Alonso respektiert seine Gegner: Der Mut der Kritiker

, 16.02.2011

Fernando Alonso hat viel Respekt vor seinen Haupt-Rivalen und weiß mit der Kritik aus dem Internet umzugehen.

Fernando Alonso gilt als Kämpfer und wie jeder gute Rennfahrer als gesunder Egoist, der prinzipiell einmal auf seinen eigenen Vorteil blickt. Oft wird das aber mit mangelndem Respekt verwechselt, denn Respekt vor seinen Kollegen hat der Spanier sehr wohl. Das zeigte sich nun wieder einmal, als er mit der spanischen Zeitung AS über seine Hauptrivalen sprach. So meinte er über Sebastian Vettel: "Sehr schnell und präzise. Wenn er in einem Rennen vorne liegt, ist er schwer zu stoppen." Mark Webber bezeichnete der Ferrari-Pilot als erfahren, ruhig und sehr konstant. "Es ist selten, dass er versagt."

In gleich respektvollem Ton ging es weiter, als er über Jenson Button sprach. Der hat nach Alonsos Meinung einen "tollen Instinkt für schwierige Rennen im Regen oder mit dem Safety Car. Das ist ein einzigartiges Talent." Dass er Michael Schumacher nach wie vor als stark einschätzt, hat Alonso diesen Winter schon gesagt, dennoch lobte er das Können des Rekordweltmeisters noch einmal. Er sei der Champion, alle respektieren ihn und er sei ein Fahrer, der immer für eine Überraschung gut ist, meinte der Spanier. Seinen Teamkollegen Felipe Massa schätzt Alonso ebenfalls stark ein. "Er ist sehr schnell, kennt das Team und ist hungrig nach Siegen."

Hamilton vielleicht der Schnellste

Beinahe das größte Lob bekam aber Alonsos ehemaliger Teamkollege Lewis Hamilton, mit dem er bei McLaren nicht unbedingt die angenehmste Saison verbrachte. "Er ist ein toller Fahrer und im Moment vielleicht der Schnellste in der Formel 1." Neben einer Bewertung seiner Konkurrenten musste sich Alonso aber auch der Frage stellen, ob er trotz seines Status als vielleicht bester aktueller Formel-1-Fahrer im Popularitäts-Ranking nicht etwas weit von der Spitze weg ist. Das sah er aber nicht so.

"Es sind rund 30.000 Leute hier [in Jerez]", meinte er. "Die Leute, die schlecht über mich reden, zittern und weinen, wenn sie ein Foto mit mir haben wollen. Es gibt einen Unterschied zwischen dem Mut, den die Leute haben, wenn sie etwas im Internet schreiben und wenn ich sehe, wie ich auf der ganzen Welt wahrgenommen werde. Ich denke außerdem, es ist einfacher zu schreiben, dass es so viele Leute gibt, die Anti-Alonso sind, als es zu schreiben ist, dass 30.000 Leute zum Test kamen, um mich zu sehen."

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