Dodge Challenger 2015: Noch mehr Power für den Herausforderer

, 21.05.2014


Mit den Neuauflagen ihrer Pony- und Muscle-Cars trafen Ford, Chevrolet und Dodge voll ins Schwarze. Und die Ami-Coupés werden immer stärker und schneller, so auch der Dodge Challenger des Modelljahres 2015, der sich jetzt dank verschiedener Ausstattungspakete sogar als rennstreckentauglich erweist.


Scat Pack mit motorischen Urgewalten

Seit 2009 befindet sich die aktuelle Version des Dodge Challengers auf dem Markt. Doch nie war der Challenger ab Werk so stark wie heute. Im neuen „Scat Pack“-Topmodell, das an die zwischen 1968 und 1971 angebotenen werksgetunten „Scat Pack“-Challys erinnert und mit dem 2015er Modelljahr Einzug in die Modellpalette hält, kommt nicht nur optische Schärfe in Form eines Frontsplitters und eines Heckspoilers an das ausladende Blechkleid. In dieser Konfiguration leistet der bekannte 6,4-Liter-Hemi-V8 mächtige 492 PS und schickt ein Drehmoment-Maximum von reifenmordenden 644 Nm in Richtung Hinterräder.

Die motorischen Urgewalten verwaltet wahlweise ein manuelles Sechsgang-Getriebe oder eine neue Achtgang-Automatik mit Sportmodus und Schaltwippen aus dem Hause ZF. Die Abgase gelangen derweil durch ein elektronisch gesteuertes Abgassystem in die Freiheit, was von einem ebenso tiefen wie rauen Klang untermalt wird. Vierkolben-Bremsen des italienischen Verzögerungsspezialisten Brembo, die in geschmiedeten 9 x 20 Zoll großen Leichtmetallrädern hausen, gebieten der rohen Kräfte Einhalt und bringen den Dodge Challenger Scat Pack von 60 mph (96,56 km/h) in knapp 36 Metern zum Stillstand. Eine optimierte Radaufhängung soll zudem die Fahrdynamik des Fünf-Meter-Dickschiffes verbessern.

Gute Bremsen und ein anständiges Fahrwerk sind nötig, wenn der Fahrer des Dodge Challenger Scat Pack 6.4 Hemi die Fuhre stets unter Kontrolle behalten möchte; denn die Fahrleistungen können sich für ein derart riesiges Auto wahrlich sehen lassen. In der Automatik-Version soll der Über-Chally dank der neuen Launch Control im mittleren Vier-Sekunden-Bereich von 0 auf 60 mph (96,56 km/h) beschleunigen und die Viertelmeile in gut 12 Sekunden absolvieren. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Dodge mit 293 km/h an. Das elektronische Stabilitätsprogramm lässt sich nun ferner in drei Stufen komplett abschalten.

Zudem setzt der Dodge Challenger optisch noch mehr als bislang auf die Retro-Karte. Farben, die es bereits in den 1960er- und 1970er-Jahren gab, halten ebenso Einzug in die Angebotspalette wie einige Design-Details. So ist die Motorhaube nun stärker ausgeformt als bisher, während die Scheinwerfer mit LED-Lichtkranz, der als Tagfahrlicht dient, neue Nebellampen und LED-Rückleuchten für einen noch höheren Wiedererkennungswert sorgen. Die Schulterlinie rückt außerdem näher an die Radhäuser, um dem Dodge Challenger ein schlankeres Erscheinungsbild zu verpassen. Das Heck trägt eine neue Zierleiste, die das Muscle Car optisch verbreitern soll.


Moderne hält Einzug im Innenraum

Auch im Innenraum gibt es Änderungen. So positionierten die Macher die Mittelkonsole etwas höher, um das Armaturenbrett mehr auf den Fahrer zu fokussieren. Die Instrumente tragen jetzt Aluminium-Einfassungen. Ferner können die Kunden zwischen 14 verschiedenen Ausstattungsvarianten und zwischen Leder- sowie Alcantara-Sitzen wählen, die fortan über eine Sitzheizung und -kühlung verfügen.

Als Kommandozentrale dient ein neuer 8,4-Zoll-Touchscreen. Zudem hält ein 7-Zoll-TFT-Monitor Einzug, der als Kombiinstrument dient und zwischen den beiden Analoginstrumenten sitzt. Ebenfalls neu: Ein Keyless-Go-Zugangssystem samt Start-Knopf für den Motor. Das neue Leder-Sportlenkrad besitzt außerdem eine Heizfunktion.

Trotz allen Retrodesigns versucht Dodge, den Challenger technisch auf der Höhe der Zeit zu halten. So gelangen einige Fahrassistenzsysteme zum Einsatz, darunter ein Frontkollisions-, Totwinkel- und Querverkehrwarner am Heck sowie eine Rückfahrkamera und ein Tempomat. Die elektrische Servolenkung lässt sich jetzt in den drei Modi „Normal“, „Comfort“ und „Sport“ konfigurieren, während das Achsgehäuse aus Gewichtsgründen vollständig aus Aluminium besteht. Der serienmäßige Sport-Modus wirkt außerdem auf das Gaspedal, die Schaltung und die Lenkung.

Basismotoren - und dennoch brutal in der Power

Neben dem 6,4-Liter-Hemi-Triebwerk stehen nach dem Facelift zwei weitere Motorvarianten zur Verfügung. Als Einstiegsvariante dient beim Dodge Challenger der 3,6 Liter große Pentastar-V6, der in seiner aktuellen Konfiguration 309 PS und maximal 363 Nm entwickelt. In der goldenen Mitte befindet sich der Hemi-V8 mit 5,7 Litern Hubraum, der 380 PS und maximal 542 Nm bereitstellt. Beide Motoren lassen sich mit einer Achtgang-Automatik kombinieren. Der V8-Motor erhält auf Wunsch das ZF-Getriebe des „Scat Pack“-Modells, beim V6 befindet sich serienmäßig eine Achtstufen-Automatik mit dem Namenszusatz „TorqueFlite“ an Bord.


Shaker-Upgrade: Jetzt geht es auf die Rennstrecke

Wer den 5,7-Liter-V8 und die Ausstattungslinien „R/T“ oder „R/T Plus“ ordert, verwandelt seinen Dodge Challenger auch optisch in ein Viertelmeilenmonster. Neben exklusiven Raddesigns sowie einem eigenen Innenraum- und Karosseriestyling, kommt diese Modellvariante mit der legendären „Shaker“-Motorhaube, über der eine mächtige Hutze thront, die wiederum reichlich Frischluft in den Ansaugtrakt leitet - mit einem positiven Effekt für das maximale Drehmoment, das auf 556 Nm wächst.

Doch damit nicht genug: Wie bei der „Scat Pack“-Variante ist es möglich, das elektronische Stabilitätsprogramm dreistufig abzuschalten. Die 20-Zoll-Felgen tragen High-Performance-Reifen von Goodyear. Im Innenraum gibt sich der Dodge Challenger durch Sportsitze, ein Sportlenkrad, eine Plakette und einige weitere Kleinigkeiten als „Shaker“-Sondermodell zu erkennen.

Das Shaker-Upgrade beinhaltet zudem Optimierungen in den Bereichen Fahrwerk, Bremsen und Lenkung, die im „Super Track Pak“ zusammengefasst sind, das erstmals für die V6-Modelle erhältlich ist. Das Fahrwerk zeigt sich um etwa 13 Millimeter tiefergelegt sowie neu ausbalanciert, damit der Challenger annähernd eine ausgeglichene Gewichtsverteilung von 50 zu 50 erreicht. Außerdem befinden sich Bilstein-Dämpfer an Bord. Zudem verfügt das 7-Zoll-Multifunktionsdisplay über Funktionen wie einen Schaltblitz, Beschleunigungs- und Rundenzeiten sowie eine Messung der Fliehkräfte.

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