Subaru Forester 2.0XT 2013 Test: Endlich wieder ein Turbo

, 05.04.2013


Auf dem Weg zu neuen Zielen, sei es im Großstadtdschungel oder fernab der Heimat, unterstützt den Fahrer des Forester 2.0XT Platinum ohne Aufpreis ein leider etwas langsam arbeitendes Navigationssystem mit Spracherkennung. Für den Kunden mitgedacht: Beim Multimedia-Gerät entschied sich Subaru für eine SD-Card-Basis, der neue Kartensoftware auf diesem Weg sehr einfach nachladen kann. Bei der Ankunft erleichtert das Display für die Rückfahrkamera das Einparken.

Sound: Wenn der Wald lebendig wird

Auf den satten Sound brauchen die Insassen im Subaru 2.0XT Platinum nicht zu verzichten. Im Wald könnte die 440 Watt starke Soundanlage das Wild erschrecken und verjagen, für die urbanen Kunden hingegen eröffnet sich ein guter Soundgenuss mit der serienmäßigen Audioanlage des HiFi-Spezialisten Harman/Kardon. Möchte jemand seine Lieblingsmusik im Auto nicht missen, bietet das Audio-System im Fahrzeug den Anschluss von mobilen Audiogeräten über einen AUX IN- oder USB-Anschluss.

Viel Stauraum: Der Traum aller Familien

Wer Kinder hat, weiß Ablagen sehr zu schätzen. Im Forester ist das Angebot so groß, dass man Gegenstände darin durchaus verlieren kann. Die Fächer in den vorderen und hinteren Türen sind groß genug, um sogar ein Notebook unterzubringen. Darüber hinaus besitzen die Fächer in den Türen Aussparungen für 0,5 Liter große Flaschen. Schön wäre es, künftig auch größere Flaschen an dieser Stelle unterbringen zu können. Weiterhin befinden sich zwei Becherhalter in der Mittelkonsole, die ein sehr großes Staufach bereithält. Dazu kommen zahlreiche weitere Ablagen für kleinere Gegenstände und Getränkehalter im Fond.

Nicht nur Familien benötigen Platz für Gepäck und clevere Lösungen für den Kofferraum, auch Freizeitsportler möchten Wakeboards oder Mountainbikes im Auto mitnehmen. So wuchs der Gepäckraum des Foresters um 55 Liter auf jetzt insgesamt 505 Liter. Bei der einfach über einen Schalter im Laderaum umgelegten Rücksitzbank vergrößert sich das Ladevolumen auf 1007 Liter, bei dachhoher Beladung sogar auf bis zu 1577 Liter. Ideal wäre es, wenn bei umgeklappten Rücksitzen eine komplett ebene Ladefläche entstehen würde.

Doch Raum ist nicht alles: Beim Be- und Entladen hat man in der Regel bereits die Hände voll, so dass die elektrisch per Knopfdruck sich öffnende und schließende Heckklappe einem etwas Arbeit abnimmt. Die Bedienung erfolgt wahlweise über einen Knopf am Fahrzeugschlüssel, an der Heckklappe oder im Armaturenbrett. Tolles Feature, aber leider bewegt sich die Heckklappe automatisch nur recht langsam.

Eine niedrige Ladekante erweist sich als ebenso vorteilhaft wie die 1,100 Meter breite Ladeöffnung, um Gegenstände zu verstauen. An der Innenseite der Heckklappe brachte Subaru sogar einen Haken an, um beispielsweise einen Neoprenanzug oder andere Gegenstände aufzuhängen. Verzurrösen im Gepäckraum würden den Forester allerdings noch weiter aufwerten.

Fazit:

Hier geht es nicht um Show. Dieser SUV im frischeren Look stellt nach wie vor einen echten Offroader dar, der in der neuen Turbo-Version Forester 2.0XT jetzt ebenfalls für Vergnügen auf der Straße sorgt und damit eine breitere Zielgruppe anspricht. Städter oder Freizeitsportler können darüber hinaus bei Bedarf mit Leichtigkeit in echtes Gelände vordringen und ihren SUV mit viel Leidenschaft einsauen. Und die klassische Kundschaft? Förster, Wald- und Wiesenarbeiter möchten sicherlich auch mal schneller unterwegs sein.

Das ausgefeilte Allrad-System sorgt nicht nur für Vorteile im Gelände, sondern ebenso für Sicherheit und Fahrspaß auf der Straße. Subaru wählte eine gute Nische: Statt sich auf einen reinen Geländewagen oder einen soften Lifestyle-SUV zu konzentrieren, entstand ein kerniger, ehrlicher Offroad-Mischling, der sich im Alltag und in der Stadt gleichermaßen zu behaupten weiß - und genau das macht den Forester interessant.

Subaru legt großes Vertrauen in die Qualität des ab 28.900 Euro erhältlichen Foresters und bietet für den SUV eine 5-Jahres-Garantie mit einer Laufleistung von 160.000 Kilometern samt europaweitem Mobilitätsschutz an. Beim renommierten Euro-NCAP-Crashtest konnte der neue Forester bereits die Höchstwertung von 5 Sternen erzielen. Elektronische Helferlein wie Spurhalte-Assistenten, Totwinkel- und Müdigkeitswarner sind im Forester nicht vorhanden. Aber braucht man diese wirklich in einem SUV wie dem Forester?

Der Forester stellte 2012 in Deutschland mit einem Anteil von 52,9 Prozent das wichtigste, zulassungsstärkste Modell von Subaru dar. Die neue Generation soll nun im Lifestyle-Segment zusätzliche Kunden erreichen. Daher setzt Subaru große Erwartungen in den neuen Forester und möchte 2013 noch mindestens 5.000 Einheiten verkaufen. 2012 stellte das bislang zweistärkste Forester-Jahr mit 5.004 Einheiten dar, nach 1999 mit 5.010 Exemplaren. Eine Hybrid-Version soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen.


Technische Daten Subaru Forester 2.0XT Platinum:

Antriebsart: Allradantrieb | Hubraum: 1.998 cm³ | Leistung: 177 kW/240 PS | Drehmoment: 350 Nm bei 2.400-3.600 U/min | Vmax: 221 km/h | Beschleunigung 0-100 km/h: 7,5 Sekunden | Durchschnittsverbrauch: 8,5 l/100 km | CO2-Emission: 197 g/km | Preis: 43.000 EUR

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10.04.2013


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