zusätzliche Dynamik. Das Hexagon tritt nochmals auf am Luftauslass, in der Form der Seitenscheiben oder im Design der Heckleuchten.

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