Ford Mustang Shelby GT350R (2015): Nichts für schwache Nerven

, 18.01.2015


Jetzt gehen die Wildpferde durch: Ford befindet sich in einem imposanten Rausch und präsentiert ein neues Performance-Fahrzeug nach dem anderen. Mit dem neuen Ford GT enthüllten die US-Amerikaner einen waschechten Supersportwagen, in Europa kommt 2015 der neue Ford Focus RS auf den Markt, um die Szene der Kompakt-Sportler aufzumischen, während im neuen Ford Mustang Shelby GT350 mit über 500 PS der stärkste von Ford in Serie gebaute Saugmotor aller Zeiten für den Vortrieb sorgt. Doch das reichte Ford noch immer nicht und legt erneut kräftig nach: Noch in diesem Jahr kommt der weiter verschärfte Shelby GT350R in den USA auf den Markt, der sogar Räder aus Carbon besitzt.


Großes Vorbild für die heutige Performance

Bereits der Ford Shelby Mustang GT350 weiß mit seiner brachialen Power gehörig zu beeindrucken. Doch der Zusatz „R“ setzt weiter einen drauf: Dank zahlreicher Anleihen aus dem Motorsport ermöglicht der neue Shelby GT350R sogar besonders dynamische Ausflüge auf die Rennstrecke. Dieser Mustang ist eines von 12 Performance-Fahrzeugen, die Ford bis 2020 auf den Markt bringen wird.

Rückblick: Vor genau 50 Jahren entwickelte Ford gemeinsam mit dem 2012 verstorbenen Rennwagen-Konstrukteur Carroll Shelby eine besonders sportliche Version des ikonischen Ford Mustang. Der Shelby GT350 Competition zeichnete sich durch sein geringeres Gewicht, einen leistungsstarken V8-Motor und ein modernes Sportfahrwerk aus. Im Motorsport feierte dieses Fahrzeug zahlreiche Erfolge.

In Anlehnung an die prestigeträchtigen Triumphe dieses historischen Vorbilds entwickelte Ford mit dem neuen Shelby GT350R einen Sportwagen, der nicht nur auf der Straße, sondern auch auf der Rennstrecke eine ausnehmend gute Figur abgibt. Dank zahlreicher Innovationen in den Bereichen Aerodynamik, Fahrwerk und Leichtbau ist das mehr als 500 PS starke Pony Car der schnellste Serien-Mustang, den Ford bis heute auf die Koppel schickte.

Antrieb: Was der Zusatz „R“ bewirkt

Unter der muskulös konturierten Motorhaube schlummert ein echtes Kraftwerk: Der Achtzylinder mobilisiert aus 5,2 Litern Hubraum mehr als 500 PS und ein maximales Drehmoment von über 540 Nm. Novum für Ford: Der Motor zeichnet sich durch eine sogenannte „Flatplane“"-Kurbelwelle aus, wie sie normalerweise nur bei reinrassigen Rennautos oder exotischen Supersportwagen zum Einsatz gelangt. Dabei sind die Kurbelwellenzapfen nicht im V8-typischen 90-Grad-Versatz, sondern im 180-Grad-Winkel angeordnet. Vorteil: ein noch direkteres Ansprechverhalten und eine hohe Leistungsausbeute ebenso im oberen Drehzahlbereich.

Der neue Shelby GT350-R verfügt über einen speziellen Ölkühler, wie er auch in Rennwagen verwendet wird. Dieser sorgt dafür, dass der Motor selbst bei starker Beanspruchung stets im optimalen Temperaturfenster arbeitet. Selbst das manuelle 6-Gang-Schaltgetriebe und das Differenzial erhalten eigene Kühler. Ganz gleich ob bei flotter Kurvenfahrt oder unter voller Beschleunigen auf gerader Strecke: Die von Ford weiterentwickelte Torsen-Sperre an der angetriebenen Hinterachse sorgt stets für bestmöglichen Grip unter allen Bedingungen.


Sportfahrwerk wie bei Lamborghini und Ferrari

Als weiteres Alleinstellungsmerkmal des Shelby GT350R erweist sich das speziell entwickelte Fahrwerk. Neben den geänderten Federraten, speziellen Stabilisatoren und dem niedrigeren Fahrzeugschwerpunkt sollen das rennstreckenerprobte Setup und spezielle Komponenten für eine bislang nicht gekannte Agilität sorgen. Zu guter Letzt profitiert der Shelby GT350R von der speziellen Abstimmung der MagneRide-Stoßdämpfer.

Dank MagneRide (Magnetic Selective Ride Control = elektronische Stoßdämpferregelung), die es ebenfalls bei Supersportwagen vom Schlage eines Lamborghini Huracáns, Ferrari 458 Italias, einer Corvette C7 oder eines Audi R8 gibt, passt sich die Dämpfungscharakteristik über eine spezielle, per Magnetfeld gesteuerte Hydraulikflüssigkeit in 10 Millisekunden den Fahrbahnverhältnissen und der Fahrsituation an und verbessert damit das Handling deutlich.

Gewichtseinsparung auf die Spitze getrieben

Bei der Konzeption des neuen Shelby GT350R stand das Thema Leichtbau ganz oben. Das Resultat: Der ikonische Sportwagen ist über 65 Kilogramm leichter als der Shelby GT350 mit dem sogenannten „Track Pack“. Der „R“ verzichtet bewusst auf Klimaanlage, Audio-System, Rücksitze, Rückfahrkamera, Reifen-Reparaturset, Teppiche und die Verkleidung des Kofferraums. Der Wegfall der Auspuffschalldämpfer resultiert in einer zusätzlichen Gewichtseinsparung und sorgt dazu für einen deutlich markanteren Auspuffsound. Das genaue Gewicht nannte Ford noch nicht.

Für gesteigerte Komfortansprüche gibt es optional ein Paket mit einer Zwei-Zonen-Klimaanlage, einem Navigationssystem mit 8-Zoll-Touchscreen, Außenspiegel mit Toter-Winkel-Assistent, ein Audiosystem und mehr.

Die Gewichtseinsparung treibt Ford so weit, dass sogar die Räder aus Carbon bestehen. Dank der jeweils um 6,5 Kilogramm leichteren Räder in 11 x 19 Zoll vorne und 11,5 x 19 Zoll hinten profitiert der Shelby GT350R von einer deutlichen Reduzierung der ungefederten Massen. Im Vergleich zu herkömmlichen Aluminium-Rädern besitzen die Carbon-Felgen darüber hinaus eine wesentlich höhere Steifigkeit. Für bestmöglichen Grip sorgen Performance-Reifen des Typs „Pilot Sport Cup 2“, deren Struktur und Laufflächenmischung Michelin extra für den Shelby GT350R entwickelte.


Starkes Muskelspiel mit durchdachten Extras

Der Ford Mustang Shelby GT350R lässt optisch die Muskeln spielen, besitzt dazu aber ein durchdachtes Aerodynamik-Konzept, das unter anderem einen verkleideten Unterboden, einen Heckdiffusor, Luftleitkanäle in den Radkästen und spezielle Windabweiser umfasst, die ebenso zur Reduzierung der Luftturbulenzen beitragen wie das aerodynamische Rad-Design und die Seitenschweller.

Für gesteigerten Abtrieb sorgen zudem der überarbeitete Frontspoiler und der komplett neu entwickelte Heckflügel aus Carbon. Letzterer ermöglicht insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten und auf der Rennstrecke ein noch besseres Handling mit maximaler Fahrstabilität.

Dazu betonen zahlreiche Design-Merkmale das Styling, die exklusiv dem Shelby GT350R vorbehalten sind. Hierzu zählen unter anderem neben den Rädern aus Carbon, dem größeren Frontspoiler und dem Heckflügel rot lackierte Bremssättel, der unverwechselbare „Shelby GT350R“-Schriftzug und die auf Wunsch erhältlichen Rennstreifen.

Innenraum: Konsequent auf scharfe Kurven ausgerichtet

Auch das Cockpit des Shelby GT350R richteten die Macher auf konsequente Sportlichkeit aus. Die Recaro-Sportsitze bieten in scharf durchfahrenen Kurven einen idealen Seitenhalt. Währenddessen erleichtert das unten abgeflachte Lenkrad das Ein- und Aussteigen. Chrom und glänzende Finishes reduzierten die Macher deutlich, damit Sonnenreflexionen den Fahrer nicht ablenken. Spezielle Ziernähte, das „Shelby GT350R“-Emblem und das unten abgeflachte Sportlenkrad mit roter Mittenmarkierung setzen weitere Akzente.

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