Dicke Brummer: Hummer H3 vs. Toyota FJ Cruiser

, 24.08.2007


Der Hummer H3, das Riesenbaby der Hummerfamilie, gilt als Platzhirsch unter Allrad-Fans und Schickeria zugleich. Seine Stärken sind der wuchtige Auftritt, die ordentliche Verarbeitung und der kräftige Fünfzylinder-Motor mit 225 PS.

[strong]USA oder Japan?[/strong]

Das alles gibt's je nach Importeur für relativ kleines Geld: Ab 36.000 Euro wird das Offroadmonster in Deutschland angeboten. Nun bekommt der kleine Hummer ernsthafte Konkurrenz. Ab 33.000 Euro steht der taufrische Toyota FJ Cruiser beim Importeur ihres Vertrauens. Seine Pluspunkte: Coole Retro-Optik, ein bulliger 4 Liter-V6 mit 239 PS und die für einen Offroader sensationellen Fahrleistungen. In unter 9 Sekunden sprintet der zwei Tonnen schwere Koloss auf Tempo 100, erst bei 178 km/h regelt der Toyota automatisch ab. Und zwar so, als würde man gegen eine unsichtbare Wand fahren. Ganz klar, in punkto Topspeed ginge noch weitaus mehr. Eine klare Kampfansage an den Hummer.

[strong]Duell der Offroad-Giganten[/strong]

Trotz des Leergewichts von knapp zwei Tonnen durchpflügt der FJ Cruiser schweres Gelände äußerst gelassen. Kein Wunder, steckt unter der schicken Hülle doch die bewährte Technik des aktuellen Land Cruisers. Offroaden kinderleicht. Mit einem Rampenwinkel von 34 Grad nimmt der Toyota steile Auffahrten problemlos, dank 22 Zentimetern Bodenfreiheit kraxelt er wie Reinhold Messner höchstpersönlich. Permanenten Vierradantrieb gibt's beim FJ Cruiser nur in Kombination mit Handschaltung, unser Automatiktestwagen verfügt über ein zuschaltbares Allradsystem. Doch die Automatik ist keine schlechte Wahl, denn das Schaltgetriebe ist recht hakelig. Kommt der Cruiser trotz Untersetzung ins Stocken, hilft die optionale Hinterachssperre.

Im Gelände ist der Japaner nur schwer zu stoppen. Der Neuling legt die Messlatte hoch, kann der Hummer da mithalten? Dank elektronisch gesteuertem, permanentem Allradsystem macht der Hummer offroad schon im Normalbetrieb eine gute Figur. Wird es brenzlig, hilft die per Knopfdruck aktivierbare Untersetzung. Unser Testwagen verfügt leider nicht über das optionale Sperrdifferential. Zum happigen Aufpreis von 1000 Euro könnte der H3 mit ihm Steigungen von bis zu sechzig Prozent bewältigen. Die Bodenfreiheit von 23 Zentimetern ist ausreichend, um selbst größere Hindernisse einfach zu überrollen. Bei Abfahrten hilft das intelligente Bremssystem, das den Bremsdruck an die Bodenverhältnisse anpasst. Die Gasdruckstoßdämpfer stecken zwar viel weg, im Vergleich zum Toyota wirkt der Hummer in rauem Gelände aber etwas unkomfortabler.

[strong]Hummer zum Frühstück[/strong]

Unser Fazit: Der FJ Cruiser geht mit knappem Vorsprung vor dem Platzhirsch Hummer über die Ziellinie. Der H3 punktet zwar mit Offroad-Fähigkeiten und Prestigefaktor, kassiert aber Minuspunkte für schwache Fahrleistungen, den etwas höheren Preis und die komplett unübersichtliche Karosserie. Trotz des geringeren Preises ist der FJ Cruiser sowohl off- als auch onroad das agilere Fahrzeug. Negativ fallen nur der happige Verbrauch und der billig wirkende Innenraum ins Gewicht. Ein klarer Sieg für den Retro-Neuling, denn gerade auf asphaltierten Straßen, isst der FJ Cruiser den Hummer zum Frühstück.

Den ausführlichen Beitrag: Vergleich Hummer H3 und Toyota FJ Cruiser sehen Sie in der aktuellen Folge von Motorvision # 153 - am 26.07. - 20:15 Uhr im DSF

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