Ekström siegt in Zandvoort: "Verdammt lang her"

, 28.09.2014

Mattias Ekström feiert seinen ersten DTM-Sieg seit 1.092 Tagen: "Ich hatte das Gefühl, dass es ein guter Tag werden könnte"

Die Erleichterung im Lager von Audi ist nach dem Sieg von Mattias Eström in Zandvoort deutlich zu spüren. Seit über einem Jahr liefen die Ingolstädter einem Erfolg in der DTM hinterher, bis der Schwede endlich das gute Tempo des RS5 in einen Triumph umsetzen konnte. Für den Schweden war es der erste Erfolg seit 1.092 Tagen (Valencia 2011). "Ich habe seither zwar schon einmal die Ziellinie als Erster gesehen, aber habe den Pokal nicht behalten dürfen", spielt Ekström auf seinen verlorenen Sieg am Norisring 2013 an.

"Es ist wirklich verdammt lang her, dass ich einen großen Pokal halten durfte. Aber noch ist der Tag nicht zu Ende. Lasst uns lieber mal abwarten", scherzt Ekström. "Spaß beiseite: Es ist eine große Erleichterung. Wenn ein Team an Siege gewöhnt ist, aber plötzlich über einen langen Zeitraum nicht mehr gewinnt, dann entsteht ein gewisser Druck. Man kann jetzt sagen, dass heute Glück im Spiel war. Stimmt auch, aber man braucht immer etwas Glück, um siegen zu können."

Der Schwede war in einem durch vier Safety-Car-Phasen zerfahrenen Rennen auf Standardreifen gestartet und hatte sich im starken Schlussstint auf Options nach 32 Runden den bis dorthin führenden Marco Wittmann (BMW) schnappen können. "Ich war zu Beginn auf den Standards schneller als erwartet. Da hatte ich schon das Gefühl, dass es ein guter Tag sein könnte. Wie gut er dann wurde, das war da noch nicht zu ahnen." Die Safety-Cars spielten dem Schweden teils in die Karten.

In der Gesamtwertung liegt Ekström auf Rang zwei. Beim Saisonfinale will er diese Position gegen Christian Vietoris (Mercedes) und Audi-Kollege Edoardo Mortara verteidigen. "Wenn man ins Jahr geht, dann träumt man vom Titelgewinn. Es kann aber nur einen geben. Wenn man also nicht Meister werden kann, dann nimmt man Rang zwei am liebsten. Ich freue mich auf Hockenheim. Wir waren dort zum Saisonstart konkurrenzfähig. Ich hoffe, das wird auch in drei Wochen wieder der Fall sein."

"Wir sind erleichtert, dass wir endlich den Sieg geholt haben. Den haben wir uns wirklich verdient. Mattias und Edoardo waren nach dem Qualifying betraft worden. Heute haben sie gut zurückgeschlagen", freut sich Audi-DTM-Leiter Dieter Gass. "Ich hoffe, jetzt ist der Knoten geplatzt und wir wiederholen es in Hockenheim. Dann könnten wir vielleicht noch die Herstellerwertung holen. Da geben wir noch einmal Vollgas", so der Verantwortliche der Ingolstädter.

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