Subaru Forester 2.0XT 2013 Test: Endlich wieder ein Turbo

, 05.04.2013


Im „Intelligent“-Modus zeigt der Forester eine verbrauchsbewusste Gangart. Der „Sport“-Modus hingegen schärft die Leistungsentfaltung des Motors, während das aufgeladene Triebwerk im „Sport Sharp“-Modus direkt auf Gaspedalbewegungen reagiert und noch schneller seine Leistung entfaltet. Im „Sport Sharp“-Modus steht dem Fahrer sogar ein simuliertes, den Fahrspaß steigerndes 8-Gang-Automatik-Getriebe zur Verfügung, das heißt, das Lineartronic-Getriebe fährt die Übersetzungen nicht mehr stufenlos an, sondern schaltet durch acht definierte Übersetzungen. Dabei hat der Fahrer sogar die Wahl, über Schaltwippen am Lenkrad das Fahrgefühl weiter zu steigern.

Abhängig von der individuellen und im Falle einer zurückhaltenden Fahrweise, begnügt sich der Forester 2.0XT, so Subaru, im Durchschnitt mit 8,5 Litern pro 100 Kilometer, was einem CO2-Ausstoß von 197 g/km entspricht. Das kraftstoffsparende „Stop & Go“-System, das den Motor beim Anhalten abschaltet und wieder einschaltet, sobald der Fahrer den Fuß von der Bremse nimmt, ist für den Turbo noch nicht erhältlich.

Gelände: Nur die Harten kommen in den Garten

Wenn etliche selbsternannte Lifestyle-SUV im richtigen Gelände mit Frontantrieb und geringer Bodenfreiheit nicht mehr vorankommen oder sich erst gar nicht trauen, fährt der Subaru Forester mit einer erstaunlichen Ruhe munter weiter - seien es steile Hänge, tiefe Mulden im Wald, rutschiger Untergrund wie Matsch und Schnee. Sogar Bäder im Matsch liebt dieser SUV. Der Forester 2.0XT ist trotz seiner dynamischeren Ausrichtung genauso geländegängig wie die anderen Modellvarianten. Für den Offroad-Test und zum Einsauen stellte uns Subaru allerdings den ebenfalls allradangetriebenen und geländetechnisch gleich ausgestatteten Forester 2.0X mit 150 PS zur Verfügung.

Die Böschungswinkel von 25 Grad an der Front und 26 Grad am Heck ermöglichen in Verbindung mit den kurzen Überhängen An- und Abfahrten an steilen Hängen. Auch der Rampenwinkel, der die Bodenfreiheit zwischen den Achsen bestimmt, ist mit 22 Grad üppig bemessen, während die Bodenfreiheit 22 Zentimeter beträgt. Zum Vergleich: Die Mercedes G-Klasse, eine anerkannte Offroad-Ikone, besitzt eine Bodenfreiheit von 21 Zentimetern sowie Böschungswinkel von 36 Grad vorn und 27 Grad hinten.

Überzeugend zeigt sich im Subaru Forester der neue X-Mode, ein Allrad-Assistenzsystem, das in Verbindung mit dem Lineartronic-Getriebe erhältlich ist und mit nur einem einzigen Knopfdruck das Motormanagement, den Allradantrieb und das Stabilitätssystem miteinander verknüpft und darüber hinaus einen Bergabfahrassistenten enthält. Der X-Mode ist für das Fahren im unteren Geschwindigkeitsbereich ausgerichtet und unterstützt den Allradantrieb über den Eingriff der Bremsen und des Motormanagements, um den Forester sicher über schlechte und rutschige Fahrbahnen zu führen. Der X-Mode arbeitet bis zu einer Geschwindigkeit von unter 40 km/h und schaltet sich darüber selbsttätig aus. Den Betriebsmodus des Allradsystems zeigt das Multifunktionsdisplay übersichtlich an.

Der Forester fühlt sich im Matsch und im Gelände wohl. Besonders gut gefiel uns beim X-Mode der integrierte Bergabfahrassistent, mit dem sich äußerst abschüssige Gefälle einfach, sicher und geradezu komfortabel bewältigen lassen. Steil ragt vor uns ein Berg auf. Mit viel Schwung geht es hinauf. An der Bergspitze angekommen, lässt sich die Bergabpassage aus dem Cockpit nicht einsehen, während der Blick über das Land bis zum Horizont überwältigend ist. Doch wir sind nicht hier, um die Landschaft zu genießen, sondern die vor uns liegende längere Strecke mit 100 Prozent Gefälle.

Mit dem Forester fällt die Steilstrecke komfortabel und sicher aus: Der eingeschaltete X-Mode aktiviert unterhalb von 20 km/h den Bergabfahrassistenten und stabilisiert automatisch das Tempo auf den Wert, den der Forester nach dem letzten Bremsen oder Gasgeben erreichte. Kontrolliert rollt der Forester das starke Gefälle hinab, ohne dass der Fahrer zu bremsen braucht und sich ausschließlich auf das Lenken konzentrieren kann.

Interieur: Das neue Plus an Komfort

Ist bei anderen SUVs erst einmal Kletterarbeit angesagt, um die höheren Sitze zu erreichen, gelingt dies beim neuen Forester einfach dank der großen Türen und der in den hinteren Türöffnungen integrierten Stufe mit einem rutschfesten Belag. Da können selbst Kinder oder ältere Insassen galant den Forester entern. Als praktisch erweist sich ebenfalls das „Keyless Access“-System, bei dem der Schlüssel in der Hosentasche ruhen darf, um über einen Berührungssensor die Türen zu öffnen und zu schließen sowie den Motor per Knopfdruck zu starten.

Hat der Fahrer Platz genommen, fällt der gute Rundumblick positiv auf, insbesondere durch die große Windschutzscheibe und die Seitenscheiben. Nüchtern und ohne großen Schnickschnack zeigt sich das Interieur, wobei Ledersitze, angenehme Softtouch-Oberflächen auf dem Armaturenbrett und eine Aluminium-Pedalerie stilvolle Akzente setzen. Der sichtbare, aber dennoch gut verarbeitete und sicherlich auch pflegeleichte Plastikanteil im großzügigen Innenraum könnte in der Topversion allerdings etwas geringer ausfallen.

Durch das höhen- und längsverstellbare sowie den elektrisch 8-fach verstellbaren Fahrersitz lässt sich schnell die ideale Sitzposition finden. Wie bereits skizziert, könnten die durchaus bequemen Sitze mehr Halt bieten. Auf den Rücksitzen fehlen die Halt bietenden Konturen fast gänzlich. Dennoch: Die Platzverhältnisse ermöglichen auch im Fond eine angenehme Langstreckentauglichkeit.

Über das Multifunktions-Lederlenkrad ist es möglich, komfortabel das Audio-System, die Freisprechanlage, die Geschwindigkeitsregelanlage und das übersichtlich im oberen Bereich der Mittelkonsole integrierte Multifunktions-Display des Bordcomputers zu bedienen, das alle wichtigen Fahrzeugdaten bereithält. Ebenfalls an Bord befinden sich serienmäßig beheizbare Vordersitze, elektrisch anklapp- und beheizbare Außenspiegel, eine 2-Zonen-Klimaautomatik und ein elektrisches Panorama-Glasschiebedach, das bei Bedarf viel Licht in den Innenraum hinein lässt.

Lesen Sie hier weiter:

Seite 2 von 3 1 2 3

1 Kommentar > Kommentar schreiben

10.04.2013


Jetzt bewerten

Zum Bewerten musst Du registriert und eingeloggt sein.

Weitere Subaru-Testberichte

Subaru gelang der Spagat zwischen Alltagstauglichkeit und Sportwagen perfekt.

Subaru BRZ Test - Der japanische Boxer mit der …

Der 4,24 Meter kurze und 1,78 Meter schmale Japaner bringt die aus einem 2,0 Liter großen Vierzylinder-Boxermotor generierten 200 PS über die Hinterachse auf den Asphalt. Dank eines Leergewichtes von nur …

Speed Heads - Sportwagen- und Auto-Magazin

Das Auto und Sportwagen Magazin mit täglich aktualisierten Auto News, Motorsport News, Auto Tests, Sportwagen Berichten und der streng geheimen Auto Zukunft. Speed Heads ist die Community für echte Auto-Fans und informiert im Sportwagen Magazin über Neuigkeiten aus der Welt der schnellen Autos.

  • emotiondrive Logo
  • Torpedo Run Logo
  • Motorsport Total Logo