Panoz Abruzzi Spirit of Le Mans: Ein Raubinsekt auf Beutetour

, 12.06.2010

Der exklusive Sportwagenhersteller Panoz aus den USA schlägt auf extravagante Weise mit dem Abruzzi ein neues Kapitel auf und zeigt das charaktervolle Modell der Öffentlichkeit erstmals im Rahmen des legendären 24-Stunden-Rennens von Le Mans (12.06.2010 - 13.06.2010). Der über 600 PS starke Abruzzi trägt zu Recht den Beinamen „Spirit of Le Mans“; denn Panoz ist im Motorsport groß geworden und rief unter anderem im Jahre 1999 die bekannte American Le Mans Series (ALMS) ins Leben. Ziel war es, die europäischen Langstreckenrennen für Sportwagen nach Amerika zu holen.


Sieht man den Panoz Abruzzi Spirit of Le Mans zum ersten Mal, sollte es nur einen Fahrer geben: Batman. Beim Abruzzi ließ sich Panoz von den Zeiten inspirieren als die Fahre mit dem Sportwagen selbst nach Le Mans fuhren, dann 24 Stunden im Rennbetrieb über die Piste und anschließend wieder nach Hause.

Optisch versprüht der Panoz Abruzzi jede Menge Nostalgie durch kräftige Rundungen und lange hintere Kotflügel mit senkrecht verlaufenden Rücklichtern. Bizarr wirkt der Sportwagen wiederum mit seinen scharfen Finnen an Front und Heck. Dazu kommen eine lange Motorhaube und eine runde Fahrerkabine, deren Linien fließend in das Heck übergehen.


Eine auf seine Art faszinierende Ausdrucksstärke erhält der Abruzzi durch immens große Luftöffnungen an der Front, die von zwei senkrecht verlaufenden, in die Kotflügel integrierten Scheinwerfereinheiten flankiert werden. Batman ist ein Fledermausmann, doch dieses Auto wirkt wie ein angriffslustiges Raubinsekt, das seine Gegner verschlingen möchte.

Nur 81 Exemplare des Panoz Abruzzi wollen die US-Amerikaner bauen - entsprechend der Anzahl der 24-Stunden-Rennen von Le Mans zwischen dem Beginn im Jahre 1923 und dem Wettkampf des Jahres 2013. Den skurrilen Bezug auf 2013, ein Rennen in der Zukunft, gaben die US-Amerikaner nicht bekannt. Panoz konnte 2006 sogar selbst mit dem Esperante GTLM das 24-Stunden-Rennen von Le Mans in der GT2-Klasse gewinnen.

 

Die 1989 gegründete Sportwagen-Schmiede von Panoz schuf mit dem neuen Abruzzi Spirit of Le Mans einen echten, polarisierenden Hingucker. Mit den technischen Daten hält sich Panoz noch sehr bedeckt: 600 hp / 608 PS und ein maximales Drehmoment von 800 Nm soll das Triebwerk - vermutlich ein V8-Motor - generieren. Fahrleistungen? Ein Geheimnis.


Eine technische Raffinesse verrät Panoz allerdings: Bei der sogenannten Trifectacooling-Technologie handelt es sich um ein neues Kühlsystem, das sowohl die Temperatur der zum Kühler strömenden als auch aus dem Kühler entweichenden Luft reduzieren kann, um die Effizienz und Power des Motors zu verbessern. Möglich wird dies durch zwei zusätzliche Kühlaggregate, die den normalen Kühler ergänzen.

Eine weitere Innovation stellt die markante Außenhülle des handgebauten Panoz Abruzzi Spirit of Le Mans dar. Carbon? Viel zu schwer. Panoz nutzt ein recyclebares, energieabsorbierendes Matrixsystem (REAMAS - Recyclable Energy Absorbing Matrix System), das leichter als Carbon und dazu sogar bruchfest ist, was der Sicherheit zugute kommt.


Exklusiver könnte die Übergabe an die künftigen Kunden nicht ausfallen; denn der Panoz Abruzzi wird dazu extra nach Le Mans in Frankreich transportiert und dem zahlungskräftigen Besitzer (den Preis gab Panoz nicht bekannt) am berühmten „Circuit de la Sarthe“ übergeben, um den „Spirit von Le Mans“ richtig einzufangen. Jedes einzelne Modell ist einem 24-Stunden-Rennen von Le Mans gewidmet. Sogar die Chassis-Nummer enthält unter anderem das Datum des Rennens als auch die Initialen des Gewinners.

Darüber hinaus erhalten die Käufer ein Fahrtraining auf dem „Bugatti Circuit“ von Le Mans mit einem Profirennfahrer sowie eine VIP-Einladung zum 24-Stunden-Rennen von Le Mans, wo sie mit ihrem Panoz Abruzzi - wenn sie denn möchten - an der Parade auf der 13,6 Kilometer langen Rennstrecke teilnehmen können. Im Clubhaus von Arnage klingt der Tag aus, wo ein Aufeinandertreffen mit noch lebenden Gewinnern von Le Mans arrangiert wird, wie z. B. Jacky Ickx und Derek Bell.

1 Kommentar > Kommentar schreiben

14.06.2010

Äußerlich nicht ganz mein Geschmack, zumindest was die Front betrifft. Das Heck ist alerdings, wie ich finde, sehr gut gelungen. Während mir auf dem ersten Bild (schräg von vorne) die Proportionen nicht gefallen, so gefallen sie mir auf dem zweiten Bild (schräg von hinten) deutlich besser. Die Felgen sehen auch sehr stimmig aus. Vorne gefallen mir die Scheinwerfer, wie auch die ganze Frontpartie nicht. Noch dazu fehlt mir ein Firmenemblem. Von hinten wie von oben gefällt er mir, wie gesagt, sehr gut. Die Übergabe geht ja wohl nicht exklusiver, wird wohl aber ihren Preis haben, ebenso wie das Auto an sich. Die Idee dahinter gefällt mir aber. (Spirit of Le Mans und alles was dazu gehört). Stellt sich mir nur noch eine Frage, diese 2013. Finde ich sehr interessant. Ich denke man sollte darüber nicht einfach hinweg lesen. Vielleicht kommt da ein neues Modell, im Motorsport oder für die Straße. Oder Panoz steigt aus, vielleicht auch irgendeine Revolution. Sehr spannend.


Jetzt bewerten

Zum Bewerten musst Du registriert und eingeloggt sein.

Weitere Panoz-News
Speed Heads - Sportwagen- und Auto-Magazin

Das Auto und Sportwagen Magazin mit täglich aktualisierten Auto News, Motorsport News, Auto Tests, Sportwagen Berichten und der streng geheimen Auto Zukunft. Speed Heads ist die Community für echte Auto-Fans und informiert im Sportwagen Magazin über Neuigkeiten aus der Welt der schnellen Autos.

  • emotiondrive Logo
  • Torpedo Run Logo
  • Motorsport Total Logo
  • autoaid Logo