Unfall mit Falschparker - Unfalltäter haftet nur teilweise

, 15.04.2010

Stößt ein Autofahrer aus Unachtsamkeit gegen ein anderes, allerdings im Halteverbot stehendes Fahrzeug, muss er nicht immer den gesamten Schaden allein bezahlen. Vielmehr hat auch der zwar am konkreten Geschehen nicht beteiligte Falschparker für einen Teil der Kosten aufzukommen. Das hat das Amtsgericht München in einem inzwischen rechtskräftigen Urteil entschieden (Az. 341 C 15805/09).

Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline (www.anwaltshotline.de) berichtet, hatte ein Taxifahrer seinen Wagen im Münchener Rosental geparkt. Dabei ragte das Fahrzeug mit einem Drittel seiner Länge in ein absolutes Halteverbot hinein. Just an dieser Stelle wurde es dann von einem zu nahe vorbeifahrenden Bus gestreift – wobei die hintere Stoßfängerleiste des Taxis, die linke Heckleuchte und das hintere Seitenteil zum Teil erheblich lädiert wurden. Der für den Schaden verantwortliche Busfahrer weigerte sich allerdings, den Gesamtschaden von 3.588 Euro in voller Höhe zu begleichen. Die Schäden an dem falsch geparkten Taxi wären ausschließlich an Teilen entstanden, die ins absolute Halteverbot hineinragten. Dabei sei es ja gerade Sinn und Zweck des absoluten Halteverbotes an der Unfallstelle, den dort regelmäßig verkehrenden Bussen das komplizierte Umfahren der Kurve zu erleichtern.

Dieser Argumentation schloss sich das Gericht an, obwohl die Straße so breit ist, dass ein Bus auch ohne Kollision mit dem Fahrzeug an den ins Halteverbot hineinragenden Teilen vorbeigekommen wäre. „Eine Haftung des Busunternehmens ist laut Richterspruch in diesem Fall nur zu zwei Dritteln angemessen“, erklärt D-AH-Rechtsanwalt Marc N. Wandt. Das entspreche der Autolänge im nicht vom Haltverbot betroffenen Bereich.

Jetzt kommentieren
Jetzt bewerten

Zum Bewerten musst Du registriert und eingeloggt sein.

Weitere Recht-Ratgeber

Keine deutsche Vollstreckung einer österreichischen Geldbuße

Keine deutsche Vollstreckung einer österreichischen Geldbuße

Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline (www.anwaltshotline.de) berichtet, war das in Hamburg zugelassene Auto mehrfach in Wien falsch geparkt worden. Weil sich aber der …

AUCH INTERESSANT
VW ID.R: Die spektakulärsten Rekorde des Elektro-Racers

AUTO-SPECIAL

VW ID.R: Die spektakulärsten Rekorde des Elektro-Racers

500 kW/680 PS, schneller als ein Formel-1-Rennwagen und dazu ein unglaublicher Rekordjäger: Der VW ID.R ist der erste elektrische Rennwagen von Volkswagen und fährt auf den legendärsten sowie …


TOP ARTIKEL
Audi SQ5 Sportback 2021 Test: Mehr Druck beim Power-Diesel
Audi SQ5 Sportback 2021 Test: Mehr Druck beim …
Mazda CX-5 2021 Test: Wie er noch besser und sparsamer wird
Mazda CX-5 2021 Test: Wie er noch besser und …
Citroen e-C4 Test: Geheimtipp für ein Familien-Elektroauto
Citroen e-C4 Test: Geheimtipp für ein …
News-Abo
Jeden Morgen kostenlos per E-Mail:
Aktuelle Artikel
World Car of the Year 2021: VW ID.4 das beste Auto der Welt
World Car of the Year 2021: VW ID.4 das beste …
Mazda3 e-Skyactiv X Test: Meisterwerk spart richtig Sprit
Mazda3 e-Skyactiv X Test: Meisterwerk spart …
Kein Scherz: Lamborghini gewinnt Green Star Award 2021
Kein Scherz: Lamborghini gewinnt Green Star …
Audi SQ5 Sportback 2021 Test: Mehr Druck beim Power-Diesel
Audi SQ5 Sportback 2021 Test: Mehr Druck beim …
World Car of the Year 2021: Die Top 3 ist bereits bekannt
World Car of the Year 2021: Die Top 3 ist …


Speed Heads - Sportwagen- und Auto-Magazin

Das Auto und Sportwagen Magazin mit täglich aktualisierten Auto News, Motorsport News, Auto Tests, Sportwagen Berichten und der streng geheimen Auto Zukunft. Speed Heads ist die Community für echte Auto-Fans und informiert im Sportwagen Magazin über Neuigkeiten aus der Welt der schnellen Autos.

  • emotiondrive Logo
  • Torpedo Run Logo
  • Motorsport Total Logo