Erfolgreiche Schadensbegrenzung für Alonso

, 29.07.2012

Fernando Alonso erzielt mit Platz fünf in Ungarn mehr als er erwartet hatte und geht nun mit 42 Punkten Vorsprung in die Sommerpause

Kein Champagner zum Geburtstag: Nachdem Fernando Alonso bei den vergangen drei Rennen zwei Mal Erster und einmal Zweiter war, verpasste er heute, an seinem 31. Geburtstag, als Fünfter das Podium. Schon im Qualifying hatte sich gezeigt, dass der Ferrari auf dem Hungaroring nicht das schnellste Auto ist. Von Startplatz sechs aus fuhr der Spanier ein zurückhaltendes Rennen, bei dem er nie in der Lage war, die vor ihm fahrenden Piloten ernsthaft unter Druck zu setzen.

Schließlich überquerte er die Ziellinie als Fünfter und betrieb damit erfolgreiche Schadensbegrenzung. "Die Lotus waren schneller als wir, die Red Bull und die McLaren ebenfalls, und im Endeffekt bin ich Fünfter geworden. Das ist mehr als erwartet", sagt Alonso. Wer beim WM-Führenden mit Enttäuschung angesichts dieses Resultats gerechnet hatte, wurde von ihm eines besseren belehrt. "Nein, denn ich habe mehr erreicht, als das Auto eigentlich hergab."

"Meine wahre Position wäre Siebter gewesen, aber dank der Strategie wurde ich Fünfter. Webber und Button haben eine andere Strategie gewählt, was sich letztendlich für sie nicht ausgezahlt hat", analysiert der 31-Jährige die Drei-Stopp-Strategie seiner Konkurrenten. Die Taktik von Ferrari ging hingegen auf: "Es war eine gute Entscheidung des Teams, zwei Stopps zu machen. Dadurch konnten wir einige Punkte gewinnen."

Da sein erster Verfolger Mark Webber heute nur Achter wurde, baute Alonso seine Führung in der Gesamtwertung sogar noch aus. "In der Meisterschaft habe ich jetzt 42 Punkte Vorsprung. Wir gehen mit einem Punktevorsprung in die Sommerpause, davon sind wir auch ein wenig überrascht."

Kurz nach der Zieldurchfahrt hatte Alonso auch schon eine Erklärung für die Schwäche der Ferrari in Ungarn parat: "Wir treten bei der Weiterentwicklung ein wenig auf der Stelle", erklärt der Spanier. "Von den Updates, die wir an den Freitagen testeten, haben in den vergangenen Wochen nur wenige das Auto verbessert. Wir benötigen mehr Zeit, um die Teile zu studieren und weiterzuentwickeln."

"Es hat also nichts mit der Charakteristik der Strecke zu tun. Die Weiterentwicklungen der anderen Teams, allen voran McLaren, sind momentan einfach besser", muss der Spanier zugeben. Nach der Sommerpause will Ferrari jedoch wieder den Anschluss an die Spitze schaffen: "Für die nächsten Rennen haben wir gute Ideen und bereiten einige Dinge vor. Darauf setzen wir große Hoffnungen."

Jetzt kommentieren
Jetzt bewerten

Zum Bewerten musst Du registriert und eingeloggt sein.

Weitere Formel 1-News

Sebastian Vettel war in der Schlussphase der schnellste Pilot in Ungarn

Red-Bull-Strategie: Wer öfter stoppt ist länger schnell

Als die Positionen beim Ungarn-Grand-Prix am Sonntag bereits bezogen schienen, überraschten Red Bull und Sebastian Vettel mit einem dritten Boxenstopp. "Wir waren nicht sicher, ob unsere Reifen bis zum …

Lewis Hamilton war an diesem Wochenende unschlagbar

Hamilton: "Schön, mit einem Sieg in die Pause zu gehen"

Schnellster am Freitag, Schnellster am Samstag, Sieger am Sonntag: Lewis Hamilton erlebte in Ungarn ein perfektes Rennwochenende. Im Interview erklärt er, wie er dem Druck der Lotus-Piloten standhielt …

Lewis Hamilton jubelt über seinen zweiten Saisonsieg

McLaren: Hamiltons Sieg macht Lust auf den WM-Titel

Lewis Hamilton musste beim Großen Preis von Ungarn auf dem Hungaroring zwar alles geben, doch schlussendlich hatte die Konkurrenz gegen den McLaren-Piloten keine Chance. Während sich der Brite den …

Ein rabenschwarzer Sonntag: Für Michael Schumacher lief in Ungarn alles schief

FIA löst auf: Falschparker Schumacher war Abbruchgrund

Sieben Mal war er Weltmeister - aber wo die 17. Startposition ist, weiß Michael Schumacher auch nach 297 Grand-Prix-Starts und 17 Formel-1-Rennen auf dem Hungaroring nicht. Wie die FIA am frühen …

Gesenkten Hauptes: Timo Glock hat aktuell nicht viel Grund zu guter Laune

Glock redet Klartext: "Das ist der Tiefpunkt"

Timo Glock erlebt 2012 ein Seuchenjahr. Beim Großen Preis von Ungarn rollte der Odenwälder nur rund eine halbe Sekunde vor dem HRT von Pedro de la Rosa ins Ziel, nachdem er zuvor drei Mal …

AUCH INTERESSANT
Traumstraße Amalfitana: Die besten Hotspots der Amalfiküste

AUTO-SPECIAL

Traumstraße Amalfitana: Die besten Hotspots der Amalfiküste

100 Meter über dem Meer, sensationell in die Steilküste gesprengt und dazu spektakuläre Ausblicke: die Amalfitana in Italien gehört mit ihren zahlreichen Kurven, den schroffen Felsen zwischen der …


Formel1.de

TOP ARTIKEL
MGS6 EV Test: Chinas neuer Herausforderer im SUV-Segment
MGS6 EV Test: Chinas neuer Herausforderer im …
Mazda CX-5 2026 Test: Warum dieser SUV jetzt anders tickt
Mazda CX-5 2026 Test: Warum dieser SUV jetzt …
BYD Zhengzhou Test Track: Der ultimative Auto-Erlebnispark
BYD Zhengzhou Test Track: Der ultimative …
News-Abo
Jeden Morgen kostenlos per E-Mail:
Aktuelle Artikel
BMW X5 2027: Der große Check - Alle Daten und Preise
BMW X5 2027: Der große Check - Alle Daten und …
Nach dem Unfall: Diese Fehler sollten Autofahrer vermeiden
Nach dem Unfall: Diese Fehler sollten Autofahrer …
BMW iX3 und Alexa+: Wenn das Auto plötzlich mitdenkt
BMW iX3 und Alexa+: Wenn das Auto plötzlich …
MGS6 EV Test: Chinas neuer Herausforderer im SUV-Segment
MGS6 EV Test: Chinas neuer Herausforderer im …
Fangchengbao Formula X: Denza fordert Ferrari heraus
Fangchengbao Formula X: Denza fordert Ferrari …


Speed Heads - Sportwagen- und Auto-Magazin

Das Auto und Sportwagen Magazin mit täglich aktualisierten Auto News, Motorsport News, Auto Tests, Sportwagen Berichten und der streng geheimen Auto Zukunft. Speed Heads ist die Community für echte Auto-Fans und informiert im Sportwagen Magazin über Neuigkeiten aus der Welt der schnellen Autos.

  • emotiondrive Logo
  • Motorsport Total Logo