Porsche Boxster GTS: Jetzt macht der Roadster Ernst

, 25.03.2014


Enge Kurven, eine giftige Gasannahme und ein noch schärferer Durchzug: Der neue Porsche Boxster GTS treibt den Drang nach Freiheit unter freiem Himmel mit noch mehr Power und einem weiter verschärften Auftritt auf die Spitze. Drei Buchstaben genügen, um zu beeindrucken: GTS - das bedeutet „Gran Turismo Sport“, aber vor allen Dingen hohe Performance von der Rennstrecke für den Alltag. Porsche gab dem Boxster GTS daher alles mit, was ihn noch bissiger macht und den Wind unter der Haut spüren lässt. Auf den Markt kommt der Porsche Boxster GTS im Mai 2014 zu Preisen ab 69.949 Euro.


Ihren Ursprung hat die Buchstabenkombination „GTS“ im Porsche 904 Carrera GTS, einem Rennwagen von 1963, der auch für die Straße zugelassen werden konnte. Der Porsche 924 GTS und der Porsche GTS 928 GTS kultivierten das Prinzip in den 1980er- und den 1990er-Jahren. 2007 feierte das GTS-Prinzip mit dem Cayenne GTS seine Wiedergeburt und wurde danach in der 911-Baureihe und im Panamera umgesetzt.

Er verdeutlicht eins: den unbändigen Drang nach vorne

Die neue Front des Porsche Boxster GTS kennzeichnen große Lufteinlässe. GTS-spezifisch abgedunkelte Tagfahr- und Positionslichter in LED-Technik setzen dabei scharfe Akzente. Bi-Xenon-Scheinwerfer samt dem dynamischen Kurvenlicht „Porsche Dynamic Light System“ (PDLS) sind Serie. Die schwarz ausgeführten Innenblenden verleihen dem vertikal ausgelegten Scheinwerferdesign zusätzlich Nachdruck - unverkennbare Zitate der Porsche-Rennsportgeschichte der 1960er- und 1970er-Jahre.

Flach und keilförmig gestreckt, setzt sich der Porsche Boxster GTS in Szene. Das Verdeck öffnet und schließt sich vollelektrisch in nur 9 Sekunden - bei einer Geschwindigkeit von bis zu 50 km/h. Die seitlichen Lufteinlässe verdeutlichen das Mittelmotorkonzept, während serienmäßig 20 Zoll große „Carrera S“-Räder im dynamischen 10-Speichen-Design, auf Wunsch schwarz lackiert, für den Kontakt zum Boden sorgen. Optional offeriert Porsche die „911 Turbo“-Räder in 20 Zoll mit einem titanfarben lackierten Innenbett und einem glanzgedrehten Felgenstern aus Aluminium.

Noch mehr Ausdrucksstärke vermittelt das neu gestaltete Heck des Porsche Boxster GTS mit abgedunkelten LED-Rückleuchten, während der unverfälscht kernige Porsche-Sound aus den schwarzen Endrohren der serienmäßigen Sport-Abgasanlage dringt. Unverkennbar unterstreicht zu guter Letzt der schwarze „Boxster GTS“-Schriftzug den sportlichen Auftritt.


Die Idee des Roadsters nochmals zugespitzt

Der leistungsgesteigerte Sechszylinder-Boxermotor mit 3,4 Litern Hubraum basiert auf dem Motor des Boxster S. Durch eine detailliert optimierte Abstimmung leistet das Aggregat im Boxster GTS jedoch 15 PS mehr. Damit kommt der Boxster GTS auf eine Leistungsausbeute von 330 PS bei 6.700 U/min. Das Drehmoment stieg um 10 Nm auf 370 Nm, die von 4.500 bis 5.800 Touren anliegen.

Serienmäßig ist der Mittelmotor-Sportwagen mit dem „Sport Chrono“-Paket ausgestattet. Das bedeutet: In Verbindung mit dem optionalen 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe PDK und aktiver „Sport Plus“-Taste spurtet der Boxster GTS in nur 4,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der Vortrieb endet bei 279 km/h. In Verbindung mit dem 6-Gang-Schaltgetriebe sind es 5,0 Sekunden beim klassischen Spurt und einer Top-Speed von 281 km/h - so schnell war noch kein Porsche Boxster ab Werk.

Den durchschnittlichen Spritverbrauch gibt Porsche in Verbindung mit dem Doppelkupplungsgetriebe mit 8,2 Litern auf 100 Kilometern an (CO2-Ausstoß 190 g/km). Beim manuellen Getriebe beträgt der Kraftstoffkonsum im Mittel 9,0 Liter pro 100 Kilometer, was einem CO2-Ausstoß von 211 g/km entspricht.

Extremer Biss oder Komfort auf Knopfdruck

Der Porsche Boxster GTS beherrscht dank der Kombination des serienmäßigen aktiven Dämpfersystems PASM und des „Sport Chrono“-Paketes auf Knopfdruck den Wechsel zwischen progressiver Sportlichkeit einerseits und Langstreckenkomfort andererseits. Eine optimal geregelte Dämpfung verbessert die Bodenhaftung des Fahrzeuges und sorgt für mehr Fahrstabilität, mehr Komfort, eine gesteigerte Performance und einen verkürzten Bremsweg.


Wie bisher kann der Fahrer über die PASM-Fahrwerktaste auf der Mittelkonsole zwischen den beiden Programmen „Normal“ und „Sport“ wählen. Dabei agiert das System in Abhängigkeit von der jeweiligen Fahrsituation, um den Fahrspaß nicht zu kurz kommen zu lassen: So werden zum Beispiel bei ruhiger Autobahnfahrt lediglich moderate Dämpfkräfte angefordert. Bei sportlicher Fahrweise hingegen verbessern hohe Dämpferkräfte den Fahrbahnkontakt und die Aufbauanbindung. Reaktionsschnell zeigt sich derweil die elektromechanische Servolenkung.

Aufbauend auf den Fähigkeiten des PASM-Fahrwerkes lässt sich mit dem optionalen „Porsche Torque Vectoring“ (PTV) das fahrdynamische Potenzial des Boxster GTS weiter erschließen. PTV bedeutet das intelligente Zusammenwirken der Hinterachs-Quersperre mit radselektiven Bremseneingriffen, einer Zusatzfunktion des „Porsche Stability Managements“ (PSM). Im Wesentlichen verbessert das PTV durch gezielte Bremseneingriffe am kurveninneren Hinterrad das Lenkverhalten und die Lenkpräzision des Fahrzeuges.

Bereits mit dem Einschlagen der Lenkung wird das Bremsmoment aktiviert. Das bedeutet: es verbessert die Kurvendynamik bereits ab dem Einlenken. Durch die Hinterachs-Quersperre verbessert sich beim Herausbeschleunigen aus der Kurve deutlich das Traktionsvermögen.

Alles zielt auf den gesteigerten Fahrspaß ab

Selbstredend, dass auch das Interieur des Porsche Boxster GTS in der Baureihe neue Akzente setzt. Der Innenraum integriert den Fahrer perfekt in das Fahrzeug. Die ansteigende Mittelkonsole sorgt für einen kurzen Weg vom serienmäßigen SportDesign-Lenkrad zum Schalt- bzw. Wählhebel.

Alcantara gelangt in Verbindung mit der serienmäßigen schwarzen Lederausstattung zum Einsatz. Ebenso an den Sitzmittelbahnen der serienmäßigen „Sportsitze Plus“, die mit ihren ausgeprägten Seitenwangen und der sportlich-straffen Polsterung für noch besseren Seitenhalt sorgen. Die Kopfstützen versahen die Macher mit gestickten „GTS“-Schriftzügen. Der Dachhimmel und die A-Säule sind ebenfalls mit Alcantara verkleidet.

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