Volvo S80: Die Alternative?

, 23.08.2007


Der Volvo S80 will eine Alternative in der oberen Mittelklasse sein. Ob die zweite Generation des schwedischen Flaggschiffes das Zeug dazu hat, klärt der Motorvision-Fahrbericht.

Ohne Ecken und ohne Kanten greift die zweite S80-Generation die Mercedes E-Klasse und den Audi A6 an. Vollgestopft mit Sicherheits-Features und einem neuen R6- und V8-Motor sind die Schweden gut für den Kampf gerüstet. ,,Von der Natur" haben sich die Volvo-Designer die Linien und Formen für den neuen S80 abgeguckt. Motorvision hat mehr Ingolstädter Audi-Barock entdeckt. ,,Wie aus der Mucki-Bude", sagen die Volvo-Leute. ,,Rundgelutscht und austauschbar", sagt Motorvision. Schade eigentlich!

So sehr uns der Volvo S80 von außen an den Audi A6 erinnert, so sehr ähnelt er im Inneren der Mercedes E-Klasse. Das gilt auch für die gute Materialanmutung und Verarbeitung. Eigenständigkeit beweisen die Schweden mit der stylischen Mittelkonsole und den zahlreichen Knöpfen im Bang & Olufsen-Design. Für reichlich Platz in allen Reihen sorgen 2,84 Meter Radstand. Die 480 Liter Kofferraumvolumen lassen sich dank umlegbarer Sitzbank bequem auf fast zwei Meter Länge erweitern.

Wirklich neu im Volvo ist der adaptive Tempomat für 1.500 Euro. Dabei kontrolliert das Radar nicht nur den richtigen Abstand zwischen 30 und 180 km/h, sondern warnt den Fahrer auch vor einer Kollision und macht die Bremsen vorsorglich scharf. Und falls es doch mal krachen sollte, hilft die serienmäßige passive Sicherheit: dank quer eingebautem Motor, patentierter Karosseriestruktur und sechs Airbags. Angst vorm toten Wickel - kein Problem im S80. Für 900 Euro extra warnt das System den Fahrer vor dem Hinter- beziehungsweise Nebenmann.

Im S80 kommt erstmals ein gut gedämmter Reihen-Sechszylinder zum Einsatz. 238 PS und 320 Newtonmeter machen den 1,7-Tonner zumindest im oberen Drehzahlbereich Beine. In acht Sekunden geht's auf Hundert, Schluss ist bei Tempo 240.

Damit die Leistung auf die Straße kommt, gibt es elektronische Schutzengel in Serie und auf Wunsch Allradantrieb. Zusätzlich versüßt Volvo den S80-Alltag optional mit einem aktiven Fahrwerk. Je nach Lust und Laune kann der Fahrer aus drei unterschiedlichen Modi wählen. In der Advanced-Einstellung zeigt sich der S80 mit seiner straffen Abstimmung von der sportlichen Seite. Zum entspannten Cruisen sollte man besser den Comfort-Modus wählen. Dann bleiben auch die Beschwerden aus der sonst so gebeutelten zweiten Reihe aus. Und der Chef wird mit seiner 1.500 Euro-Investition für´s Fahrwerk mehr als zufrieden sein.

Wer auf amerikanischen Boller-Sound steht, kann erstmals im S80 einen V8-Motor mit 315 PS ordern. Bestseller wird wieder Volvos Allzweckwaffe D5 mit 163 oder 185 Diesel-PS werden. Ab 35.400 Euro geht es los. Günstige Versicherungsklassen und ein rundum Sorglos-Paket für drei Jahren machen aus dem Volvo S80 mehr als eine Alternative.

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