Audi e-bike Wörthersee: Elektro-Fahrrad mit 80 km/h Spitze

, 12.05.2012


Ein Elektro-Fahrrad mit bis zu 80 km/h Spitze klingt definitiv nach Speed. Hinter dem e-bike-Konzept steht Audi, um die Grenzen des technisch Machbaren in den Feldern Gestaltung, Leichtbau, Vernetzung und Elektromobilität neu auszuloten. Das Sportgerät für Fun und Tricks präsentiert Audi erstmals auf dem legendären VW GTI-Treffen in Österreich am Wörthersee, das vom 16.05.2012 - 19.05.2012 stattfindet. Der Name des Highend-Bikes: e-bike Wörthersee. Netter Gimmick: Das e-Bike unterstützt auch ungeübte Fahrer beim coolen Speed-Wheelie auf dem Hinterrad. Geschaltet wird wie im Audi R8.


Bereits auf den ersten Blick wirkt das Show Bike futuristisch, wie ein Bike von übermorgen. Alle Komponenten, bis hin zu den Pedalen, sind von Audi-Designern gezeichnet. Die 26 Zoll großen Laufräder aus Carbon, von denen jedes nur 600 Gramm wiegt, tragen ein neuartiges Blade-Design mit breiten, flächigen Speichen.

Nur 1.600 Gramm wiegt der ultraleichte Carbon-Rahmen, der bionischen Prinzipien folgt, die der Natur nachempfunden sind. In der Folge verstärkten die Macher nur dort das Material, wo tatsächlich Belastungen auftreten. Die Schwinge, die das Hinterrad führt, besteht ebenfalls aus Carbon. In Summe spiegelt das Audi e-bike Wörthersee die volle Bandbreite der Ultra-Leichtbaukompetenz der Marke mit den vier Ringen wider.

Eine Kette überträgt die Antriebskräfte an das Hinterrad. Als E-Maschine dient ein permanent erregter Synchronmotor, der am tiefsten Punkt des Rahmens sitzt und direkt auf die Welle des Tretlagers wirkt. Das maximale Moment am Hinterrad liegt bei 250 Nm. Die E-Maschine gibt 2,3 kW Spitzenleistung ab - ein neuer Bestwert in der Welt der e-bikes. Immerhin sind das 3,13 PS für ein nur 21 Kilogramm leichtes Fahrrad mit Elektromotor. Daraus resultiert ein Leistungsgewicht von 6,71 kg/PS.

Die Lithium-Ionen-Batterie ist im Rahmen untergebracht und bietet bei 48 Volt Spannung eine Kapazität von 530 Wh. Mit 230 Volt lässt sich der etwa 5 Kilogramm schwere Akku nach 2,5 Stunden voll aufladen oder alternativ mit wenigen Handgriffen entnehmen und durch eine geladene Batterie ersetzen.

Fünf Fahrprogramme stehen dem Fahrer des Audi e-bike Wörthersee zur Verfügung, die wahlweise die Tretbewegung unterstützen oder einen reinen E-Antrieb ermöglichen. Im Modus „Pure“ kommt die Antriebsleistung allein vom Fahrer. In der Betriebsart „Pedelec“ unterstützt den Fahrer der Elektromotor; hier sind bis zu 80 km/h Spitze und 50 bis 70 Kilometer Reichweite möglich. Im Programm „eGrip“ fährt das Audi e-bike Wörthersee rein elektrisch mit bis zu 50 km/h Höchstgeschwindigkeit. Der Fahrer regelt hier den Vortrieb über einen Drehgriff und kann die Leistung über den Bordcomputer frei konfigurieren.


Im „Wheelie“-Modus wird der Fahrer durch eine elektronische Regelung beim Fahren auf dem Hinterrad unterstützt. Dabei lassen sich per Smartphone oder direkt am e-bike unterschiedliche Betriebsarten anwählen - entweder der Modus „Power Wheelie“ mit einstellbarem Wheelie-Winkel für weniger geübte Fahrer oder der Modus „Balanced Wheelie“ für den erfahrenen Fahrer. Beim „Balanced Wheelie“ hält die elektronische Regelung das Gleichgewicht, indem sie die Bewegungen des Fahrers nach vorne oder hinten durch Antreiben oder Abbremsen über den E-Motor ausgleicht.

Der Fahrer kann somit auf dem Hinterrad fahrend durch Gewichtsverlagerungen die Geschwindigkeit beeinflussen. Lehnt er sich nach vorne, wird das Fahrrad schneller. Lehnt er sich nach hinten, wird das Fahrrad langsamer. Möchte der Fahrer mit konstanter Leistung in die Pedale treten, wählt er den Trainingsmodus an. Bei Gegenwind oder Steigungen gleicht die E-Maschine die zusätzlich erforderliche Kraftanstrengung aus, so dass sich eine gleichbleibende Leistungsabgabe trainieren lässt.

Das Audi e-bike Wörthersee ist vielseitig ausgestattet. Die Neungang-Schaltung wechselt die Gänge hydraulisch betätigt sequenziell und in kürzester Zeit wie eine „R tronic“ im Audi R8. Die beiden Scheibenbremsen arbeiten ebenfalls hydraulisch. Die Höhe der Sitzbank lässt sich vom Lenker aus stufenlos in der Höhe einstellen, auch während der Fahrt. Die Vorderradgabel, die dem aufwändigen Upside-Down-Prinzip folgt, ist luftgefedert und bietet 130 Millimeter Federweg. LEDs sorgen für helles Licht, wobei Audi die vordere Einheit in den Lenker, die hintere in die Sitzbank integrierte.

Im Oberrohr des Rahmens brachte Audi den Bordcomputer unter, der sich über einen Touchscreen bedienen lässt. Zu seinen Funktionen gehören der Wechsel der Fahrmodi, die Aufzeichnung von Tricksequenzen und die Einstellung der e-bike-Funktionen, wie zum Beispiel der elektrischen Unterstützung und der Beleuchtung. Ein Display zeigt die Geschwindigkeit, die zurückgelegte Distanz, den Ladezustand der Batterie, den Energieverbrauch und den aktuelle Neigungswinkel an.

Das Smartphone des Fahrers kommuniziert per WLAN mit dem Bordcomputer. Die Antenne integrierten die Macher in die Vorderrad-Bremsleitung. Beim Starten wird die Wegfahrsperre über das Smartphone deaktiviert und die Fahrbereitschaft hergestellt. Über die Schnittstelle zwischen Bordcomputer und Smartphone lassen sich ferner Videobilder von der Fahrt und auch ganze Tricksequenzen ins Internet oder zum Trainer übermitteln.

Jeden erfolgreich durchgeführten Trick belohnt das e-bike mit Erfolgspunkten. Mit zunehmender Punktezahl erhält der Fahrer Auszeichnungen und das Anforderungslevel steigt an. Über ein Gesamtranking im Internet ist es möglich, sich mit anderen Fahrern und Freunden zu messen. Deren Aufenthaltsort wiederum kennt der Fahrer über Facebook-Statusmeldungen, die das Display des Audi e-bike Wörthersee anzeigt.

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