Audi R8 V8 Spyder: Neue Einstiegsversion für die Lust unter freiem Himmel

, 02.07.2010

Kraftvoll, dynamisch und markant präsentiert sich der Audi R8 Spyder im dritten Quartal 2010 auch mit dem kleineren V8-Motor, mit dem ebenfalls das Fahren unter freiem Himmel zum wahren Vergnügen wird. Das neue, mit einem vollautomatischen Stoffverdeck ausgestattete Einstiegsmodell des offenen Hochleistungssportwagens soll ab 121.100 Euro erhältlich sein. Der R8 Spyder 4.2 FSI quattro leistet 430 PS und beschleunigt in 4,8 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Der Vortrieb endet erst bei 299 km/h.


Design: Eine Skulptur mit Emotionen

Der R8 Spyder 4.2 FSI quattro ist 4,43 Meter lang, 1,90 Meter breit und 1,24 Meter hoch – er steht breit und geduckt, wie sprungbereit auf der Straße. Seine dynamischen Proportionen, das skulpturale Design und die weit nach vorne gesetzte Passagierzelle mit der flachen Frontscheibe bringen das Mittelmotorkonzept optisch zum Ausdruck. Die großen vertikalen Lufteinlässe sind athletisch aus den Flanken herausmodelliert, die Lichtkante des Hinterwagens bildet über den Rädern eine starke Welle.

Eine ellipsenförmig umlaufende Sicke strukturiert den langen Rücken optisch; von oben betrachtet, fasst sie den Passagierraum und den Motor zu einer Einheit zusammen. Zwei gewölbte, silbern glänzende Hutzen mit je sechs Lüftungsöffnungen verleihen dem Rücken ein kraftvolles Profil. Zwischen den Hutzen liegt ein weiterer, breiter Auslass.


Viele weitere Details dokumentieren die Liebe zum Detail, wie zum Beispiel der hochglänzend schwarz lackierte Singleframe-Grill und der frei liegende Tankdeckel aus massivem Aluminium. Die Scheinwerfer sind technische Kunstwerke - das gilt für die serienmäßigen Xenon plus-Einheiten und noch mehr für die optionalen LED-Scheinwerfer, die sämtliche Lichtfunktionen mit Leuchtdioden erzeugen. Ihre Reflektoren wirken wie geöffnete Muschelschalen; das Tagfahrlicht erscheint als homogenes Band, das sich am unteren Rand des Scheinwerfers entlang zieht.

Am Heck des R8 Spyder 4.2 FSI quattro sind Rückleuchten in LED-Technik Serie. Die Abgasanlage endet links und rechts in jeweils zwei Endrohren. Der Heckspoiler, der ab 100 km/h selbsttätig ausfährt, und der voll verkleidete Unterboden generieren einen Abtrieb, der den Hochleistungssportwagen fest an die Straße presst. Mit einem cW-Wert von 0,37 und der kleinen Stirnfläche von 1,99 m² gleitet der Zweisitzer leicht durch den Wind.

 

Audi liefert das Verdeck des R8 Spyder 4.2 FSI quattro in Schwarz, Rot und Braun. Bei der Karosserie stehen die Uni-Lackierungen Ibisweiß und „Brillantrot zur Wahl, dazu die Metallic-Töne Suzukagrau, Teakbraun, Eissilber, Jetblau und Aurumbeige sowie die Perleffekt-Lackierungen Daytonagrau, Sepangblau, Lavagrau und Phantomschwarz. Der Frontscheibenrahmen trägt derweil eine Auflage aus eloxiertem Aluminium.


Stoffverdeck: Leicht und komfortabel

Das leichte Stoffverdeck läuft im geschlossenen Zustand in zwei langen, schlanken Finnen aus, die sich zum Heckabschluss ziehen und eine ähnlich gestreckte Kontur wie das feste Dach des R8 Coupé zeichnen. Freuen wird sich der Fahrer, dass das Verdeck uneingeschränkt highspeedtauglich ist und sich innerhalb von 19 Sekunden, auch in Fahrt bis zu 50 km/h, vollautomatisch öffnet.

Die beheizbare Glasscheibe integrierte Audi, separat vom Verdeck, in die Schottwand zwischen Passagier- und Motorraum. Per Schalter lässt sich die Scheibe ein- und ausfahren - bei geöffnetem wie geschlossenem Softtop. Ein zusätzliches Windschott ist Serie; es geht mit zwei Handgriffen in die Schottwand hinter den Sitzen einzuklinken und hält den Innenraum bis etwa 200 km/h Geschwindigkeit nahezu zugfrei.


In der Schottwand liegt ein Überrollschutz, der aus zwei starken, von Federn vorgespannten Profilen besteht - falls nötig, schießen sie innerhalb von 0,2 Sekunden in die Höhe. Bei einem Seitenaufprall schützen Kopf-/Thorax-Sidebags in den Sitzlehnen die Passagiere, bei einem Frontal-Crash stehen Fullsize-Airbags auf Posten. Bei einem Heckaufprall senkt wiederum das integrale Kopfstützensystem die Gefahr eines Schleudertraumas.

Antrieb: Souveräne Kraft für Beschleunigungsorgien

Der Audi R8 Spyder 4.2 FSI quattro wiegt - in der Version mit Handschaltung - nur 1.735 Kilogramm (inklusive Fahrer), mit der „R tronic“ sind es fünf Kilogramm mehr. Das Aggregat schöpft aus 4.163 cm³ Hubraum satte 430 PS bei 7.900 U/min. Der elektronische Begrenzer setzt erst bei 8.250 Touren ein. Zwischen 4.500 und 6.000 U/min stemmt der V8 430 Nm Drehmoment auf die Kurbelwelle; im Bereich von 3.500 bis 7.500 Touren stellt er mindestens 90 Prozent des Maximums bereit.

Satter Durchzug und eine spontane Gasannahme laden zu Beschleunigungsorgien ein. Das frei saugende V8-Triebwerk beschleunigt den R8 Spyder aus dem Stand in 4,8 Sekunden auf 100 km/h und weiter bis zum Topspeed von 299 km/h. Beide Werte gelten für das Handschaltgetriebe wie für die R tronic.

 

Im Mittel verbraucht der R8 Spyder 4.2 FSI quattro mit der R tronic 13,9 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer; mit dem manuellen Getriebe sind es 14,9 Liter pro 100 Kilometer. Ein Rekuperationssystem, das beim Verzögern Energie zurückgewinnt, ist Serie; die Druckumlaufpumpe der Trockensumpfschmierung arbeitet mit ihren verschiedenen Absaug- und Druckstufen lastabhängig.


Die Abgasanlage ist zweiflutig mit doppelten Endrohren konzipiert. In den beiden Endrohren sitzen Abgasklappen, die sich bei höherer Last und Drehzahl öffnen, um den Sound noch voller wirken zu lassen.

Kraftübertragung: Dynamisch auf Fahrspaß ausgelegt

Serienmäßig rollt der Audi R8 Spyder 4.2 FSI quattro mit einem manuellen Sechsganggetriebe vom Band. Der Schaltknauf besteht aus poliertem Aluminium, die offene Kulisse aus Edelstahl. Optional gibt es ein sequentielles Sechsganggetriebe, die „R tronic“. Die Schaltimpulse werden bei der „R tronic“ elektrisch übertragen; eine Hydraulik wechselt die Gänge und managt die Kupplung. Die „R tronic“ hält eine automatische und eine manuelle Ebene bereit, wobei der Fahrer zwischen zwei Schaltprogrammen wählen kann.


Im manuellen Modus der „R tronic“ wechselt der Fahrer die Gänge über den Joystick auf dem Mitteltunnel oder mit den Wippen am Lenkrad. Die „Launch Control“ sorgt dabei für bestmögliche Starts, regelt die Motordrehzahl und das Einrücken der Kupplung und beschleunigt den offenen Zweisitzer mit dem idealen Reifenschlupf.

Der permanente Allradantrieb leitet die Kräfte des Motors auf alle vier Räder und bietet das entscheidende Plus an Traktion, Stabilität, Kurvengeschwindigkeit und Präzision. Die vier angetriebenen Räder krallen sich am Ausgang der Kurve geradezu in den Asphalt, so dass der Fahrer wieder früher Gas geben kann als bei einem Fahrzeug mit Heckantrieb.

Im regulären Fahrbetrieb schickt der Allradantrieb etwa 15 Prozent der Kraft auf die vorderen und 85 Prozent auf die hinteren Räder; wenn sie durchzudrehen beginnen, fließen binnen kürzester Zeit weitere 15 Prozent nach vorn. Ein Sperrdifferenzial an der Hinterachse steigert die Dynamik weiter. Sollte ein Rad einer Achse durchdrehen, bremst es die elektronische Differenzialsperre EDS ab.

 

Fahrwerk: Lustvolles Kurvenfahren

Das serienmäßige Fahrwerk mit Anleihen aus dem Motorsport soll im Alltag einen guten Komfort bieten. Alternativ ist ein dezidiert straffes Sportfahrwerk zu haben. Eine weitere Option ist die adaptive Dämpfung „Audi Magnetic Ride“. Das System nutzt Magnetfelder in den Öldruck-Stoßdämpfern, um deren Arbeitsweise binnen Millisekunden an den Anforderungen der Straße und am Stil des Fahrers auszurichten. Bei schneller Kurvenfahrt und beim Bremsen verringert das Steuergerät das Rollen und Nicken der Karosserie, indem es die Dämpfkräfte an den einzelnen Rädern gezielt erhöht.


Der Audi R8 Spyder 4.2 FSI quattro rollt auf 18-Zoll-Rädern. Die vorderen Reifen besitzen das Format 235/40, die hinteren die Dimension 285/35. Eine Reifendruckkontrollanzeige ist Serie. Auf Wunsch liefert Audi 19-Zöller in verschiedenen Designs - ein- und zweifarbig, hochglanzpoliert oder in Titanoptik.

Hinter den großen Rädern sitzen starke Bremsscheiben mit einem Durchmesser von 365 Millimetern vorne und 356 Millimetern hinten. Um die Hitze rasch abzuführen, sind sie innen belüftet, gelocht und in zwei Teilen aufgebaut. Schwarze 8-Kolben-Sättel packen die vorderen, 4-Kolben-Sättel die hinteren Scheiben an. Mit den 19-Zoll-Rädern gibt es optional gelochte Scheiben aus Kohlefaser-Keramik.


Der offene Hochleistungssportwagen besitzt ein speziell ausgelegtes Stabilisierungssystem. Per Tastendruck kann der Fahrer einen Sportmodus aktivieren, der beim Gasgeben am Ausgang der Kurve ein lustvolles und zugleich sicheres Übersteuern erlaubt. Für dynamische Einsätze kann der Fahrer das ESP samt der Antriebsschlupfregelung komplett abschalten.

Innenraum und Ausstattung: Eine Symbiose aus Luxus und Dynamik

Fahrer und Beifahrer jeder Größe sollen auf den Sportsitzen mit den ausgeprägten Wangen die ideale Position finden; das Multifunktions-Sportlederlenkrad verfügt über einen abgeflachten Kranz. Schlanke A-Säulen gewähren ein großes Blickfeld nach schräg vorn. Ein weiteres Plus im Alltag ist der Gepäckraum: 100 Liter passen unter die Fronthaube. Hinter den Sitzen befindet sich darüber hinaus eine Ablagebox mit drei Fächern.

 

Ein großer Bogen, der „Monoposto“, umläuft das Interieur. Die Bedienung ist klar und logisch strukturiert, die serienmäßige Klimaautomatik auf die Verhältnisse beim offenen Fahren abgestimmt. Das Fahrerinformationssystem integriert einen Laptimer zum Festhalten von Rundenzeiten. Primär hielt Audi den Innenraum zum größten Teil in sportlich-coolem Schwarz, während viele Bedienteile in Aluminiumoptik glänzen.


Zur Serienausstattung zählen die Sitzbezüge in Leder „Feinnappa“, Aluminium-Einstiegsleisten, die Radioanlage „Concert“ mit sieben Lautsprechern, „Xenon Plus“-Scheinwerfer, LED-Rückleuchten, eine Klimaautomatik, eine Alarmanlage, ein automatisches Verdeck, ein Überrollschutz und ein Windschott. Metalliclackierung und Sitzheizung sind ebenfalls Serie.

Auf Wunsch liefert Audi feine Extras, wie zum Beispiel eine elektrische Sitzeinstellung, ein Innenlichtpaket, einen Berganfahrassistenten, eine Geschwindigkeitsregelanlage, die Komfortklimaautomatik, ein Ablagepaket und den Fernlichtassistenten. Serienmäßig besitzen die Ledersitzbezüge eine Farbpigmentierung, die den Infrarot-Anteil im Sonnenlicht reflektiert und die Aufheizung stark reduziert.


Auf dem Feld Multimedia stehen ein Soundsystem von Bang & Olufsen mit 465 Watt Leistung, das „Audi Music Interface“ zur komfortablen Einbindung eines externen Players und eine Bluetooth-Handyvorbereitung zur Wahl. Das „Navigationssystem plus“ zeichnet sich durch seine MMI-Bedienlogik (MMI = Multi Media Interface) und einen hochauflösenden 6.5-Zoll-Bildschirm aus; es lässt sich mit einer Rückfahrkamera kombinieren.

Als attraktives Feature erweist sich das Gurtmikrofon für die Freisprechanlage und das Sprachdialogsystem, mit dem man auch bei geöffnetem Verdeck auf der Autobahn telefonieren kann. Beide Gurtbänder bergen je drei kleine, flache Mikrofone; mindestens eines von ihnen befindet sich bei angelegtem Gurt in der idealen Position zum Sprecher. Ein viertes Mikrofon sitzt am Frontscheibenrahmen.

Ausgeprägte Individualisten haben die Möglichkeit, unter einer Fülle exklusiver Optionen zu wählen. Erwähnt seien die Lederbezüge in verschiedensten Farben, Pedale in Aluminium-Optik, Carbon-Pakete für das Exterieur, Dekoreinlagen in Carbon und schwarzem Klavierlack-Look, der Dachhimmel und die Gepäckraumauskleidung in Alcantara sowie ein maßgeschneidertes Koffer-Set.

3 Kommentare > Kommentar schreiben

02.07.2010

Da stellen sich mir mehrere Fragen 1. Warum hat der V8, wie der V10 zwei dicke Endrohre 2. Warum hat der Sypder V8 10 PS mehr?

02.07.2010

[QUOTE=VirusM54B30;103171]Da stellen sich mir mehrere Fragen 1. Warum hat der V8, wie der V10 zwei dicke Endrohre 2. Warum hat der Sypder V8 10 PS mehr?[/QUOTE] Zu 1: So wie es aussieht, scheint es einfach keine Bilder zum V8 Spyder zu geben, ich vermute nämlich, dass das einfach der V10 auf den Bildern ist und ich meine auch im Drehzahlmesser auf dem einen Bild ein kleines V10 zu erkennen. ;) Zu 2: Keine Ahnung, aber gibt schlimmeres als 10 PS mehr.^^ Das es einen kleiner motorisierten R8 Spyder geben wird, hatte ich schon vermutet und ich denke auch, dass das eine ganz passable Entscheidung ist auch mit einem V8 offen zu fahren.

02.07.2010

Nun hat der Spyder auch einen kleinen Bruder ;) R8 Spyder fahren macht ohne Ende Spaß... Vor allem wie die Passanten etc alle gucken:evil: ( Fotos siehe Audi Sightings:träller: )


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