Fiat 500C Abarth: Der kleine Kraftzwerg verliert sein Dach

, 28.02.2010

Der Fiat 500C ist ein weiches Cabrio, das zum Knutschen unter freiem Himmel einlädt. Allerdings kann sich der kleine Italiener auch von seiner sportlichen und leistungsorientierten Seite zeigen: Der neue Abarth 500C sticht mit dem Skorpion im Marken-Logo regelrecht zu und bietet bei der Kurvenhatz pures Open-Air-Vergnügen, dass sich sehen, spüren und hören lässt.


Sportliches Design mit kraftvoller Ausstrahlung

Bereits im Stand wirkt der Fiat 500C Abarth ungeheuer dynamisch. Sein Styling wird mit gezielten Veränderungen der Basis-Karosserie hinsichtlich der Aerodynamik und Funktionalität unterstützt. Ein Beispiel dafür ist der als Diffusor konzipierte hintere Stoßfänger, inklusive Luftauslassöffnungen. Insbesondere bei geschlossenem Verdeck unterstützt ein speziell angebrachter Spoiler den Auftrieb des Fahrzeugs, um für mehr Grip auf der Straße zu sorgen. Große Auspuffendrohre links und rechts vermitteln dabei sportliche Power.

Die Front des Fiat 500C Abarth formen funktional-sportliche Elemente zu einem Gesicht, das stark an den legendären 500 Abarth erinnert. Das beginnt mit dem signifikanten Stoßfänger, in dessen schwarz-ovales Unterteil die Macher mittig den großen Lufteinlass für den Wasserkühler integrierten - links und rechts davon positionierte man die Lufteinlässe für die Ladeluftkühler und seitlich die Lufteinlässe für die Bremsen.


Darüber hinaus prägen den Fiat 500C Abarth die nasenartig vorgewölbte Motorhaube (hinter ihr ist der Turbolader positioniert) und eine schlitzartige Öffnung für den Ladeluftkühler, während die markante Seitenansicht stark an den des Abarth 850 TC und des 1000 TC erinnert. Neben der knuffigen Scheinwerfergalerie fungiert das mittig platzierte Markenlogo als krönendes Element.

Die rundliche Form des 500C Abarth betonen extra angepasste Seitenschweller. Das neue Design der Leichtmetallfelgen mit Diamant-Oberflächenfinish und die fünf charakteristischen Felgenbretter in der Version mit weißem Diamant-Oberflächenfinish verzieren den Fiat 500C Abarth. Schließlich verläuft eine Farbskala an der zweifarbigen Karosserie entlang, welche die beiden Seelen des Fahrzeugs trennt und vereint: unten die Leistungen eines authentischen Sportlers, oben die Eleganz eines Cabriolets.

Als wahres Design-Objekt zeichnet sich das seitlich geführte Verdeck durch raffinierte Mechanismen für die Bewegung mit elektrischer Steuerung aus. Dabei besteht die Heckscheibe aus Glas, während die dritte Bremsleuchte in den Spoiler integriert ist. Das Verdeck ist in Schwarz sowie Titangrau erhältlich und steht mit den beiden zweifarbigen, dazu passend hergestellten Kombinationen im Angebot: die sportlichere Version „Schwarz und Racing-Weiß“ sowie die elegantere Variante in zwei Grautönen.

 

Abarth-Empowerment: Auf Leistung ausgerichtet

Durch das Triebwerk kann der Fiat 500C Abarth seine Kraft richtig ausspielen. Der 1.4 Turbo T-Jet Vierzylinder mit 140 PS bei 5.000 U/min und einem maximalen Drehmoment von 206 Nm, die bei 2.000 U/min anliegen, ermöglichen einen Spurt von 0 auf Tempo 100 in nur 8,1 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit des kleinen Cabrios liegt bei 205 km/h.


Für die Spurtkraft verantwortlich zeichnet unter anderem die Overboost-Funktion, die sich durch eine Sport-Taste aktivieren lässt und neben der Lenkradbelastung auch das Kennfeld des Steuergeräts und den Aufladungsdruck ändert. Eine Leistung ganz nach der Tradition von Abarth, bei niedrigem Kraftstoffverbrauch: 6,5 Liter auf 100 Kilometern im kombinierten Fahrbetrieb, was einem CO2-Ausstoß von 155 g/km entspricht. Damit erfüllt das Aggregat die Euro-5-Norm.

Die Kraft zügeln 284 x 22 Millimeter große Bremsscheiben vorne und Pendants in 240 x 11 Millimeter hinten, die sich in 6,5 x 16 Zoll großen Leichtmetallfelgen verbergen; die Reifen messen 195/45. Optional erhältlich sind 7 x 17 Zoll dimensionierte Felgen mit Reifen im Format 204/40.


Abarth Competizione: Neues Getriebe aus dem Rennsport

Eine Neuheit stellt das serienmäßig montierte „Abarth Competizione“-Getriebe dar, das die Macher aus dem Motorsport ableiteten. Bereits im Jahre 1949 begann Karl Abarth mit der offiziellen Vermarktung des ersten Produkts, einem Rennsportgetriebe mit Schaltwippen am Lenkrad, das für den Fiat Topolino entworfen wurde. Das Getriebe zeichnete sich durch kurze Schaltwege für sportliche Fahrweise aus.

Die gleiche Philosophie gilt auch nach 60 Jahren für das Getriebe „Abarth Competizione” und gehört für den Abarth 500C zur Serienausstattung. Es handelt sich um ein 6-Gang-Getriebe mit elektrohydraulischer Steuerung und Pilotenschnittstelle mit Schaltwippen hinter dem Lenkrad.

Das von einem MTA-Getriebe (Manual Transmission Automated) abgeleitete Getriebe besteht aus einem „traditionellen“ Schaltgetriebe, bei dem die manuelle Hebelstruktur durch einen von einer „TCU“ (Transmission Control Unit) elektronisch gesteuerten Steller ersetzt wird, um gleichzeitig die Schaltzeiten und die mechanische Effizienz zu optimieren.

 

Außerdem sieht die Benutzung dieses Getriebes sowohl die Betriebsart „Auto“ für mehr Komfort als auch den Modus „Manual“ für die maximale Zufriedenheit beim Fahren vor. Die beiden Betriebsarten überlagert die Einstellung „Sport“, die Auswirkungen auf die Geschwindigkeit des Gangwechsels hat.


Elektronische Helferlein für Dynamik und Sicherheit

Für die Kontrolle des Fahrers über sein Cabrio setzt das neue Modell ausgeklügelte technische Lösungen ein: vom ABS mit elektronischer Bremsunterstützung über das aufwendige elektronische Stabilitätsprogramm ESP und die Antriebsschlupf-Regelung ASR bis hin zur Berganfahrhilfe und dem hydraulischen Bremsassistenten HBA, der bei Notbremsungen unterstützend eingreift.

Darüber hinaus verfügt der Fiat 500C Abarth über die Systeme „TTC” (Torque Transfer Control) und „GSI” (Gear Shift Indicator). Das erste verbessert die Übertragung des Motordrehmoments auf die Räder, was das Kurvenverhalten optimiert. Das GSI-System fordert den Fahrer derweil über eine Anzeige der Instrumententafel (eine LED-Leuchte blinkt fünf Mal nacheinander) zum Gangwechsel auf.


Im Betriebsmodus „Normal“ informiert das System also den Fahrer, dass das Schalten in einen anderen Gang eine Verbrauchssenkung ermöglichen würde. Wenn der Fahrer dagegen den Sport-Modus wählt, zielt die Gangwechselempfehlung auf bestmögliche Fahrleistungen ab.

Motorsport-Flair im Interieur

Den Innenraum des Fiat 500C Abarth prägen Ausstattungsfeatures aus dem Rennsport. Einvolumige Sportsitze, ein Sport-Cockpit mit speziell konzipierten Instrumenten, eine Ladedruckanzeige, ein Dreispeichen-Sportlenkrad mit Markenlogo, Aluminium-Pedale im Racing-Look sowie der anatomisch geformte und mit Leder bezogene Schalthebel kennzeichnen den Fiat 500C Abarth.

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