"Enttäuschend": Werner packt sich an die eigene Nase

, 09.11.2013

Der Schnitzer-Pilot macht eigene Fehler für die Misserfolge der abgelaufenen Saison verantwortlich, erkennt aber einen Aufwärtstrend in der Formkurve

Hockenheim im Mai, strahlender Sonnenschein: So mancher DTM-Fan traute seinen Augen kaum, als ein überglücklicher Dirk Werner als Zweitplatzierter auf das Podium kletterte, nachdem er sich von Starplatz 20 aus nach vorne gekämpft hatte. Hockenheim im Oktober, Regenwetter: Der gleiche BMW-Pilot sitzt weniger beseelt in der Hospitality und zieht ein ernüchterndes Saisonfazit: "Insgesamt bin ich enttäuscht. Ich habe mir mehr erhofft", erklärt Werner gegenüber 'Motorsport-Total.com'.

Der gebürtige Hannoveraner packt sich an die eigene Nase und räumt ein: "Es war so, dass ich es oft über das ganze Wochenende hinweg nicht selbst konstant umsetzen konnte." So blieb der Auftaktknüller im Badischen sein bestes Saisonresultat. Anschließend folgten in neun Rennen nur drei Punktergebnisse, über den achten Platz kam Werner nicht mehr hinaus. Am Ende steht Rang 13 in der Gesamtwertung zu Buche, was einen Rückschritt um vier Plätze im Vergleich zu 2012 bedeutet.

Es ehrt den 32-Jährigen, dass er sich selbstkritisch zeigt: "Beispiel Brands Hatch: In Q1 war ich Fünfter und in Q2 habe ich es dann nur auf den 16. Platz geschafft, selbst einen Fehler gemacht." Überhaupt gaben die Samstage selten Anlass zum Jubeln, nur ein Einzug ins Einzelzeitfahren der Top 4 gelang Werner - ausgerechnet wieder in Hockenheim, beim Finale. Hatte er sich vom Erfolg am Saisonstart täuschen lassen und zu hohe Erwartungen gehegt? Er winkt ab: "Nach den Leistungen in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres habe ich mir schon mehr erhofft."

Werner wollte nach eigener Aussage damals keinen Vorhersagecharakter in Hockenheim erkennen oder herauslesen: "Das erste Rennen war eine besondere Situation. Es war das erste mit Option-Reifen und es hat bei uns natürlich besonders gut gepasst. Wir haben es strategietechnisch gut umgesetzt." Die Gründe für die anschließenden Defizite seien vielfältig: "Zum Beispiel die Zusammenarbeit mit meinem neuen Ingenieur, die zum Ende hin viel besser geworden ist." 2014 soll sich das Gesamtpaket dann nochmals steigern, wenn Werner wieder in der DTM angreifen will.

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