Loremo: Der 1,5-Liter-Sparflitzer

, 12.03.2006

Loremo versucht sich als Neuling auf dem Automobilmarkt und arbeitet fleißig daran, seine großen Ziele zu verwirklichen. Von den Münchnern Gerhard Heilmaier, Stefan Ruetz und Uli Sommer gegründet, plant die Firma, im Jahre 2009 eine Kleinserie des ersten 2+2-Sitzers auf die Straße zu bringen, der nur 1,5 Liter verbraucht. Schon der Name „Loremo“ (Low-Resistance-Mobile) spricht von Windschnittigkeit und Wirtschaftlichkeit. Er soll die Ökonomie eines Kleinwagens mit der Straßenlage eines Sportwagens vereinigen und sich nach kurvigen Straßen sehnen.


Wer nun denkt, der Loremo LS, angetrieben von einem 2-Zylinder-Turbo-Diesel mit 20 PS, sei nur langsam auf den Straßen unterwegs, täusch sich. Die Macher befreiten das Fahrzeug von unnötigen Ballast und bauten den Loremo in Leichtbauweise, so dass das Auto nur 450 kg wiegt. Der Feinschliff an der Aerodynamik ermöglicht einen cW-Wert von 0,20. Damit erreicht der Loremo LS eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h; in Relation zum minimalistischen Spritverbrauch und einem anvisierten Verkaufspreis von unter 11.000 EUR eine beeindruckende Zahl. So schafft es der Loremo LS mit einer Tankfüllung von 20 Litern von München bis nach Rom.
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Wem das zu langsam erscheint, erhält für unter 15.000 EUR zukünftig den Loremo GT. Dort leistet ein 3-Zylinder-Turbo-Diesel 50 PS und soll den 3,84 Meter langen und 1,36 Meter breiten Kleinwagen auf eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h katapultieren. Mit 2,7 Liter Sprit auf 100 km ist er immer noch schlank im Verbrauch.

Design

Nicht nur der Energiespar-, sondern auch der Sportgedanke spiegelt sich in der dynamisch-eleganten Linienführung des Loremo LS. Die markante Front geht sanft fließend in das langgezogene Heck über. Die B-Säule entfällt, da das Panoramadach ohne tragende Funktion ist und lediglich an den Überrollbügeln verschraubt wird. Die tiefgezogene Nase verzichtet auf einen monströsen Kühlergrill. Stattdessen öffnet sich die Front und gibt das Entree zum aerodynamischen Leitwerk frei. Die LED-Scheinwerfer verleihen dem Auto ein markantes Antlitz.


Außergewöhnlich erfolgt der Einstieg über die Fronthaube, bei der die gesamte
Fahrzeugfront einschließlich der Frontscheibe nach vorne klappt und dadurch ein aufrechtes Betreten des Innenraumes ermöglicht. Die geöffnete Fronthaube gibt den Kofferraum frei, der stattliche 600 mm Knautschzone in sich birgt. Die sich nach oben öffnende Heckklappe erlaubt den Zugang zu den Rücksitzen.

Interieur

Der Janussitzer - je zwei Sitze vor und hinter dem pyramidalen Querträger angeordnet - wurde mit superleichten, ergonomischen Sitzschalen ausgestattet. Sportliche Geborgenheit und ein völlig neues Raumgefühl vermitteln die tief in die Linearzellenstruktur eingebetteten Sitzräume. Sind die rückwärtigen Sitze frei, bieten sie viel Stauraum für Sportgeräte und lassen sich als zusätzlicher Kofferraum nutzen.

Die spartanisch-sportliche Innenraumausstattung verzichtet auf Überflüssiges und kommt durch ihre zweischalige Kunststoffkonstruktion ohne zusätzliche Verkleidungsteile aus. Das hochwertig mit Alcantara und Hightech-Stoffen ausgestattete Interieur bringt ein klares Plus an Raumkomfort und Wohlgefühl. Auf Wunsch stattet Loremo das Fahrzeug mit einer Klimaanlage, einem On-Board-PC mit integriertem Navigationssystem, MP3-Player und Fahrer-Info-System aus.


Karosserie und Chassiskonzept

Das 95 kg leichte Stahlchassis, als Linearzellenstruktur patentiert, stellt das tragende Element dar. Es schneidet bei Crashsimulationen überdurchschnittlich gut ab und vermittelt durch seinen niedrigen Schwerpunkt und große Torsionssteifigkeit eine souveräne Fahrdynamik. Gerade durchgezogene Längsträger, die sich auf Stoßstangenhöhe über die gesamte Fahrzeuglänge erstrecken, erhöhen die Stabilität und sorgen dafür, dass die Linearstrukturzelle sowohl beim Offsett-Crash als auch beim Seitencrash nahezu unverformt bleibt. Der mittig angeordnete Querträger, auf dem die Überrollbügel verankert wurden, versteift die Längsträger und nimmt den Motor auf.

Die nicht selbstragenden Karosserie-Panels aus Thermoplasten schmiegen sich an die Linearzellenstruktur und verhelfen dem Loremo zu seiner aerodynamischen Form. Das Material besitzt viele Vorteile: es ist leicht, wetterbeständig und kratzfest. Und es ist ökonomisch, denn die klassische Lackierung entfällt durch das Einlegen einer Folie in Wagenfarbe bei der Herstellung. Somit erhält der Loremo seine hochwertige, lackähnliche
Oberfläche ohne umweltschädliche Lackierung.

Das Unterbodenluftleitsystem perfektionierten die Macher mit Hilfe heruntergezogener Reifenfinnen und einer strömungsoptimierten Unterbodenverkleidung. Durch minimierten Luftwiderstand und verringerten Auftrieb erreicht der Loremo LS seine optimale Straßenlage.


Hervorzuheben ist die speziell für den Loremo konzipierte hintere Differenziallenkerachse, welche die Vorteile von Längs- und Schräglenkern verbindet. Bei voller Beladung zeigt sie ein spur- und sturzneutrales Verhalten beim gleichzeitigen Einlenken beider Räder. Bei Kurvenfahrten jedoch neigt sich das Rad nach innen und bewirkt eine bessere seitliche
Führung. Eine optimale Achslastverteilung von 50:50 wird durch die Mittelmotoranordnung erreicht. Niederquerschnittsreifen auf 14 Zöllern im Format 105/70 sorgen für die Bodenhaftung und einen ruhigen Geradeauslauf.

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07.08.2007

Zur diesjährigen Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt (15.09.2007 - 23.09.2007) wird erstmals ein fahrbereiter Prototyp des Loremos anreisen. Die Ingenieure arbeiten mit Hochdruck an der Fertigstellung des rund eine Million Euro teuren Unikats. Auch wenn einige technische Lösungen und Karosserie-Details noch nicht der endgültigen Serienversion entsprechen, so stellt der Prototyp doch einen großen Schritt auf dem Weg vom Reißbrett auf die Straße dar. Wichtige fahrdynamische Erprobungen lassen sich jetzt forcieren. Bei Testfahrten muss der Loremo zeigen, ob die Ergebnisse der Computer-Modelle im realen Verkehr Bestand haben. "Wir wollen mit weniger als acht Litern Diesel nach Frankfurt kommen", sagt Loremo-Vorstandschef Gerhard Heilmaier und legt damit die Meßlatte hoch: Für die rund 400 Kilometer weite Strecke von Marl zum IAA-Messegelände darf sich der Prototyp "L1" also nicht mehr als 2 Liter pro 100 Kilometer genehmigen

12.03.2006

wow da bin ich ja mal sehr gespannt. gefällt mir ausgesprochen gut diese "studie"


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