Audi TT quattro Sport Concept: Heiße Vorhut mit 420-PS-Geschoss

, 07.03.2014


420 PS aus nur 2,0 Litern Hubraum und nur 3,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h - das ist eine klare Ansage. Der Audi TT quattro Sport Concept stellt eine extreme Fahrmaschine dar, die das technisch Mögliche des neuen Audi TT zeigt. Nur eine Studie? Wer Audi kennt, weiß, dass in diesem Concept Car bereits eine Menge des neuen Audi TT RS steckt und damit die Vorfreude auf ein echtes Geschoss. Selbstredend, dass der allradangetriebene Audi TT quattro Sport Concept seine gewaltige Kraft auch optisch im Racing-Look selbstbewusst nach außen tragen darf.


Antrieb: So stark wie der Gumpert Explosion

Der 2,0 Liter große Vierzylinder generiert die 420 PS bei 6.700 U/min. Daraus resultiert eine spezifische Leistung von 210 PS pro Liter Hubraum. Das ist zusammen mit dem neuen Gumpert Explosion, der den gleichen Wert erzielt, ein neuer Bestwert in der Zweiliter-Kategorie, die bislang der viel beachtete Mercedes-Benz A 45 AMG mit 130 PS pro Liter Hubraum dominierte. Selbst der siegreiche Le Mans-Rennwagen R18 von 2001 mit 610 PS, bei dem Audi zum ersten Mal die Turbo-Aufladung mit der Benzindirekteinspritzung FSI kombinierte, hat mit 169 PS pro Liter Hubraum das Nachsehen.

Damit nicht genug: Von 2.400 bis 6.300 U/min verfügt der Vierzylinder über 450 Nm Drehmoment. Bereits bei 1.900 Touren stehen mehr als 300 Nm zur Verfügung. Der aufgeladene Vierzylinder des 1.344 Kilogramm leichten (Leergewicht ohne Fahrer) Audi TT quattro Sport Concept soll spontan am Gas hängen und bis zur Abregelgrenze bei 7.200 U/min hochdrehen. Die Kraftübertragung erfolgt über ein „S tronic“-Doppelkupplungsgetriebe, das seine Gänge blitzschnell wechselt und damit zur beeindruckenden Beschleunigung beiträgt.

Die Power gelangt über den permanenten quattro-Allradantrieb auf den Asphalt. Aus Gründen der Gewichtsverteilung sitzt die hydraulisch betätigte und elektronisch geregelte Lamellenkupplung an der Hinterachse. Der quattro-Antrieb verteilt die Antriebsmomente aktiv geregelt innerhalb von Millisekunden zwischen den Achsen und trägt so zum dynamischen Fahrverhalten bei.

Die Grundlage für dieses Hochleistungsaggregat bilden unter anderem die variable Ventilsteuerung Audi Valvelift System (AVS), eine doppelte Nockenwellenverstellung und ein duales Einspritzsystem (FSI plus MPI). Zahlreiche Modifikationen wie spezielle Aluminium-Kolben mit integriertem Kühlkanal und eine Kurbelwelle aus höchstfestem Schmiedestahl gelangen ebenso zum Einsatz. Der ebenfalls neu entwickelte Abgasturbolader mit optimierter Mixed-Flow-Technologie baut bis zu 1,8 bar Ladedruck auf.


Fahrwerk: Die noch dynamischere Kurvenlehre

Mit seinem hochentwickelten Fahrwerk - eine McPherson-Vorderradaufhängung mit Aluminium-Komponenten vorn, eine Vierlenker-Konstruktion hinten - bietet der Audi TT quattro Sport Concept ein scharfes, präzises Rennwagen-Handling. Das straffe Setup legt die Karosserie gegenüber dem Serien-TT näher auf die Straße. 54 Prozent des Gewichtes lasten auf der vorderen, 46 Prozent auf der hinteren Achse. Die elektronische Stabilisierungskontrolle ESC, die sich teilweise oder vollständig abschalten lässt, ergänzt die sportlichen Eigenschaften des Fahrwerks.

Beim Durchfahren von Kurven wirkt die radselektive Momentensteuerung. Nach Bedarf findet eine Verteilung des Antriebsmomentes von den kurveninneren auf die kurvenäußeren Räder statt. Dank der Momentenverteilung dreht sich das Auto ganz leicht in die Kurve ein, um ein noch präziseres und neutraleres Fahren durch Kurven zu ermöglichen und dadurch ein weiteres Plus an Dynamik und Stabilität zu erzielen.

Design: Mehr als nur ein Statement von Kraft

Seine Kraft und Sportlichkeit verheimlicht der kristallweiß lackierte Audi TT quattro Sport Concept nicht. An der Front der Studie dominieren die flachen, wie die Augen eines Raubtieres wirkenden, „Matrix LED“-Scheinwerfer und der breite Singleframe-Grill mit einem dunklen Rautengitter, der den Asphalt geradezu aufsaugen möchte. Ein weit nach vorne gezogener Carbon-Splitter schließt die Front nach unten ab und erhöht den Anpressdruck auf der Vorderachse.

Die mächtigen Lufteinlässe, ebenfalls mit Rautengittern versehen, wirken mit ihren starken Kanten fast wie eingesetzte Air-Boxen und greifen damit ein Schlüsselelement der Designsprache des neuen Audi TT auf. Klassische Halbkreise bilden die Radläufe, welche die Macher gegenüber dem Serienauto satte 30 Millimeter herauszogen, so dass der Audi TT quattro Sport Concept besonders satt auf der Straße liegt. Für den Kontakt zum Asphalt sorgen bei der Studie 20-Zoll-Räder mit Zentralverschluss und Semi-Slicks-Reifen.


Kräftig konturierte Schwellerleisten, deren untere Segmente aus Carbon bestehen, bilden gemeinsam mit dem Splitter und dem breiten Carbon-Heckdiffusor eine aerodynamisch wirksame Kontur. Durch vertikale Kanten gegliedert, schließt der Diffusor zwei große, kreisrunde Abgasendrohre ein, die weiter außen platziert sind als beim Serienauto. Seitlich unter den Heckleuchten finden große Luftauslässe Platz. Ein mächtiger, starr montierter Flügel steigert darüber hinaus den Abtrieb am Heck.

Innenraum: Alles Überflüssige kommt raus

Den Innenraum reduzierte Audi auf das Wesentliche und erleichterte das Interieur um zahlreiche Komponenten, die auf einer Rennstrecke oder in schönen Kurvenrevieren durch ihr Gewicht überflüssig sind. Ergo: raus damit. In den Türfüllungen entfallen die Armablagen und Lautsprecher, während der Einsatz von Alcantara den Innenraum prägt. Ein kräftiges, diagonal verlaufendes Band aus Alcantara dient als Zuziehgriff. Als Sitze dienen leichte, tief montierte Rennschalen mit schwarzen Vierpunktgurten und weißen Akzentstreifen. Im Gepäckraum finden zwei Rennhelme Platz.

Wie beim Serien-TT konzentriert sich das Bedienkonzept allein auf den Fahrer. Der Pilot des Audi TT quattro Sport Concept sitzt vor einem kompakten Lenkrad, dessen kräftiger Kranz unten abgeflacht ist. In den Lenkradspeichen befinden sich neben dem roten Start-Stopp-Knopf die Tasten und Drehwalzen für die Bedienung des virtuellen Cockpits.

Beim „Virtual Cockipt“ handelt es sich um ein volldigitales Kombiinstrument, das alle Informationen direkt vor dem Fahrer darbietet - der zentrale Monitor gehört damit der Vergangenheit an. Je nach Tastendruck präsentiert das volldigitale Kombiinstrument mit seinem 12,3 Zoll großen Display unterschiedliche Oberflächen vom Tacho und Drehzahlmesser bis zu einer große Navigationskarte mit kleineren virtuellen Instrumenten.

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