Alfa Romeo zündet Neuheitenfeuerwerk auf der IAA

, 25.08.2003

Alfa Romeo zündet auf der IAA in Frankfurt im September ein Feuerwerk der Neuheiten. Als optisch wie technisch faszinierendes Coupé startet der Alfa GT durch. Der Zweitürer wurde komplett neu entwickelt; neben dem Alfa 156 und Alfa Sportwagon bietet Alfa Romeo mit dem dynamischen Coupé nun das dritte Avantgardemodell im Premiumbereich der Mittelklasse an. In einer Weltpremiere präsentiert Alfa Romeo zudem den neuen Alfa 166, eine der anerkannt schönsten und sportlichsten Limousinen im Grenzbereich zwischen der oberen Mittel- und Oberklasse.

Als technisches Highlight debütiert in der Messemetropole darüber hinaus ein neuer Common-Rail-Turbodiesel: der 2.4 JTD 20V. Der Multijet-Fünfzylinder leistet 129 kW (175 PS). Zudem wird Alfa Romeo auf dem weltweit wichtigsten Automobilsalon ein atemberaubendes „Geheimnis“ mit acht Zylindern lüften.

Ebenfalls in Frankfurt dabei: die erst vor kurzem auf dem deutschen Markt in ihrer aktuellen Version eingeführten Alfa 156 und Alfa Sportwagon, die ebenso neuen Sportwagen Alfa Spider und Alfa GTV sowie die erfolgreichen Kompaktmodelle der Baureihe Alfa 147.

Der neue Alfa GT

Auf einer Länge von 4,48 Metern, einer Breite von 1,76 Metern und einer Höhe von 1,39 Metern schuf Alfa Romeo mit dem Alfa GT erneut einen kompakten Sportwagen von reinstem Charisma. Im Frontbereich bildet der typische Chrom-Kühlergrill ein zentrales Design-Element. Das Zusammenspiel der Flächen signalisiert optisch Dynamik und Kraft; verstärkt wird dieser Eindruck durch die große Lufteinlassöffnung und die prägnanten Scheinwerfergruppen.

Nicht weniger markant: das langgestreckte seitliche Profil und die charaktervolle Heckpartie. Das nach hinten zunehmend schlanker werdende Heck erhält durch seinen voluminösen Stoßfänger einen weiteren kraftvollen Akzent; als Kontrapunkt wurden die eher filigranen Rückleuchten dezent aber prägnant und edel in das Designkonzept integriert.


Wie das Exterieur, so korrespondiert auch das Interieur des Alfa GT mit der für Alfa Romeo typischen Technologie- und Design-Dynamik. Auffallend ist hier die ebenso formschöne wie funktionelle Gestaltung der Bedienungselemente und Anzeigen. Bereits in der Basisversion ist der neue Alfa GT extrem umfangreich ausgestattet. Beispielsweise immer an Bord: eine hochwertige Audio- und eine Klimaanlage. Optional bzw. ausstattungsabhängig stehen Features wie eine Dual-Zonen-Klimaautomatik, Xenonscheinwerfer, das Navigationssystem CONNECT Nav+, ein Bose-Soundsystem, das elektronische Stabilitäts_programm VDC und hochwertige Lederausstattungen zur Verfügung.

Antriebsseitig kennzeichnen den Alfa GT vier Motoren: der 1.8 T.Spark mit 103 kW (140 PS), der Benzindirekt_einspritzer 2.0 JTS mit 122 kW (166 PS) und der 1.9 JTD Multijet 16V mit ebenfalls kraftvollen 103 kW (140 PS). Als Nonplusultra der Dynamik wird es zudem eine 176 kW (240 PS) starke GTA-Version geben. Die Alfa Romeo Händler verzeichnen bereits jetzt ein außergewöhnliches Interesse am neuen Coupé. Offiziell erfolgt die deutsche Markteinführung am Anfang des kommenden Jahres.

Der neue Alfa 166

Das Flaggschiff aus dem Hause Alfa Romeo geht ab Herbst 2003 mit neuer Optik, einem verfeinerten Interieur sowie zwei neuen Motoren an den Start. Das Design des ebenso eleganten wie sportlichen Alfa 166 zeigt im Frontbereich völlig neue Züge. Dank größerer Bi-Xenon-Scheinwerfer im Stile des jüngst ebenfalls modifizierten Alfa 156 und des nun analog neu gestalteten Chrom-Kühlergrills sowie optimierter Lufteinlässe gewinnt der große Alfa Romeo nochmals an Dynamik.

Im Detail kennzeichnen die neuen Scheinwerfer drei dominante Rundelemente für Abblend-, Fern- und Blinklicht. Der große, neu gestaltete Kühlergrill wurde dominant als Zentrum der Frontpartie in die Bugschürze mit ihren wuchtigen Lufteinlässen integriert. Den oberen Abschluss des Chromgrills bildet das legendäre Alfa Romeo Logo; beide Elemente – Grill und Logo – finden ihre stilistische Fortsetzung in der ebenfalls neu gestalteten und wieder V-förmigen Motorhaube.


Grundsätzlich kennzeichnen den Alfa 166 aus jeder Perspektive coupéartige Züge. Beim Betrachten der Silhouette fällt besonders die mittig nach innen gewölbte Karosserielinie oberhalb der Radhäuser ins Auge. Die asphärische Wölbung der Flanke verleiht der Limousine eine athletische Anmutung. Der Alfa Romeo wirkt auch aus dieser Perspektive muskulös und ausge_sprochen elegant. Ein Designmerkmal, das in dieser Form seines Gleichen sucht und aufzeigt, dass eine behutsame Evolution sehr revolutionär aussehen kann.

Sportliche Eleganz zeigt auch das Heck: Die prägnant geformten Rückleuchten sind durchgängig in Rot gehalten. Klar gestaltet wurde die bündig bis auf die Stoßstange hinabreichende Kofferraumhaube. Ebenso wie der Kofferraum verjüngt sich die gesamte Dachpartie nach hinten. An dieser Stelle gibt es zwei Karosseriestrukturen, die zu einer Neuen verschmelzen: der kräftige Abschluss eines Sportwagens und die elegante Linie einer Limousine.

Den Innenraum prägen neue Stoffe und die jetzt in zwei korrespondierenden Farbtönen gehaltenen Verkleidungen. Alle Instrumente und Bedienungs_elemente des Alfa 166 wurden so konzipiert, dass sie für den Fahrer optimal einsehbar und erreichbar sind. Wichtig: auch der Beifahrer kann mühelos elementare Details wie den Warnblinkschalter, die Regelung der Klimaautomatik oder die Audioanlage bedienen. Vier klassische und mit einem Chromrand versehene Rundinstrumente, die sich leicht überlappen, informieren über Geschwindigkeit, Motordrehzahl, Tankinhalt und Motortemperatur.


Das zentrale Element in der Mittelkonsole bleibt auch in der neuen Modell_generation das integrierte Steuersystem ICS. Über dieses Rechnermodul werden die serienmäßigen Features Klimaautomatik, Bordcomputer und Audiosystem geregelt. Je nach Ausstattung wird das ICS zudem um ein Navigationssystem und integriertes GSM-Telefon erweitert werden. Die wesent_lichen Funktionen werden durch Tipptasten und zwei Drehknöpfe aktiviert. Ein 5-Zoll großes Farbdisplay informiert über die gerade gewählte Einstellung und übernimmt auch die visuelle Routenführung im Navigationsmenü.

Typische Alfa Romeo Dynamik bieten die zwei neuen Motoren: Künftiges Spitzenaggregat unter den Benzinern wird der aus den Alfa Romeo Spider und GTV bekannten 3.2 V6 24V mit 176 kW (240 PS). Der seidenweich drehende und höchst komfortable Sechszylinder garantiert faszinierende Fahrleistungen.

Der neue 2.4 JTD 20V

Als neues Topaggregat unter den Dieselmotoren erhält der Alfa 166 den 2.4 JTD 20V. Bereits ab 2.000/min entwickelt der mit einer innovativen Multijet-Direkteinspritzung ausgestattete Vierventil-Fünfzylinder sein maximales Drehmoment von 385 Newtonmetern – 90 Prozent dieser Kraft liegen gar schon ab 1.750 Newtonmetern an. Die Höchstleistung (129 kW/175 PS) steht ab 4.000/min zur Verfügung. Alternativ zur Version mit serienmäßigem Sechsgang-Schaltgetriebe kann der Alfa 166 2.4 JTD 20V in Verbindung mit einer neu entwickelten Fünfgang-Automatik bestellt werden; sie zeichnet sich durch besonders harmonische Gangwechsel und ein aufwendiges elektronisches Getriebemanagement aus.

Verantwortlich für die enorme Dynamik und den tadellosen Komfort des Fünfzylinder-Common-Rail-Motors ist die neue Multijet-Einspritzung (zuvor Unijet). Sie erlaubt eine weitere Spreizung der Einspritzvorgänge und eine Erhöhung des Einspritz_druckes auf nunmehr 1.400 bar. In der Folge reduzieren sich die Verbren_nungs_geräusche und die Abgasemissionen bei deutlich höheren Leistungs- und Drehmomentwerten.

Darüber hinaus wurden viele technische Komponenten neu konzipiert. Hierzu zählen etwa die Pleuelstangen, die Hydrostößel, die Kolben sowie die aus einem neuen Material gefertigten Kurbelwellen- und Pleuellager. Ebenfalls optimiert: der Auspuff- und Ansaug_krümmer. Neu abgestimmt wurden der Garrett-Turbolader und das Abgas_rückführungssystem (AGR).

Wie leistungsfähig die Fünfzylinder-Turbodiesel von Alfa Romeo sind, verdeutlichte erst im Juni das „24-Stunden-Rennen“ auf dem Nürburgring: Als Prototyp eingesetzt in einem Alfa 147, ließ die schnelle Allianz aus Fahrzeug und Motor die gesamte „selbstzündende“ Konkurrenz klar hinter sich; der nach dem Alfa Romeo Zweitplatzierte folgte mit sechs Runden Abstand!

Angeboten wird der 2.4 JTD 20V in der Startphase nicht nur im neuen Alfa 166, sondern auch für den Alfa 156 und Alfa Sportwagon. Überzeugend ist in jedem Fall, wie dynamisch und dabei sparsam der neue Motor antritt. In Verbindung mit dem Alfa 156 sorgt er zum Beispiel für eine Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h; nach nur 8,3 Sekunden ist die Limousine 100 km/h schnell. Dem gegenüber steht ein Durchschnittsverbrauch von lediglich 6,6 Litern.

8 Kommentare > Kommentar schreiben

25.08.2003

Es muss dir wahrscheinlich viel Freude bereitet haben, diesen Artikel zu schreiben ;) Der 166er sieht vorne aber etwas komisch aus - von hinten unverändert schön nur der Auspuff ist etwas "mickrig". Der GT ist cool, und schaut irgendwie so schön grimmig

25.08.2003

Richtig, der Artikel hat mir echt Spaß bereitet. Der neue GT sieht grimmig aus, aber mir persönlich gefällt der GTV mit dem Facelift noch besser. ;) Der neue 166er macht mit der veränderten Front - meiner Meinung nach - noch mehr her.

25.08.2003

Aber vom GTV sind ja bei Speedheads noch keine Bilder... Ich finde die gelben Blinker beim 166er blöd, das ist doch schon lange out. Irgendwie erinnert der mich an den Lancia Thesis - was ja auch nicht so die Schönheit ist.

25.08.2003

Vom neuen GTV wird es aber bald Bilder geben. ;) Schau Dir den 166er einfach mal in natura auf der IAA an. Aber der Lancia Theses hat eine ganz andere Front ... eher runde Scheinwerfer und einen breiteren Kühlergrill.

25.08.2003

Ja aber die Seite vorne und die Felgen sind Thesis-like. Klar, auf der IAA kann sich meine Meinung nochmal ändern.

25.08.2003

Es gibt ja nicht nur eine Felge von Alfa, so dass der Kunde seine Felge auswählen kann. Aber ich finde, dass der Thesis auch eine andere Linienführung an der Seite hat. Warten wir mal die IAA ab. ;)

26.08.2003

Alfa sollte lieber mal etwas in Sachen Fahrwerk und Bremsen zünden. Habe noch nie so ein grottenschlechtes Fahrwerk und Bremsen wie im aktuellen 156 Kombi fahren müssen, schrecklich. Das ist ganz bestimmt nicht mehr verkehrssicher, was die da hingeschraubt haben. Scheint so, als fehlt der komplette Grenzbereich, entweder Tucken-Kurvenfahren/Tucken-Bremsen oder man hat allerhand zu tun den Mistbock um die Kurve zu prügeln. Für mich sind die Alfas seit den letzten Erlebnissen (auch mim Spyder) der letzte Rotz, obwohl sie innen echt gut gemacht sind.

26.08.2003

Ich vermute, dass Alfa sich um die Fahrwerke kümmert bzw. kümmern sollte, weil mit dem Brera (soll später einen V8 Motor erhalten) und später dem Evoluta Sportiva (450 PS und auf rund 1.000 Stück limitiert) wieder zwei richtig schöne Sportwagen kommen. Im Alfa 156 GTA ist das Fahrwerk wirklich nicht schön. Aber es gibt ja die Möglichkeit, Fahrwerke und Federn auszutauschen. ;) Dann kann man das Fahrzeug und den Motor richtig genießen.


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