Audi: Die digitale Revolution im Automobil

, 08.01.2011


Audi arbeitet mit Hochdruck an Elektronik-Systemen für die automobile Welt von morgen: Auf der Consumer Electronics Show (CES), die vom 6. bis 9. Januar 2011 in Las Vegas/USA stattfindet, zündet die Marke mit den vier Ringen ein Feuerwerk neuer Ideen. Der weit gespannte Bogen umfasst dabei Infotainment ebenso wie Fahrerassistenzsysteme zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und der Effizienz. In seiner zur Eröffnung der Messe gehaltenen „Keynote Speech“ skizzierte Rupert Stadler, Vorsitzender des Vorstandes der Audi AG, seine Visionen für künftige Entwicklungen der Marke.


Ein großes Handlungsfeld bei den Technologien von morgen stellt die Gesamtbedienung dar. Hierbei handelt es sich beispielsweise um die MMI-Konzepte (MMI = Multi Media Interface, das Infotainment-System von Audi) der nächsten und übernächsten Generation, um frei programmierbare Kombiinstrumente und um attraktive Weiterentwicklungen beim Head-up-Display.

Mit dem Modularen Infotainment-Baukasten (MIB) erarbeitet sich Audi eine neue Hardware-Plattform, das Joint Venture e.solutions GmbH entwickelt dafür maßgeschneiderte Software-Pakete. Audi-Chef Rupert Stadler in der Keynote Speech: „Wir wollen die besten verfügbaren Technologien und Partner integrieren und sie für die automobile Welt adaptieren. Und wir wollen die Schlagzahl bei den Innovationen noch weiter erhöhen.“

Schon heute zeichnen sich die Modellreihen von Audi durch eine intelligente Vernetzung ihrer elektronischen Systeme aus. Künftig will Audi seine Autos auch nach außen stark vernetzen - mit dem Internet, mit der Verkehrs-Infrastruktur und mit anderen Fahrzeugen. Ein „Connected Car“ von Audi kommt praktisch ohne lokale Datensicherung im Fahrzeug aus; es holt sich via UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) und bald auch über LTE (Long Term Evolution, der UMTS-Nachfolger) alle Informationen von Servern im Internet, von der Musik bis zur Navigation.

Ein Resultat der neuen Vernetzung kann selbst das autonome Fahren sein. Mithilfe neuer Kameras und der Car-to-X-Kommunikation könnte sich ein Audi der Zukunft selbsttätig bewegen, wenn es der Fahrer wünscht, etwa im Stopp-and-Go-Verkehr. Die Vernetzung des Autos mit seiner Umwelt umfasst nicht nur den Kontakt mit externen Datenservern, sondern auch den Austausch mit anderen Fahrzeugen und der Verkehrs-Infrastruktur

Besonders interessant werden die neuen Infotainment-Lösungen im Zusammenspiel mit einer weiteren Zukunfts-Technologie, den elektrifizierten Antrieben. Auch auf diesem Technikfeld arbeitet Audi intensiv an neuen, innovativen Konzepten. Stellvertretend für dieses Kompetenzfeld zeigt Audi in Las Vegas sein Hybrid Concept Car Audi e-tron Spyder.

 

Der offene Sportwagen e-tron Spyder Concept mit Plug-in-Hybridantrieb soll Emotionen sprühen lassen. So besitzt der Sportler einen V6-TDI-Biturbo mit 300 PS auf der Hinterachse und dazu noch zwei insgesamt 88 PS starke Elektromotoren an der Vorderachse. In nur 4,4 Sekunden erreicht die flache Studie damit Tempo 100 und beendet seinen Vortrieb bei elektronisch begrenzten 250 km/h. Den durchschnittlichen Verbrauch gibt Audi mit nur 2,2 Liter Diesel je 100 Kilometer an.


Beim Audi e-tron Spyder Concept gibt es als einziges Bedienelement neben dem Infotainmentsystem MMI der Zukunft einen bündig integrierten Wählhebel für das Automatikgetriebe; er fährt beim Start des Fahrzeugs heraus. Auch das Cockpit orientiert sich zum Fahrer hin. Statt des klassischen Kombiinstrumentes verfügt die Studie über ein großes Display mit integrierten MMI-Funktionen; es befindet sich zwischen zwei flankierenden Rundinstrumenten.

Das MMI lässt sich im Audi e-tron Spyder Concept über ein berührungsintensives Bedienfeld am Lenkrad bedienen - ein Element, das von modernen Smartphones inspiriert ist. Zusätzlich wird eine Bedienung über das MMI-Bedienelement (MMI-Touch) auf der Mittelkonsole ermöglicht.

Der neue, breit gefächerte Ansatz der Elektronik-Entwicklung bei Audi umfasst außerdem die Bedienung und Anzeige der Technikfelder ebenso wie die Architektur der Infotainment-Module und integriert neue Hardware- und Software-Lösungen. Bei vielen Projekten setzt Audi auf einen starken Partner - den Chip-Spezialisten NVIDIA. Das Elektronik-Unternehmen aus Santa Clara/USA liefert die Grafikprozessoren für viele Modellreihen.

Als Mehrkern-Prozessor aufgebaut, generiert der Chip von NVIDIA extrem hochauflösende Grafiken in atemberaubender Dynamik. Zudem beschleunigt der Chip die Wiedergabe vieler Audio- und Videoformate wie mp3-Audio und mpeg4-Video, welche die moderne mobile Entertainmentwelt bestimmen. Der Tegra-Chip benötigt hierfür deutlich weniger Energie als bisherige Multi-Media-Prozessoren.

Dank seiner hohen Rechenleistung kann der Tegra-Chip ganze Stadtmodelle in dreidimensionalen Renderings darstellen. Der Fahrer sieht die Straße, durch die er gerade fährt, in fotorealistischer Darstellung, um die Orientierung weiter zu erleichtern. Auch für die elektrischen Antriebe der Zukunft erweist sich der Tegra-Chip als perfekte Partner, da sich beispielsweise der Aktionsradius eines Elektro¬fahrzeugs in die Navigationskarte ideal einblenden lässt.

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