Skoda Octavia Combi RS 230 Test: Starkes Stück für den Extra-Biss

, 10.11.2015


Was dem Skoda Octavia Combi RS 230 noch fehlt, ist die aus dem VW Golf GT und Seat Leon Cupra 290 bekannte adaptive Fahrwerksregelung DCC, die das Fahrwerk binnen Millisekunden den aktuellen Bedingungen anpasst. Hier ist nur noch ein wenig Geduld gefragt: Die adaptive Fahrwerksregelung DCC wird im Laufe des Jahres 2016 für die gesamte Octavia-Modellbaureihe erhältlich sein.

Innenraum: Noch sportlicher - die exklusiven Details des Octavia RS 230

Ohne Kompromisse wird der Skoda Octavia Combi RS 230 im Innenraum sowohl sportlichen Ansprüchen als auch Komfortwünschen gerecht. Das Interieur prägt eine schwarze Ausstattung, die rote Akzente in besonderer Weise aufwertet. Schwarz glänzende Dekorelemente zieren darüber hinaus die Türverkleidungen, das Lenkrad und die Mittelkonsole.

Speziell ausgeformte, elektrisch einstellbare RS-Sportsitze geben Fahrer und Beifahrer bei schnellen Kurvenfahrten einen stabilen Seitenhalt. Die Sitzbezüge führten die Macher in schwarzem Leder mit roten Ziernähten aus. Am Übergang zur Kopfstütze sorgt derweil ein roter, geschwungener Streifen für eine spezifische Note. Dieser Streifen ziert ebenfalls die lederbezogenen Sitze im Fond. Auf den Kopfstützen der Vordersitze stickt Skoda das spezifische Octavia RS-Logo ein.

Der Skoda Octavia Combi RS 230 erhält darüber hinaus ein Dreispeichen-Sport-Multifunktionslenkrad, das durch eine Ummantelung mit schwarzem Leder und roten Ziernähten besticht. Den Schalthebelknauf und den Handbremsengriff fasste Skoda ebenfalls in schwarzem Leder mit roten Ziernähten ein. Außerdem serienmäßig an Bord: ein Laptimer zum Messen der Rundenzeiten.

Bei dem im Testwagen verbauten Radio-Navigationssystem „Columbus“ mit WLAN-Hotspot sorgt ein 8 Zoll beziehungsweise 20,3 Zentimeter großer Touchscreen für hohen Bedienkomfort. Das System besitzt für ausgewählte Städte sogar eine 3D-City-Darstellung. Neben MP3 und WMA unterstützt das System Video- und Bildformate. Dank SmartLink lässt sich das Fahrzeug außerdem mit dem Smartphone vernetzen. Mithilfe von SmartLink werden alle kompatiblen Apps auf den Touchscreen gespiegelt und lassen sich verwenden, sofern sie für die Nutzung in Fahrzeugen zertifiziert sind.

Den positiven Eindruck unterstreichen Softtouch-Oberflächen, Dekorleisten und Chromelemente. Im nicht direkt sichtbaren Bereich, wie zum Beispiel am unteren Teil des Armaturenbrettes und an Bereichen der Türverkleidungen, gelangt allerdings Hartplastik zum Einsatz, was jedoch gut verarbeitet ist. Überhaupt besticht der Octavia durch ein übersichtliches Cockpit. Alles lässt sich einfach verstehen.

Einmal Platz genommen, fasziniert das immense Raumgefühl. Eine Person mit knapp 2,00 Metern Größe findet vorne in puncto Bein- und Kopffreiheit viel Platz vor. Langen Fahrten im Octavia können sogar großgewachsene Menschen auf den Rücksitzen gelassen entgegensehen. Im Fond wird es erst ab ca. 1,95 Meter eng.

Kofferraum: Sportlicher Stil mit Praxistauglichkeit

Die dynamische Gestaltung des Skoda Octavia Combi RS 230 und die großzügigen Platzverhältnisse für die Insassen gehen nicht zu Lasten des Kofferraums. Im Gegenteil: Das Kofferraum-Volumen bietet 610 Liter. Klappt man die Rücksitzbank um, erhöht sich das Ladevolumen des Combis auf stolze 1.740 Liter.

Die Ladekante befindet sich in einer angenehmen Höhe. Jedoch besteht die Notwendigkeit, das Gepäck und anderes Ladegut über eine hohe Stufe zu hieven. Um die Stufe beim Beladen zu vermeiden, empfiehlt sich der Kauf des variabel einstellbaren doppelten Ladebodens. Mit Hilfe dieses beweglichen Zwischenbodens und der ebenfalls enthaltenen Multifunktionsablage ist es möglich, den Kofferraum in verschiedene Höhen und darüber hinaus unterschiedliche Bereiche einzuteilen.

Wer mit seiner Familie unterwegs ist, weiß darüber Ablagefächer für die zahlreichen Mitbringsel sehr zu schätzen. Ein Universalhalter für externe Multimediageräte im Cupholder der Mittelkonsole schafft Platz für Mobiltelefon oder iPod. Kein Mangel herrscht zudem an Flaschenhaltern. Bis zu 8 Flaschen lassen sich in eigens dafür vorgesehenen Haltern unterbringen. Je eine 1.5-Liter-Flasche in beiden Vordertüren, zwei 0.5-Liter-Flaschen in der Mittelkonsole vorne, je eine 0.5-Liter-Flasche in den beiden Hintertüren und optional zwei 0.5-Liter-Flaschen in der heruntergeklappten mittleren Armlehne hinten.

Assistenz-Systeme: Nicht nur schnell, auch möglichst sicher zum Ziel

Auf Wunsch stehen diverse Assistenzsysteme zur Verfügung. Der „Adaptive Cruise Assistant“ hält den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug ein, während der „Intelligent Light Assistant“ das automatische Zu- und Abschalten des Fernlichts ermöglicht. Der Parklenkassistent hilft beim Ein- und Ausparken. Die Verkehrszeichenerkennung zeigt außerdem Verkehrsschilder an. Ebenfalls erhältlich: das automatische Schließ- und Startsystem „KESSY“.

Zu den aktiven Sicherheitssystemen des Skoda Octavia Combi RS 230 zählen der „Front Assistant“ mit einer Notbremsfunktion, der Spurhalteassistent „Lane Assistant“, die serienmäßige Multikollisionsbremse mit automatischem Bremseingriff bei Unfall, der „Crew Protect Assistant“ zur Absicherung des Fahrzeugs in Unfallsituationen oder die Müdigkeitserkennung „Driver Activity Assistant“.

Fazit:

Der Skoda Octavia Combi RS 230 bietet eine hohe Alltagstauglichkeit, ist aber dennoch hochdynamisch. Der bekannte Rennfahrer Hans-Joachim „Strietzel“ Stuck, den wir trafen, hätte es nicht besser erläutern können. Für Stuck stellt der Skoda Octavia Combi RS 230 ein ideales Kombinationsfahrzeug dar: Man kann zum einen die Familie dabei haben, setzt die Mutter in der Stadt und die Kinder in der Schule ab. Wenn der Fahrer alleine unterwegs ist, kann dieser den „Sport“-Modus aktivieren und die ganzen sportiven Eigenschaften des Fahrzeugs nutzen, gepaart mit ordentlichen Bremsen und einem dynamischen Look. Genau das zeichnet den Spaß am Skoda Octavia Combi RS 230 aus.

Der herkömmliche Skoda Octavia Combi RS mit 220 PS steht ab 31.150 Euro in der Preisliste, der neue Skoda Octavia Combi RS 230 mit 34.150 Euro. Das sind 3.000 Euro Unterschied. Aber in dieser Differenz stecken unter anderem die Vorderachs-Quersperre, die neue Sportabgasanlage, die 19 Zoll großen „Xtreme“-Felgen, das schwarze Design-Paket, die elektrischen Sportsitze mit Memory-Funktion und die Fahrprofilauswahl mit Soundgenerator. Das alles zu einem Aufpreis von 3.000 Euro stellt eine attraktive Wahl für den Skoda Octavia Combi RS 230 dar - vom geschärften Fahrspaß ganz zu schweigen.


Technische Daten Skoda Octavia Combi RS 230:

Antriebsart: Frontantrieb
Hubraum Vierzylinder-Motor: 1.984 cm³
Leistung: 169 kW/230 PS bei 4.700-6.200 U/min
Drehmoment: 350 Nm bei 1.500-4.600 U/min
Getriebeart: 6-Gang-Handschaltgetriebe
Vmax: 247 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 6,8 Sekunden
Leergewicht: 1.467 Kilogramm
Durchschnittsverbrauch: 6,2 l/100 km
CO2-Emission: 142 g/km
Preis: ab 34.150 EUR

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