Formel 1: Ferrari siegt - Hamiltons Traum geht weiter

, 13.05.2007

Nach 65 actionreichen Runden auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona gewann Ferrari-Pilot Felipe Massa den Großen Preis von Spanien vor dem englischen Neustar Lewis Hamilton und Fernando Alonso; beide im Dienste von McLaren-Mercedes. Bemerkenswert ist, dass der erst 22jährige Hamilton als Formel-1-Novize die Gesamtführung in der Weltmeisterschaft erst einmal übernahm; in dem Alter gelang dies noch niemandem zuvor in der Formel 1.


Doch der Weg von Massa zum Sieg war anfangs steinig. Der Spanier Fernando Alonso attackierte beim Start spektakulär Pole-Sitter Felipe Massa aus Brasilien, rutschte jedoch in der zweiten Kurve kurz von der Strecke und fiel auf Rang vier zurück. Hamilton überholte derweil Kimi Räikkönen (Ferrari) und kam als Zweiter aus der ersten Runde zurück. Bei Massas zweitem Boxenstopp entzündete sich verspritztes Benzin, das den Boliden Aufsehen erregend entflammte. Doch glücklicherweise ging das Feuer nach wenigen Sekunden wieder von selbst aus.
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Während Hamilton sicher auf Rang zwei fuhr, profitierte Alonso vom Ausfall des zweiten Ferrari-Piloten Kimi Räikkönen, der in der neunten Runde plötzlich langsamer fuhr und mit einem technischen Defekt das Rennen in der Box beenden musste. Platz vier sicherte sich der Pole Robert Kubica im Dienste von BMW-Sauber.


Kubicas Team-Kollege Nick Heidfeld war heute vom Pech verfolgt: Der Deutsche lag zu Beginn des Rennens hinter Kubica und kämpfte sich immer näher an Kubica heran. Doch beim ersten Boxenstopp bekam Heidfeld das Go zur Abfahrt, obwohl ein Mechaniker den Reifen vorne noch nicht richtig befestigen konnte. Die Radmutter verlor Heidfeld noch in der Box und bemerkte das Missgeschick erst auf der Strecke. Dem BMW-Piloten gelang es jedoch, den Rennwagen mit allen vier Reifen zurück zur Box zu fahren. Heidfeld verlor dadurch Zeit, konnte aber das Rennen erneut dynamisch aufnehmen, bis ein Getriebeproblem nach 46 Runden den Vorwärtsdrang endgültig stoppte.

Seine ersten Punkte in dieser Saison holte sich der 36jährige David Coulthard, einem der aktuell dienstältesten Formel-1-Piloten im Dienste von Red Bull, mit Rang 5. Allerdings kämpfte der Schotte in der Schlussphase mit Problemen und wäre noch fast von Niko Rosberg (Williams) eingeholt worden. Der Deutsche Newcomer meinte vor dem Rennen, dass er sich schon über einen WM-Punkt sehr freuen würde, aber der sechste Platz bedeutete gleich drei Zähler.


Renault litt während des Rennens unter Problemen mit den Tankanlagen, die nicht genug Kraftstoff in die Tanks lieferten. Heikki Kovalainen und Giancarlo Fisichella mussten somit beide einen ungeplanten dritten Stopp einlegen. Immerhin gelang Heikki Kovalainen mit Platz sieben das beste Rennergebnis seiner Formel 1-Karriere; Giancarlo Fisichella kam auf Rang neun und damit außerhalb der Punktplatzierungen ins Ziel.

Takuma Sato holte für das japanische Formel-1-Team Super Aguri sensationell den ersten WM-Punkt nach dem Eintritt in die Formel 1 im Jahre 2006. Anthony Davidson, der zweite Pilot des japanischen Rennstalls mit dem coolen Namen, fuhr auf Platz 11. Auch die beiden Spyker erreichten das Ziel mit dem Deutschen Adrian Sutil auf Position 13 klar vor seinem Team-Kollegen Christijan Albers als 14. Ralf Schumacher (Toyota) schied übrigens in der 44 Runde aus, konnte aber endlich die Speed anderer Teams mitgehen.


Die Ergebnisse des GP von Spanien:

1. Felipe Masse (Ferrari) in 1:31:36,230 Stunden
2. Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes) + 6,790 Sekunden
3. Fernando Alonso (McLaren-Mercedes) + 17,456 Sekunden
4. Robert Kubica (BMW-Sauber) + 31,615 Sekunden
5. David Coulthard (Red Bull) + 58,331 Sekunden
6. Nico Rosberg (Williams) + 59,538 Sekunden
7. Heikki Kovalainen (Renault) + 62,128 Sekunden
8. Takuma Sato (Super Aguri) 1 Runde zurück
9. Giancarlo Fisichella (Renault) 1 Runde zurück
10. Rubens Barrichello (Honda) 1 Runde zurück
11. Anthony Davidson (Super Aguri) 1 Runde zurück
12. Jenson Button (Honda) 1 Runde zurück
13. Adrian Sutil (Spyker) 2 Runden zurück
14. Christijan Albers (Spyker) 2 Runden zurück


Nicht gewertet:

Alex Wurz (Williams) mit 1 Runde
Mark Webber (Red Bull) mit 7 Runden
Jarno Trulli (Toyota) mit 8 Runden
Scott Speed (Toro Rosso) mit 9 Runden
Kimi Räikkönen (Ferrari) mit 9 Runden
Vitantonio Liuzzi (Toro Rosso) mit 19 Runden
Ralf Schumacher (Toyota) mit 44 Runden
Nick Heidfeld (BMW-Sauber) mit 46 Runden


Aktuelle Fahrerwertung nach dem 4. WM-Lauf:*

1. Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes) mit 30 Punkten
2. Fernando Alonso (McLaren-Mercedes) mit 28 Punkten
3. Felipe Massa (Ferrari) mit 27 Punkten
4. Kimi Räikkönen (Ferrari) mit 22 Punkten
5. Nick Heidfeld (BMW-Sauber) mit 15 Punkten
6. Robert Kubica (BMW-Sauber) mit 8 Punkten
7. Giancarlo Fisichella (Renault) mit 8 Punkten
8. Nico Rosberg (Williams) mit 5 Punkten
9. David Coulthard (Red Bull) mit 4 Punkten
10. Jarno Trulli (Toyota) mit 4 Punkten
11. Heikki Kovalainen (Renault) mit 3 Punkten
12. Takuma Sato (Super Aguri) mit 1 Punkt
13. Ralf Schumacher (Toyota) mit 1 Punkt

[I]* Bei Punktgleichstand werden die Platzierungen der einzelnen WM-Läufe mit bewertet[/I]


Aktuelle Konstrukteurswertung nach dem 4. WM-Lauf:*

1. McLaren-Mercedes mit 58 Punkten
2. Ferrari mit 49 Punkten
3. BMW-Sauber mit 23 Punkten
4. Renault mit 11 Punkten
5. Williams mit 5 Punkten
6. Toyota mit 5 Punkten
7. Red Bull mit 4 Punkten
8. Super Aguri mit 1 Punkt

[I]* Bei Punktgleichstand werden die Platzierungen der einzelnen WM-Läufe mit bewertet[/I]

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