Hyundai i-flow HED-7: Die futuristische Macht der Bionik

, 13.03.2010

Im Zeichen der Bionik präsentiert Hyundai mit der Studie i-flow, auch HED-7 genannt, die Zukunft der klassischen Limousine, in der sich bereits der neue Sonata-Nachfolger verbirgt. Bionik, das ist die Umsetzung von Erfindungen der belebten Natur in die Technik. So erreicht der Hyundai i-flow als Diesel-Hybrid dank der ausgefeilten, geradezu flüssigen Karosserie-Skulptur einen Luftwiderstandsbeiwert von cw 0,25 und einen Verbrauch von nur 3,0 Litern auf 100 Kilometern (CO2-Wert 85 g/km).


Exterieur: Futuristische Formensprache im Sinne der Biologie

Die Bezeichnung HED-7 (Hyundai European Design) steht für die europäische Herkunft der Sport-Limousine, deren Design von in der Natur vorkommenden Formen und Strukturen beeinflusst ist. Der in Rüsselsheim entworfene HED-7 führt Hyundais neue Formensprache „Fluidic Sculpture“ fort. Im D-Segment angesiedelt, gibt der 4,78 Meter lange, 1,85 Meter breite und 1,42 Meter hohe Hyundai i-flow einen Ausblick auf den europäischen Sonata-Nachfolger, der 2011 zuerst als praktischer Kombi und dann als elegante Limousine auf den Markt kommen soll.

Von außen strahlt die Sportlimousine in hochglänzender „Liquid Metal“-Effektlackierung, die den skulpturalen Effekt erhöht und durch Lichtreflexionen Teile der Karosserie wie poliertes Metall erscheinen lässt. So verleiht die ungewöhnliche Balance zwischen kurzem Karosserieüberhang vorne und dem lang fließenden Heck dem Concept Car ein futuristisches Aussehen.


Zahlreiche Karosseriedetails folgen den Gesetzen der Aerodynamik und unterstreichen den überraschenden Charakter. So sorgen beispielsweise ein adaptiver Frontspoiler und strömungsgünstige Schwellerleisten für wenig Luftwiderstand. Die prägnante Front folgt dem neuen Hyundai-Familiengesicht, während die seitliche „Z-Linie“ in Form einer vom Frontscheinwerfer bis zur Heckleuchte verlaufenden Sicke ein prägendes Stilelement des Kompakt-SUVs ix35 aufnimmt.

Völlig neue Wege geht Hyundai beim Leuchtendesign: Dioden - eingebettet wie Diamanten in einem Collier - verleihen dem Fahrzeug eine visuelle Spannung. Ein gutes Beispiel für die emotionale Interpretation einer aerodynamischen Fläche ist das große Glasdach mit integrierten Solarzellen, das sich mit Front- und Heckscheibe zu einem ganzheitlichen Designelement verbindet. Die Dach- und die Türverglasung wirken derweil wie aus einem Guss und werden von der schräg stehenden C-Säule umhüllt.

 

Antrieb: Sparsamer Diesel-Hybrid

Für den Vortrieb des Hyundai i-flow (HED-7) sorgt ein neuer 1.7-Liter- Diesel mit zweifacher Turbo-Aufladung, der an einen Elektromotor gekoppelt ist. Ausgerüstet mit einem Sechsgang-Doppelkupplungs-Getriebe, kommt der milde Hybrid auf 3,0 Liter pro 100 Kilometer aus und stößt lediglich 85 Gramm CO2 pro Kilometer aus. Gespeist wird der Elektromotor aus einer von Hyundai selbst entwickelten Lithium-Ionen-Polymer-Batterie.


Der Hyundai i-flow nutzt die Rückgewinnung aus Bremsenergie ebenso wie den Strom aus den Solarzellen im Dach und Armaturenbrett. Das Navigationssystem an Bord besitzt außerdem einen Öko-Assistenten, der auf Wunsch die Route mit dem niedrigsten CO2 -Ausstoß wählt. Darüber hinaus kommen weitere Technologien zur Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes zum Einsatz. Die Umkapselung des Motors mit einem Hartschaum-Isolationssystem aus Polyurethan (PU) ermöglicht zum Beispiel immer einen Warmstart.

Ein thermoelektrischer Generator zur Nutzung der Abwärme und ein spezieller Film auf den Solarzellen zur effizienteren Nutzung der Sonnen-Energie ergänzen das Energiekonzept. Schließlich bringen Ultra-Leichtbau-Materialien weniger Gewicht und infrarot-reflektierende Pigmente sorgen ferner für kühlere Kunststoffoberflächen und dämmen damit die Aufheizung des Innenraums wirkungsvoll ein.


Interieur: Neue Materialien und Bionik-Gene zur Gewichtseinsparung

Innovative Wege schlägt Hyundai bei der Gestaltung des Interieurs ein. Ziel der Entwickler war es, der Lehre der Bionik folgend, Erfindungen der Natur in technische Anwendungen umzusetzen. So kommen neuartige Materialien bei den Sitzen und der Mittelkonsole zum Einsatz und sparen Platz als auch Gewicht, was der Agilität des Fahrzeugs zugute kommt.

Die Verbindung aus neuester Technik und umweltbewusstem Einsatz von Materialien spiegelt sich ebenfalls im Detail wider: Angetrieben von Solarzellen breiten sich bei Sonneneinstrahlung über den Köpfen der Fahrgäste schattenspendende Flächen aus. Die Fahrgäste an Bord der Limousine mit einem üppigem Radstand von 2,80 Metern erleben ein völlig neues Raumgefühl und blicken im Innenraum auf Flächen, die von fließenden Linien geprägt sind.

 

Als Clou des Hyundai i-flow erweisen sich die Sitze: Elemente davon sind transparent gestaltet und erlauben einen Blick auf deren inneren Aufbau. Mit Hilfe eines Verfahrens zur Untersuchung der Beanspruchung von Sitzen konnten die Macher die Struktur mit Partner BASF optimieren und überflüssiges Gewicht sparen.


Der geteilte, im zentralen Blickfeld liegende Bildschirm mit zukunfsträchtiger OLED-Technologie (organische Leuchtdioden) reagiert nicht nur auf Berührung, sondern auch auf Gesten von Fahrer oder Beifahrer. Unabhängig vom Fahrer, kann der Beifahrer die Reiseroute planen oder zur Unterhaltung aus einem reichhaltigen Medienprogramm wählen.

Eine umlaufende Illuminationsleiste hüllt den Innenraum in üppiges Grün und sorgt für frische Energie an Bord. Alternativ vermittelt Minzgrün Wohlbefinden oder ein Hauch von Zitronengelb weckt sportliche Assoziationen. Auch auf der Oberfläche des Armaturenbretts befinden sich Solarzellen, die indirekt beleuchtet sind.


Die enge Kooperation mit Entwicklungspartner BASF ermöglicht es, im Hyundai i-flow weitere neue Materialien zu präsentieren. „Sprayskin“, ein Hightech-Verfahren zur Behandlung von Oberflächen, gibt dem Armaturenbrett einen besonders hochwertigen Glanz.

Den meisten Kontakt werden die Fahrzeuginsassen jedoch mit dem Sitzmaterial „Steron“ haben, das in den Tönen samtig bis seidenglänzend changiert und sich durch eine hohe Widerstandsfähigkeit auszeichnet. Die leichte Recyclebarkeit des Materials weiß ebenso zu überzeugen wie die gute Atmungsaktivität und Haptik.

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