RoadRazer: Die straßenzugelassene Rakete

, 12.02.2007

Der RoadRazer mutet nicht nur an wie eine Rakete oder ein Formel-Renner, es ist wahrlich auch ein Geschoss; allerdings mit einer britischen Straßenzulassung. Durch eine puristische Leichtbauweise und den Einsatz von viel Carbon wiegt die Fahrmaschine lediglich 300 Kilogramm. Da reicht das 1,3 Liter große und 175 PS starke Vierzylinder-Triebwerk der Hayabusa, dem superschnellen Motorrad, aus, um den RoadRazer in nur 3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 zu beschleunigen und eine Vmax von 240 km/h zu erreichen. Ein ultimatives Fahrerlebnis dürften die zwei Insassen bei diesem Renner sicherlich erleben.


Die beiden Insassen nehmen hintereinander in Schalensitzen mit Vierpunktgurten Platz, die man in dem hochfesten Monocoque aus Carbon und Aluminium einbaute. Wie bei einem Formel-Rennwagen schützt insbesondere eine Sicherheitszelle die Fahrgäste, so dass auf Airbags verzichtet wurde. Ein Dach und eine Windschutzscheibe gibt es nicht, dafür aber einen Überrollbügel, den die Macher in der hohen Airbox hinter den Passagieren integrierten. Um ein komfortableres Einsteigen zu ermöglichen, lässt sich das kleine Lenkrad abnehmen.

Um ein Abheben der Rakete bei hohen Geschwindigkeiten zu vermeiden, optimierten die Macher das Geschoss aerodynamisch - hauptsächlich übernehmen diese Funktion die speziell entwickelten Seitenschweller. Die eher hoch sitzende, abnehmbare Nase des RoadaRazers hat nicht nur aerodynamische Hintergründe, sondern vielmehr praktische, um durch eine höhere Bodenfreiheit das Handling im Alltag zu vereinfachen, wie z. B. beim Parken.


Nur knapp 7,5 Zentimeter über dem Asphalt kauern die Passagiere, während der unscheinbare Notplatz des Beifahrers eher unbequem wirkt und dieser zudem seine Beine um den Sitz des Piloten legen muss. Aber seien wir ehrlich, beim RoadRazer handelt es sich um eine reine Fahrmaschine, die man am besten alleine genießen und bei der ein möglicher Mitfahrer auch mal für eine Runde auf der Nürburgring-Nordschleife auf Komfort verzichten kann.

Die Kraftübertragung des 3,42 Meter langen, 1,80 Meter breiten und 1,17 Meter flachen RoadRazers erfolgt über ein sequentielles 6-Gang-Getriebe mit Paddles am Lenkrad. Hinter dem Lenkrad befinden sich ein halbrunder Drehzahlmesser und ein LED/LCD-Display mit weiteren Informationen für den Piloten, die sich über Knöpfe am Lenkrad abrufen lassen.


Für den Kontakt zur Straße sorgen freistehende 17 Zoll große Räder mit Reifen im Format 215/50. Damit der RoadRazer richtig die Kurven, seinem bevorzugten Terrain, erobern kann, verfügt dieser über eine freiliegende Doppelquerlenker-Achse aus Aluminium. Die persönliche Feinabstimmung ermöglichen vorne und hinten verstellbare Stoßdämpfer. Um den gewaltigen Vortrieb zu stoppen, zügeln den RoadRazer vorne 6-Kolben-Bremsen mit 320 Millimeter großen Bremsscheiben und hinten Pendants mit Kolben sowie 282 Millimeter messenden Scheiben.

Hinter dem Projekt steckt der Däne Mikkel Steen Pedersen, der den RoadRazer in Großbritannien für 35.000 Britische Pfund (ca. 53.000 Euro) anbietet. Als Bausatz ist der kleine Flitzer auch für 19.900 Britische Pfund (rund 30.120 Euro) erhältlich. Um eine deutsche Straßenzulassung bemüht sich Pedersen bereits.
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12.02.2007

Cooles Teil, endlich mal Konkurrenz für den Ariel Atom. Aber warum nur 240km/h Vmax, liegt das an der Übersetzung?


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