Audi R8 V10 5.2 FSI: Brachiale Performance für das neue Topmodell

, 10.12.2008

Mit dem neuen Audi R8 V10 5.2 FSI zünden die Ingolstädter eine weitere Stufe ihres Supersportwagens. Das 5,2 Liter V10-Triebwerk bringt es auf 525 PS und 530 Nm Drehmoment, die für atemberaubende Fahrleistungen sorgen. Mit dem Allradantrieb, der leichten Aluminium-Karosserie und dem markanten Design möchte Audi im Wettbewerb ein Zeichen setzen. Der 316 km/h schnelle Audi R8 5.2 FSI quattro rollt im zweiten Quartal 2009 zum Grundpreis von 142.400 Euro in Deutschland an den Start.


Scharfe Linien und eleganter Dachbogen

Der Audi R8 V10 5.2 FSI quattro steht breit und satt auf der Straße. Kraftvolle Proportionen und starke Radhäuser unterstreichen dabei das Potenzial. Typisch für Audi sind der hochpräzise Umgang mit den Linien und der geschwungene Dachbogen. Eine umlaufende Kontur verbindet die Front, die Radhäuser, die Flanken und das Heck optisch miteinander; die weit nach vorne gesetzte Kabine visualisiert derweil das Mittelmotor-Konzept.

Auch die vertikalen Luftöffnungen auf den Flanken, die sogenannten Sideblades, weisen auf die Lage des Motors hin. In das rechte Sideblade ließen die Macher den Tankdeckel aus massivem Aluminium ein.

Die vorderen Lufteinlässe, die zur Versorgung der Kühler dienen, sind - ebenso wie die Lippe der Frontschürze - schwarz hochglänzend lackiert und weisen nur zwei statt vier Querstreben auf; die Rippen des Singleframe-Grills tragen währenddessen markante Chromauflagen.


Am Karosseriekörper des R8 V10 finden sich ebenfalls spezielle Details. Die Sideblades sind weiter ausgestellt als bei der Achtzylinder-Version, die Schweller markanter und breiter geformt und die Entlüftungsgitter am Heckfenster in matter Alu-Optik gehalten. Durch das große Heckfenster gut sichtbar, präsentiert sich der Zehnzylinder in vollendeter Schönheit.

Beim Fahren baut der Hochleistungssportwagen von Audi Abtrieb auf, der ihn an die Straße saugt - dank des bei 100 km/h selbsttätig ausfahrenden Heckspoilers und des voll verkleideten Unterbodens, der in einen weit nach oben gezogenen Diffusor mündet. Am Heck dominiert hochglänzendes Schwarz; auch die LED-Rückleuchten sind dunkel eingefärbt. Die hinteren Luftöffnungen tragen ebenfalls nur zwei Querstege, während die Abgasanlage in zwei großen, ovalen Endrohren mündet.

 

Kraft und Performance: Vom Motorsport auf die Straße

Im R8 V10 steckt das geballte Know-how aus der langen Reihe von Le Mans-Siegen, die Audi errang. Der frei saugende Motor kombiniert dabei Rennsport-Technologien, wie beispielweise die Trockensumpfschmierung und die Benzindirekteinspritzung FSI. Im Seriensportwagen präsentiert sich der V10 nahezu baugleich wie in der Rennversion, dem R8 GT3. Der Hubraum misst 5.204 cm³ und bei 6.500 U/min stehen 530 Nm Drehmoment bereit. Die Leistung gipfelt schließlich bei 8.000 U/min in 525 PS - im bereits agilen R8 mit V8-Motor sind es „nur“ 420 PS.


Die spezifische Leistung beträgt 100,9 PS pro Liter Hubraum - und jedes PS muss lediglich 3,09 Kilogramm Gewicht bewegen, da der Audi R8 V10 in der Version mit der 6-Gang-Handschaltung nur 1.620 Kilogramm wiegt. 258 Kilogramm davon entfallen auf den Motor selbst, nur 31 Kilogramm mehr als beim V8-Aggregat.

Der Audi R8 V10 5.2 FSI quattro katapultiert sich in 3,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h, in der Version mit der sequenziell schaltenden „R tronic“ fliegt er bereits 8,1 Sekunden später über die 200-km/h-Marke. Auch danach wird sein Vortrieb kaum schwächer; er reicht bis zur Höchstgeschwindigkeit von 316 km/h. Die immense Kraft, die Spontaneität und Wucht des Antritts sowie der Sound des Motors - all diese Eindrücke vereinigen sich zu einem atemberaubenden Sportwagen-Erlebnis.


Das V10-Triebwerk spielt ein Konzert mit grollenden Bässen und kraftvollen Obertönen, das mit wachsender Drehzahl in ein großes Fortissimo übergeht. Erst bei 8.700 U/min endet sein klangvolles Hochdrehen. Dabei achtete Audi ebenfalls auf einen in der Relation effizienten Umgang mit dem Kraftstoff: Der R8 V10 mit R tronic gibt sich auf 100 Kilometern mit durchschnittlich 13,7 Litern zufrieden.

Für maximale Dynamik: Tiefer Motorschwerpunkt

Zu den technischen Finessen des langhubig ausgelegten Zehnzylinders gehört die Trockensumpfschmierung, die eine tiefe Einbaulage des Motors erlaubt. Der breite Zylinderwinkel von 90 Grad dient ebenfalls der Absenkung des Schwerpunktes.

 

Das Getriebe im R8 5.2 FSI quattro hält sechs Gänge parat. Serienmäßig werden sie über eine präzise und leichtgängige Handschaltung gewechselt; auf Wunsch liefert Audi die sequenzielle „R tronic“ mit Wippen am Lenkrad. Im Programm „Launch Control“, das der Fahrer per Tastendruck anwählt, legt der R8 V10 vehemente Blitzstarts mit elektronisch geregeltem Reifenschlupf hin - sowohl mit der „R tronic“ als auch mit der Handschaltung.


Zum großen Plus an Traktion und Fahrsicherheit, mit dem der Audi R8 V10 dem Wettbewerb davonfahren soll, trägt der permanente Allradantrieb quattro bei. Vier angetriebene Räder finden mehr Grip als zwei und erlauben es dem Fahrer, am Kurvenausgang früher wieder Gas zu geben. Nicht nur die Traktion profitiert davon, sondern auch die Querdynamik und die Stabilität.

44 zu 56 Prozent: Eine ideale Achslastverteilung

Das Fahrwerk des Audi R8 bietet dynamische Performance ebenso wie Komfort auf langen Strecken. Der Hochleistungssportwagen von Audi folgt jedem Lenkeinschlag mit gieriger Spontaneität, erreicht eine extreme Querbeschleunigung von bis zu 1,2 g und legt eine souveräne Fahrsicherheit an den Tag. Sein Mittelmotor-Konzept sorgt für eine ideale Achslastverteilung von 44 zu 56 Prozent.


Das Setup legte Audi noch stärker als beim R8 mit Achtzylinder auf maximale Performance aus. Räder in 19 Zoll samt Reifendruck-Kontrollanzeige sind Serie. Das 10-Speichen-Y-Design der Felgen entwarfen die Macher exklusiv für den R8 V10. Das Reifenformat beträgt 235/35 vorn und 295/30 hinten.

Serienmäßig befindet sich die Dämpfertechnologie „Audi Magnetic Ride“ an Bord, um die Charakteristik des Fahrwerks in Millisekunden dem Profil der Straße und der Gangart des Piloten anzupassen. Im Öl der Stoßdämpfer schweben winzige Magnetpartikel, die sich beim Anlegen einer Spannung so ausrichten, dass sie den Durchfluss des Öls durch die Ventile bremsen.

Für die negative Beschleunigung sorgt beim R8 V10 eine Bremsanlage: Je acht Kolben vorne und vier Kolben hinten packen die Scheiben an, die zwecks kompromissloser Wärmeabfuhr innen belüftet und gelocht sind. Die Bremsscheiben an der Vorderachse weisen 380 Millimeter Durchmesser auf, die hinteren kommen auf 356 Millimeter.

 

Auf Wunsch rüstet Audi den R8 V10 5.2 FSI quattro mit einer Keramikbremsanlage aus, deren Scheiben aus einem Verbundwerkstoff aus hochfesten Kohlefasern und abriebfestem Siliziumcarbid bestehen. Sie bauen besonders leicht und wiegen bei gleichem Format zusammen 9 Kilogramm weniger als ihre stählernen Pendants. Die Keramikbremsen stecken auch die Belastungen verschärfter Rennstrecken-Gangart locker weg, bleiben stets frei von Korrosion und erreichen - so Audi - in der Regel Laufleistungen um 300.000 Kilometer. Die Sättel sind anthrazitgrau lackiert und tragen die Schriftzüge „Audi ceramic“.


Interieur: Luxuriöse Rennsportatmosphäre

Das Interieur des Audi R8 V10 wartet mit Rennsportatmosphäre im Luxus-Niveau auf. Sein charakteristisches Element ist das sogenannte Monoposto - ein großer Bogen, der Lenkrad und Cockpit einfasst. Die Oberflächen von Armaturentafel und Türverkleidung sind fein unterfüttert und mit exakten Ziernähten dekoriert. Zur Individualisierung stehen zahlreiche Lösungen bereit, wie zum Beispiel Leder in verschiedensten Farben, Pakete mit Carbon- und Klavierlack-Optik oder ein maßgefertigtes Koffer-Set.

Der Radstand von 2,65 Metern ermöglicht dem Zweisitzer ein großzügiges Raumangebot. Den Umgang im Alltag erleichtert der Gepäckraum: 100 Liter passen unter die Fronthaube, weitere 90 Liter finden hinter den Sitzen Platz. Auch zwei Golfbags lassen sich hier verstauen.


Zu den Highlights der Serienausstattung gehören beheizbare Sitzbezüge aus Feinnappa-Leder, ein Fahrerinformationssystem, das Navigationssystem „Plus“, ein Soundsystem von Bang & Olufsen, eine Komfortklimaautomatik und eine Alarmanlage. Die Instrumente und der Schaltknauf tragen rote Ringe; die Pedale, die Fußstützen und die Schaltwippen der „R tronic“ sind in Aluminium-Optik gehalten.

Die Liste der Optionen bietet weitere hochattraktive Features, wie beispielsweise die Einparkhilfe „Audi Parking System Advanced“ mit integrierter Rückfahrkamera und zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten von „Audi Exclusive“. Diverse Lederpakete setzen außerdem luxuriöse Akzente, während die Schalensitze eine hochverdichtete Racing-Atmosphäre in den R8 V10 bringen.

10 Kommentare > Kommentar schreiben

16.02.2009

10.02.2009

Den R8 4,2 durfte ich bereits 2x fahren. Bin gespannt wie sich der V10 anfühlt... Ich werds berichten , wenn ich ihn fahren durfte :tanzen:

09.02.2009

[QUOTE=Twentyone;59315]Maserati machts vor, Audi macht mit; Topmodell mit Einzelnen,ovalen Auspuffrohren statt Doppelrohr.[/QUOTE] Aaaah, danke für den Hinweis. Hät ich garnicht drauf geachtet. Und häts wahrscheinlich nur beim Zählen der Zylinder gemerkt. :bäh:

03.02.2009

Hier ein Video vom Audi R8 mit dem V10 5.2 FSI in Fahrt. Man kann sehr gut den Sound hören, der wirklich sehr gelungen wirkt:

14.12.2008

Normale Menschen? Also sollche , die sich nicht für Motorsport interessieren!?

14.12.2008

[QUOTE=BMW Power;59404]Mit dem Kürzel R10 verbindet man wohl eher den Le Mans Prototypen ... [/QUOTE] Hast du übersehen, dass ich die Bezeichnung "R10" in Anführungszeichen gesetzt habe? Und selbst wenn Audi den R8 V10 als R10 verkaufen würde, würde kaum jemand die Bezeichnung mit LeMans verbinden, weil einfach kaum ein normaler Mensch weiß, wie die Audi LeMans Prototypen heißen.

14.12.2008

Mit dem Kürzel R10 verbindet man wohl eher den Le Mans Prototypen ... obei R8 auch vom Prototypen abgeleitet ist :boing:

10.12.2008

[QUOTE=Aston Martin;59295]Da ist er also, der Audi R"10". Gefällt mir. Die Änderungen zum R8 sind zwar relativ klein, aber trotzdem auffällig. Insgesamt wirkt der R"10" wesentlich bulliger. Besonders das Heck macht richtig was her. Das neue Felgendesign gefiel mir am Anfang nicht wirklich gut, aber mittlerweile bin ich der Meinung, dass es ganz gut passt.[/QUOTE] Haha, R10 könnte der inoffizielle, Spitzname werden. Maserati machts vor, Audi macht mit; Topmodell mit Einzelnen,ovalen Auspuffrohren statt Doppelrohr. Beides gefällt mir. Dass er jetzt dem (´alten´) Gallardo auf den Pelz rückt, ist interessant. Durch den Leistungszuwachs (+40 PS im LP-560-4) hat er (der Lambo) sich noch ´retten´ können. Zumindest vor Spekulationen. Denn wie ich denke ist der Gallardo der kompromisslosere Sportler, während der R8 den gemütlicheren der beiden darstellt. Für jeden was dabei. Gute Taktik, Porsche macht das auch so - erfolgreich.

10.12.2008

Heißes Teil ... Ich freu mich schon auf ne Runde mit dem:fahren:

10.12.2008

Da ist er also, der Audi R"10". Gefällt mir. Die Änderungen zum R8 sind zwar relativ klein, aber trotzdem auffällig. Insgesamt wirkt der R"10" wesentlich bulliger. Besonders das Heck macht richtig was her. Das neue Felgendesign gefiel mir am Anfang nicht wirklich gut, aber mittlerweile bin ich der Meinung, dass es ganz gut passt.


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