BMW i8 Concept Spyder: Der offene Hybrid-Sportwagen im Detail

, 01.04.2012


Für ein noch intensiveres Fahrerlebnis seines neuen Hybrid-Sportwagens zeigt BMW den i8 Concept als offene Variante. Die Kombination aus Benzinmotor und Elektro-Antrieb verhilft dem BMW i8 Concept Spyder zu einem hohen Leistungspotential, das mit minimalen Verbrauchswerten einhergeht. Einer starken Performance gegenüber steht ein Verbrauch von nur 3 Litern pro 100 Kilometer. Bereits 2014 soll die Serienversion des geschlossenen BMW i8 Concept auf dem Markt durchstarten und 2015 der Spyder folgen.


Jüngste Interpretation der BMW i Designsprache

Der als Zweisitzer konzipierte BMW i8 Concept Spyder verkörpert eine Synthese aus Technik sowie Ästhetik und lässt bereits im Stand puren Fahrspaß erahnen. Erreicht wird der Eindruck sportlicher Dynamik durch großflächige Karosseriebereiche, einen gedrungenen Stand und zahlreiche aerodynamische Elemente wie Anlaufflächen, Abrisskanten, Air Curtains und Aeroflaps. Diese Maßnahmen reduzieren den cW-Wert deutlich und steigern neben der Effizienz auch die Reichweite des Hybrid-Fahrzeugs.

Im Vergleich zur Coupé-Variante BMW i8 Concept weist der 4,480 Meter lange, 1,922 Meter breite und 1,208 Meter hohe BMW i8 Concept Spyder einen leicht verkürzten Radstand von 2,650 Metern sowie eine geringere Gesamtlänge auf. Die kompakten Dimensionen lassen den Sportwagen bereits im Stand dynamisch wirken.

In der Frontansicht kommt die sportliche Dynamik des offenen Zweisitzers besonders gut zur Geltung. Als prägendes Element erweisen sich die Scheinwerfer mit zukunftweisender Laser-Lichttechnik, die U-förmig angeordnet sind. Vorn in der flachen Motorhaube setzt ein leicht transparentes „V“ an, das sich in Richtung Windschutzscheibe öffnet und den Blick auf den Elektroantrieb freigibt. Eine auf dem Scheibenrahmen angebrachte Spoilerlippe leitet den Fahrtwind über die Köpfe der Passagiere hinweg. Für Fahrten bei unbeständigem Wetter ist zudem ein zweiteiliges Klappdach vorgesehen.

Kurze Überhänge vorn und hinten sowie die flache Silhouette prägen den BMW i8 Concept Spyder in der Seitenansicht und unterstreichen den athletischen Charakter. Die nach vorn über die Achse der A-Säule hin sich öffnenden Schwenktüren verleihen dem BMW i8 Concept Spyder eine zusätzliche emotionale Note. Unterhalb der Türen bildet der Schweller eine starke Keilform, die sich zum Heck hin öffnet.


Analog zur Front baut das Heck recht flach. Eine transparente Abdeckhaube gibt den Blick auf zwei eingeklappte Elektro-Kickboards frei. Die Freizeitgeräte im BMW i Design eignen sich zum entspannten Cruisen auf Promenaden, Wegen sowie Plätzen und unterstreichen das Motiv individueller Mobilität. Ein wuchtiger Heckdiffusor, dreidimensional gestaltete Luftaustrittsöffnungen und die U-förmigen Heckleuchten lassen den BMW i8 Concept Spyder besonders breit wirken und betonen den sportlichen Anspruch des Fahrzeugs.

Zukunftsweisend: LifeDrive-Architektur in Modulbauweise

Wie das Coupé, setzt auch der BMW i8 Concept Spyder auf die LifeDrive-Architektur, die aus getrennten, unabhängigen funktionalen Einheiten besteht. Dabei bildet das Life-Modul aus Carbon die sehr leichte Fahrgastzelle, während die überwiegend aus Aluminium-Komponenten gefertigten Drive-Module alle fahrrelevanten Funktionen, inklusive Antrieb, Fahrwerk und Sicherheitsstruktur, übernehmen. Das Konzept mit umfangreich eingesetzten Hightech-Materialien sorgt für ein niedriges Gewicht, eine strukturelle Festigkeit und Crash-Sicherheit.

Dank des intelligenten Leichtbaus mit innovativen Werkstoffen konnten die Macher das unvermeidbare Mehrgewicht des leistungsstarken Hybrid-Antriebs vollständig kompensieren. Das Fahrzeug wiegt nur 1.680 Kilogramm. Zudem ist die LifeDrive-Architektur gezielt auf den Sportwagen-Charakter des BMW i8 Concept Spyder ausgelegt: Vorder- und Hinterachsmodul sind durch einen Energiekiel verbunden, in dem sich die Hybrid-Batterie befindet. Auf diese Weise konnte BMW einen niedrigen Schwerpunkt und eine ideale Balance erzielen.

Plug-in-Hybrid: Dynamik und Effizienz perfekt kombiniert

Wie das Coupé, ist der BMW i8 Concept Spyder mit eDrive ebenfalls ein Plug-in-Hybrid, der zwei unterschiedliche Antriebsquellen kombiniert und die spezifischen Vorteile von Elektro- und Verbrennungsmotor optimal einsetzt. Im ausgeklügelten Zusammenspiel der Komponenten entwickelt der Hybrid-Antrieb höchste Dynamik bei maximaler Effizienz. Mit anderen Worten: Der offene Zweisitzer entwickelt die Performance eines echten Sportwagens und realisiert die Verbrauchswerte eines Kleinwagens.

 

Während auf der Vorderachse ein 96 kW/131 PS starker Elektromotor arbeitet, wird die Hinterachse von einem aufgeladenen Dreizylinder-Benziner mit 164 kW/223 PS angetrieben. Beide Aggregate sind Eigenentwicklungen von BMW und stellen zusammen eine Systemleistung von 260 kW/354 PS und ein maximales Drehmoment von 550 Nm zur Verfügung. Damit beschleunigt der BMW i8 Concept Spyder in 5 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit liegt - elektronisch abgeregelt - bei 250 km/h. Trotz dieser Leistungsdaten begnügt sich der Zweisitzer im europäischen Testzyklus mit einem Durchschnittsverbrauch von lediglich 3 Litern auf 100 Kilometern.


Seine Energie bezieht der Elektromotor von einer Lithium-Ionen-Batterie, die sich an jeder Haushaltssteckdose in weniger als zwei Stunden vollständig aufladen lässt. Mit vollem Energiespeicher ist der BMW i8 Concept Spyder in der Lage, bis zu 30 Kilometer rein elektrisch zurückzulegen. Mithin tritt der E-Motor keinesfalls als Hilfsantrieb auf, sondern fungiert als gleichwertiger Antrieb neben dem Benziner. Bei Bedarf erzeugt ein an den Verbrennungsmotor angekoppelter Hochvoltgenerator ebenfalls Strom, den die Hybrid-Batterie speichert. Diese Funktion dient zur Reichweitenerhöhung während der Fahrt und steigert den Aktionsradius des Zweisitzers zwischen zwei Ladestationen.

Eine weitere Besonderheit des BMW i8 Concept Spyder: Wahlweise können die Vorder- oder Hinterräder oder alle vier Räder gleichzeitig angetrieben werden. Eine intelligente Steuerungselektronik sorgt dafür, dass in jeder Situation die optimale Antriebskonfiguration verfügbar ist.

Auf trockener Fahrbahn steht dem Fahrer so beispielsweise beim Beschleunigen die maximale Traktion über alle vier Räder zur Verfügung und ermöglicht mehr Fahrdynamik und Fahrfreude bis in den Grenzbereich. Auch im Winter profitiert der Fahrer von den beiden unabhängig angetriebenen Achsen: Die vier intelligent angetriebenen Räder erhöhen die Sicherheit auf glatten Straßen; darüber hinaus ist ein Festfahren im Winter nahezu ausgeschlossen.

Der jeweilige Fahrmodus und die Aktivität der beiden Antriebsquellen werden dem Fahrer über das große Informationsdisplay im Cockpit angezeigt. Zusätzlich sorgen die elektronischen Systeme für höchste Rekuperationswerte beim Bremsen oder im Schiebebetrieb. Auf diese Weise lassen sich jederzeit maximale Fahrdynamik, höchste Fahrstabilität und minimale Verbrauchs- und Emissionswerte kombinieren.


Funktionale Ästhetik: Layering im Innenraum

Den Innenraum des BMW i8 Concept Spyder prägen drei Ebenen, die unterschiedliche Funktionalitäten sichtbar machen. Wie im Bereich der Karosserie zählt auch hier das Ineinandergreifen von Flächen und Linien zu den typischen Merkmalen des Designs. Die äußere Ebene unterstreicht die Trägerstruktur, während der innere Layer die Komfortebene mit Sitzflächen und Ablagemöglichkeiten bildet. Das Cockpit weist schließlich eine dritte Ebene auf. Dieser Technik-Layer verbindet Instrumententafel, Lenksäule und Lenkrad mit dem Kombiinstrument, dem zentralen Informationsdisplay und den Bedienelementen.

Als besonders augenfällig erweisen sich die ausgeprägte Fahrerorientierung des Cockpits und die tiefe Sitzposition, die den sportlichen Anspruch des offenen Zweisitzers zusätzlich unterstreichen. Die dreidimensionale, hochauflösende Darstellung aller fahrrelevanten Informationen erfolgt über einen 8,8 Zoll (22,4 Zentimeter) großen Bildschirm.

Akzente setzt zudem das Farb- und Materialkonzept. Den Innenraum des Spyders bestimmt ein Material-Mix aus Kunststoff, Carbon und Leder, wobei das gebrochene Weiß der äußeren Ebene und der kräftige Orange-Farbton der natürlich gegerbten Naturhaut eine kontrastreiche, sportliche Atmosphäre erzeugen. Auch Cockpit und Mittelkonsole zeigen sich gegenüber dem Coupé leicht modifiziert.

Connectivity: Vernetzung mobiler Lebenswelten

BMW i steht für eine Mobilität, die sich an den Bedürfnissen der Zukunft und ihrer Nutzer orientiert. Daher verlangen die BMW i-Fahrzeuge nach einer neuen Generation von Fahrerassistenz-Systemen, die sowohl die Sicherheit als auch den Komfort deutlich erhöhen. Beispielsweise sorgen der kamerabasierte „vorausschauende“ Auffahrwarner sowie Park- und Stauassistenten für eine sichere und entspannte Fahrt.

 

Daneben entwickelt BMW i neue Connectivity-Funktionen, die eine nahtlose Anbindung der Fahrzeuge an die individuelle Lebenswelt des Kunden ermöglichen. Über ein Smartphone zugängliche Remote-Funktionen erleichtern etwa das Auffinden des Fahrzeugs auf großen Parkflächen (CarFinder), zeigen Ladestationen in der Nähe, erlauben das Laden des Energiespeichers zu voreingestellten Zeiten und informieren über den aktuellen Status des Fahrzeugs.


Außerdem besitzt der Fahrer die Möglichkeit, den Energiespeicher und den Innenraum rechtzeitig vor Fahrtbeginn auf die optimale Betriebstemperatur zu bringen. Über die „Last Mile Navigation“ gelangt der Fahrer vom Parkplatz ohne Umweg zum Museumseingang oder ins Restaurant, da die entsprechende Zielführung direkt auf sein Smartphone übertragen wird. Die „Intermodale Routenplanung“ verknüpft das Fahrzeug mit dem öffentlichen Personennahverkehr und berücksichtigt dabei sogar die Parkraumsituation vor Ort.

Interface-Design für intelligente Mobilität

Im BMW i8 Concept Spyder stellen zwei große Displays die Schnittstelle zwischen Fahrzeug, Außenwelt und Passagieren dar. Neben dem Kombiinstrument hinter dem Lenkrad liefert das zentrale Informations-Display alle relevanten Informationen und unterstützt den Fahrer bei der Nutzung von Connectivity-Anwendungen. Ein weiteres drittes Display visualisiert den Betriebszustand der Klimaautomatik. Sämtliche Anzeigen erscheinen dreidimensional.

Das Kombiinstrument stellt fahrrelevante Daten in Form zweier veränderlicher Ellipsen dar. Neben der digitalen Geschwindigkeitsanzeige kann der Fahrer anhand einer Effizienzanzeige ablesen, ob und wie viel Energie er momentan verbraucht oder durch Rekuperation zurückgewinnt. Zudem findet er im Display ergänzende Navigationshinweise sowie Angaben zur elektrischen Reichweite, zur Reichweite des Verbrennungsmotors und zur Gesamtreichweite des Fahrzeugs.

Wechselt der Fahrer in den energiesparenden „Eco Pro“-Modus, erscheinen die Display-Anzeigen in Blau, um den geänderten Funktionsumfang zu visualisieren. Auch die Ellipsen variieren nun ihre Form. Entsprechendes gilt für den „Sport“-Modus, der dem Fahrer durch ein emotionales Orange angezeigt wird. Neben der farblichen Veränderung liefern die Anzeigen, je nach Fahrmodus, maßgeschneiderte Informationen, die den jeweiligen Fahrerwunsch optimal unterstützen.


Einen wesentlichen Beitrag zur intelligenten Mobilität leistet das zentrale Informations-Display im BMW i8 Concept Spyder, das den aktuellen Betriebszustand des Hybrid-Systems visualisiert, die Menü- und Routenführung übernimmt und über Connectivity-Funktionen den Zugang zu den Lebenswelten außerhalb des Fahrzeugs schafft. So wird der Fahrer stets über den jeweiligen Einsatz von Verbrennungs- und Elektromotor informiert und kann den Energiefluss innerhalb des Systems mitverfolgen.

Vorausschauende Analyse der Fahrsituation

Damit der Hybrid-Antrieb mit maximaler Effizienz arbeiten kann, ist die Leistungselektronik mit intelligenten Navigations- und Verkehrsleitsystemen vernetzt. Auf diese Weise fließen Informationen zum Streckenprofil, zu etwaigen Tempolimits und unausweichlichen Verkehrsstaus in die Berechnungen des Energie-Managements ein, um die Betriebsstrategie des Hybrid-Systems entsprechend anzupassen.

Eine vorausschauende Aufladung der Hybrid-Batterie bewirkt beispielsweise, dass der BMW i8 Concept Spyder eine vor ihm liegende Staustrecke rein elektrisch und damit emissionsfrei zurücklegen kann. Hilfreiche Anzeigen wie die Verbrauchshistorie erlauben darüber hinaus interessante Rückblicke auf vergangene Fahrten und helfen dabei, den individuellen Fahrstil zu optimieren.

Immer perfekt vorbereitet dank Kalender-Synchronisierung

Die intelligenten Connectivity-Funktionen eröffnen weitere praktische Möglichkeiten, um den BMW i8 Concept Spyder für seine Aufgaben zu konditionieren. Ein Beispiel dafür ist die automatische Kalender-Synchronisierung mit dem Smartphone des Fahrers. Das System registriert bevorstehende Termine und stellt nach Verbindung mit einer Steckdose sicher, dass der Energiespeicher über Nacht gefüllt wird. Das Fahrzeug steht somit am nächsten Morgen mit einer vollständig geladenen Batterie bereit.

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