Mercedes SLR McLaren Stirling Moss: Das Vollblut in extremer Form

, 20.12.2008

Mercedes-Benz und McLaren krönen die Modellfamilie ihrer SLR-Supersportwagen zum Abschluss mit einem kompromisslosen Automobil: dem SLR Stirling Moss. Weder Dach, noch Windschutzscheibe trennen Fahrer und Beifahrer von der Natur; sie genießen Hochgeschwindigkeitsfaszination pur mit allen Attributen eines 650 PS starken und 350 km/h schnellen Speedsters, um den Mythos des legendären Mercedes-Benz 300 SLR neu zu interpretieren.



Mercedes-Benz SLR MCLaren Stirling Moss

In den 1950er Jahren fuhr der Mercedes-Benz 300 SLR Sieg um Sieg ein. Der Sportler gewann die Mille Miglia, das Eifelrennen, die Targa Florio ebenso wie die Tourist Trophy. Pilotiert wurde der 300 SLR von den Volant-Meistern dieser Zeit: Juan Manuel Fangio, Karl Kling und allen voran, dem britischen Rennfahrer Stirling Moss. Bis heute hält Moss mit 10 Stunden, 7 Minuten und 48 Sekunden den Mille Miglia-Rekord. Aus diesem Grund trägt auch die moderne Neuauflage des legendären SLR den Namenszusatz „Stirling Moss“.

Der neue Mercedes-Benz SLR McLaren Stirling Moss besitzt einen V8-Kompressormotor mit 650 PS, der den Supersportwagen in weniger als 3,5 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h beschleunigt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 350 km/h. Damit ermöglicht das automobile Vollblut eine einzigartige Open-Air-Erfahrung und Fahrspaß für alle Sinne.



Mercedes-Benz 300 SLR

Wer dieses auf 75 Exemplare limitierte Fahrzeuge sein Eigen nennen möchte, muss jedoch 750.000 Euro zahlen. Bereits im Mai 2009 wird die Produktion der aktuellen SLR-Familie eingestellt. Lediglich den Stirling Moss bauen die Macher von Juni bis Dezember 2009 noch mit von 1 bis 75 durchnummeriertem Fahrgestell.

Faszinierendes Design als Reminiszenz an die SLR-Rennsportfahrzeuge

Ganz der 300 SLR-Vorgabe folgend, ist der neue Silberpfeil puristisch ausgestattet - unter Verzicht auf Seitenscheiben und Dach. Vor dem Fahrtwind schützen den Fahrer und den Beifahrer lediglich zwei wenige Zentimeter hohe Windabweiser. Zwei in die Karosserie integrierte Hutzen dienen als Überrollbügel. Mit diesem extremen Konzept unterscheidet sich der neue SLR Stirling Moss auch optisch von anderen Fahrzeugen, die zur Klasse der Elite-Sportwagen gehören.

Der SLR Stirling Moss, dessen gesamte Karosserie aus Carbon besteht, ist formal eigenständig. Die stark gepfeilte Gestalt prägen eine langgestreckte Motorhaube und ein kompaktes, muskulöses Heck. Da keine Scheiben vorhanden sind, gehen Exterieur und Interieur fließend ineinander über. So reicht die Motorhaube optisch von ihrer markanten Spitze bis in den Innenraum und lässt auf diese Weise den Fahrzeugkörper betont gestreckt wirken.

 

Weitere markante Merkmale stellen zwei Hutzen hinter Fahrer und Beifahrer dar, die zusätzliche Überrollbügel tragen und ebenfalls Tradition und Moderne vereinen. Die Kotflügel sind kraftvoll konturiert. Facettenartig eingelegte, schwarz lackierte Lüftungsgitter an den Seiten und auf der Motorhaube zitieren ebenfalls den Mythos.



Mercedes-Benz SLR MCLaren Stirling Moss

Wie beim historischen Vorbild, ligen auch beim neuen SLR Stirling Moss die seitlichen Schweller sehr hoch. Deswegen entschieden sich die Konstrukteure für Flügeltüren, die nach vorn öffnen. Schließen lässt sich der Mercedes-Benz SLR McLaren Stirling Moss durch zwei Abdeckungen aus Carbon - die sogenannten Tonneau-Cover - die im Kofferraum mitgeführt werden.

Ausgefeiltes Aerodynamikkonzept mit durchdachter Technik

Für die technische Basis mit aufwändiger Carbon-Bauweise, Hochleistungsfahrwerk und kernigem V8-Motor konnten die Macher beim SLR Stirling Moss auf die beim SLR Coupé und Roadster erzielten Erfahrungen zurückgreifen. Mit den anderen Mitgliedern der SLR-Familie vereint den Stirling Moss das Aerodynamikkonzept mit einem geschlossenen Unterboden und einem Diffusor im Heckstoßfänger für größtmöglichen Abtrieb an der Hinterachse. Allerdings fällt der Diffusor hier wesentlich größer aus als bei Coupé und Roadster.



Mercedes-Benz SLR MCLaren Stirling Moss

Der SLR Stirling Moss generiert durch die akribische Detailarbeit im Windkanal stets genug Abtrieb für ein sehr sicheres Fahrverhalten. Jedoch kann der Fahrer manuell die so genannte Airbrake aufstellen, um - etwa für besonders sportliches Fahren - den Anpressdruck weiter zu erhöhen. Zudem richtet sich die Airbrake beim starken Bremsen oberhalb von 120 km/h auf, um den Wagen dabei noch weiter zu stabilisieren und maximale Verzögerung zu ermöglichen.

Puristische Hochwertigkeit im Innenraum

Dem puristischen Exterieur des Fahrzeugs entsprechend, reduzierte man das Interieur auf das Wesentliche. Einander durchdringende Flächen in Instrumententafel und Türen sorgen für ein spannendes Ambiente und vermitteln Perfektionismus. Wertvolle, authentische Materialien, wie zum Beispiel Carbon, Aluminium und hochwertiges Leder, bestimmen den Stil im Interieur. Eine Aluminiumtafel trägt darüber hinaus die eingravierte Signatur von Stirling Moss und bedeckt den Bereich um den Schalthebel.

5 Kommentare > Kommentar schreiben

20.12.2008

Was soll man davon halten? Irgendwie strahlt dieser Wagen eine unglaubliche Faszination aus, aber das hat wohl wenig mit dem Design zu tun. Keine Frage, Mercedes hat sich mal was getraut und das finde ich bewundernswert. Mit der Front kann ich mich noch anfreunden, aber dieses Heck ist eine Zumutung. Erinnert mich irgendwie an das "Concept Facination". Insgesamt bin ich aber gnädig und daher "Daumen hoch".

23.12.2008

Eigentlich ganz gut gelungen. Man hat das Design des Originals verfolgt, man kann es durchaus erkennen. Der kompromisslose Sportler ist es nicht grad, 750.000 Euro sind auch nicht wenig. Der Sammler, der es sich leisten will. Ich hab auch Spaß mit einem Caterham, der geht genauso ab bis 100, erst recht getunt. Sounkulisse passt auch. O.K, man kann diese Autos nicht miteinander vergleichen. Aber hätte ich das Geld, wären es mir die 700.000 Euro Unterschied nicht wert. Aber trotzdem ein schönes Auto, keine Frage.

23.12.2008

Jetzt gibts auch ein Video:

23.12.2008

Find den schon recht gelungen, vorallem da schon über 20 fixe Bestellungen vorliegen! :bigpray:

07.01.2009

Grad erst das Video gesehen. Der Wagen weckt ganz verschiedene Gefühle. Daher schreib ich den Kommentar jetzt zum gefühlten 1000mal(löschen-neu schreibe, lösche-neu schreiben...) Das Konzept finde ich toll, die Linien sind sehr Spannend und auch die Idee einen reinen Sportwagen zu bauen ist toll. Da fängt bei mir aber das Zweifeln an, wie kann ich einen puristischen Sportwagen mit Automatik (mir wurscht das es Hebel am Lenkrad gibt) bauen. Ich liebe diese Schaltung und grade der SLR war ein Perfektionist dieser Technik. In ihm hat die Schaltung auch gut gepasst, schließlich ist der SLR ein Supercar mit Mercedesgenen welche man auf langen Strecken zu schätzen weiß(denk ich zumindest :D) Hier haben wir aber ein Auto ohne Dach...welches an eine Rennlegende erinnert...da mit solcher Technik zu arbeiten ist meiner Meinung nach falsch. Vielleicht versteh ich das Konzept nicht und ich bin nicht verwundert wenn ich total fasziniert bin von dem Wagen, aber zur Zeit gefällt mir das Konzept noch nicht wirklich.


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