Dauertest-Abschluss Skoda Octavia Combi 4x4 FSI

, 24.08.2007


Der Skoda Octavia - über 40.000 Zulassungen allein in diesem Jahr machen aus dem geräumigen Tschechen ein Erfolgsmodell. Aus dem deutschen Straßenbild ist er längst nicht mehr wegzudenken. Vor allem das konkurrenzlose Preis-Leistungsverhältnis lockt die Kunden, dazu VW-Technik und gute Verarbeitung. So gesehen ist der Skoda Octavia der ideale Dauertestkandidat.

Der Skoda Octavia - über 40.000 Zulassungen allein in diesem Jahr machen aus dem geräumigen Tschechen ein Erfolgsmodell. Aus dem deutschen Straßenbild ist er längst nicht mehr wegzudenken. Vor allem das konkurrenzlose Preis-Leistungsverhältnis lockt die Kunden, dazu VW-Technik und gute Verarbeitung. So gesehen ist der Skoda Octavia der ideale Dauertestkandidat.
Wir bestellten bei Skoda den Octavia 2.0 FSI mit Allradantrieb, Kostenpunkt 24,190 Euro. Die erste Ausfahrt unseres neuen Familienmitglieds führt zum Testzentrum des ADAC. Hier checken Experten zunächst einmal die Leistung des Tschechen. 150 PS soll er laut Fahrzeugschein leisten, der Test ergibt sogar 4 PS mehr. Uns soll es Recht sein, als zukünftiges Produktionsfahrzeug muss sich der Octavia vor allem als Packesel beweisen.

Winter 2005, der Octavia schließt schnell Freundschaft mit der Redaktion, bei Regen, Schnee und Matsch kommt er nicht aus dem Tritt, verliert nie die Straße unter den Rädern, Allrad sei Dank. Mit seinem um 23 Millimeter höher gelegten Fahrwerk kann das Team auch mal abseits befahrener Strassen Stellung beziehen. 580 Liter Kofferraumvolumen stehen zur Verfügung, bei umgeklappter Rückbank 1.620 Liter. Somit ist genügend Platz für Filmequipment vorhanden. Zu fünft wird es allerdings eng auf den hinteren Plätzen.

[strong]Durstiger Lastesel[/strong]

Unser Dauertester ist auch im Einsatz als Zugfahrzeug bei Caravaning TV, seine maximale Anhängelast beträgt 1.500 Kilogramm. Damit ist der 2.0 FSI-Motor leider überfordert, das geringe Drehmoment von 200 Newtonmetern liegt erst bei Drehzahlen ab 3.500 Umdrehungen an, deshalb verbraucht der Tscheche über 16 Liter beim Zugwagentest. Doch von der Verarbeitung im Innenraum und der Variabilität ist unser Caravanredakteur Stefan Peine überzeugt. Die - von VW bekannte - gute Verarbeitung und Übersichtlichkeit der Armaturen kommen auch im Skoda zum Tragen.

Wir leisteten uns unter anderem eine Klimaautomatik für 390 Euro, ein Glasschiebedach für 790 Euro, Lederausstattung für 2000 Euro und Xenon-Scheinwerfer für 790 Euro. Extras im Wert von über 6000 Euro machen aus dem braven und unspektakulären Arbeitstier eine ansehnliche und komfortable Limousine. Vor allem die bequemen Ledersitze bekommen von uns das Prädikat ,,langstreckentauglich". Die Lenkung ist präzise, könnte dem Fahrer jedoch mehr Feedback geben. Das Kurvenverhalten ist bei sportlicher Fahrweise leicht schwammig, doch das serienmäßige ESP zeigt notfalls, wo es langgeht.

Kreuz und quer durch Deutschland führt unser Dauertest, da ist Orientierung gefragt. Das Navi lässt einen dabei manchmal im Stich, kennt Straßen nicht und nervt durch unerklärliche Abstürze.

[strong]Die Haldexkupplung macht Ärger[/strong]

48.075 Testkilometer kommen am Ende zusammen, davon ein Großteil auf der Autobahn. Und hier liegt auch die große Schwäche des Motors in Verbindung mit dem Allradantrieb. Bei Vollgasfahrten schießt der Verbrauch jenseits der 15-Liter-Marke. Der Testverbrauch nach zwölf Monaten beträgt stolze 12,3 Liter - Super Plus, versteht sich. Für ein Nutzfahrzeug dieser Klasse eindeutig zuviel. Ärger machte uns auch die eingebaute Haldexkupplung, bei Kilometerstand 21.290 musste der Wagen in die Werkstatt, die gesamte Kupplung und das Getriebe wurden ausgetauscht, Dauer der Aktion: Drei Werktage, Kostenpunkt 1.690 Euro, allerdings auf Garantie. Zwei Wochen später das gleiche Dilemma, doch diesmal wird der Octavia sofort ins heimische Werk nach Tschechien überführt. Dazu passt auch eine Rückrufaktion vom Juli 2006, welche die Haldexkupplung betrifft.

Die letzte Dienstfahrt des Octavia 2.0 FSI 4x4 führt natürlich zum ADAC-Prüfzentrum. Eventuelle Verschleißerscheinungen werden hier gnadenlos aufgedeckt. Mit 154 PS steht er weiterhin gut im Saft, auch Stoßdämpfer und Bremsen sind okay.

Der praktische Tscheche erzielt beim Motorvision-Dauertest ein gutes Testergebnis. Ausschlaggebend sind der Preis und die solide Verarbeitung. Wir empfehlen, auf den durstigen FSI-Motor zu verzichten und in den Diesel einzusteigen.

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