RUF CTR 3: Die Wiedergeburt der legendären Fahrmaschine

, 14.04.2007

Genau 20 Jahre nach dem ersten CTR, dem legendären „Yellow Bird“, und gute 10 Jahre nach dem CTR 2, präsentiert RUF anlässlich der Eröffnungsfeierlichkeiten des RUF-Werks in Bahrain den CTR 3. Während die beiden ersten CTR-Generationen noch dem Heckmotorprinzip huldigten, setzt RUF beim CTR 3 nun auf ein Mittelmotorfahrzeug. Eines hat der CTR 3 jedoch mit seinen beiden Vorgängern gemeinsam: Der 700 PS starke Sportwagen stellt eine pure Fahrmaschine für den aktiven Fahrer dar. Wer diesen 375 km/h schnellen RUF sein Eigen nennen möchte, muss sein Bankkonto um 452.200 Euro erleichtern.


Die Mittelmotorbauweise ermöglicht eine ausgewogene Gewichtsverteilung für ein noch agileres Handling und einen längeren Radstand für mehr Fahrstabilität im Hochgeschwindigkeitsbereich. Die Karosserie des 4,445 Meter langen, 1,944 Meter breiten und 1,200 Meter hohen CTR 3, für dessen Styling Ben Sonderberg verantwortlich zeichnet, wurde völlig neu entwickelt und basiert auf keinem bestehenden Mittelmotorkonzept und auch nicht, wie viele vermuten, auf der des Porsche Cayman. Lediglich die Rückleuchten entlieh man vom Cayman.
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RUF legte die in einer Mischbauweise aufgebaute Karosserie auf eine optimierte Aerodynamik und für hohe Geschwindigkeiten aus. Die Struktur des Vorderwagens und der Bodengruppe bestehen aus verzinktem Stahlblech. Motor und Getriebe montierten die Macher an einem als Spaceframe und Gitterrohrrahmen ausgeführten Aggregat-Träger. Als Überrollschutz fungieren die verstärkten A-Säulen und der hinter dem Cockpit verlaufende Rohrrahmen, während man die Türen mit dem integrierten Seitenaufprallschutz und die Fronthaube aus Aluminium fertigte. Über die Karosserie spannt sich eine Außenhaut aus Kevlar-Carbon.




Beim Motor setzt RUF auf eine 30jährige Erfahrung mit aufgeladenen Boxermotoren. Aus 3,8 Litern Hubraum leistet der 6-Zylinder-Biturbo satte 700 PS bei 7.000 Umdrehungen pro Minute. Das maximale Drehmoment von 890 Nm liegt bei 4.000 Umdrehungen pro Minute an der Kurbelwelle an. Dieses Hochleistungsaggregat vereint kompakte Bauweise mit höchster Motorleistung. So positionierten die Macher beispielsweise die beiden Ladeluftkühler vor den Hinterrädern.

Dank der Leichtbaumaßnahmen beträgt das Leergewicht nur 1.400 Kilogramm. Hieraus resultiert ein Leistungsgewicht von fesselnden 2 Kilogramm pro PS. Die Fahrleistungen des CTR 3 sind erwartungsgemäß atemberaubend. In der Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 vergehen nur 3,2 Sekunden. Erst bei 375 km/h wird die Höchstgeschwindigkeit erreicht.


Das neu entwickelte sequenzielle 6-Gang-Schaltgetriebe konzipierte RUF als Quergetriebe. Es ist auf eine Kraftübertragung von bis zu 1.200 Newtonmetern an die Hinterräder ausgelegt. Der eingelegte Gang wird dem Fahrer in einem Display des Instrumententräger angezeigt. Das Lamellen-Sperrdifferenzial verfügt über einen Sperrwert von 40 Prozent Zug und 60 Prozent Schub.

Das Sportfahrwerk optimierte RUF für eine hohe Fahrdynamik und Fahrsicherheit. An der Vorderachse verbauten die Macher McPherson-Federbeine und einen Querstabilisator. Bei der Raumlenkerhinterachse steht der Motorsport Pate. Die quer liegenden Stoßdämpfer, welche in Schraubenfedern geführt werden, verbanden die Techniker über Pushrods mit den Radträgern.




Die Bremsanlage stimmte RUF beim CTR 3 auf höchste Verzögerungswerte ab. An Vorder- und Hinterachse kommen 6-Kolben-Aluminium-Festsättel und gelochte, innen belüftete Bremsscheiben aus Keramik-Composite mit einem Durchmesser von 380 Millimetern zum Einsatz. Ein speziell abgestimmtes Antiblockiersystem aus dem Hause Bosch verhindert selbst bei höchster Bremsleistung zuverlässig das Blockieren der Räder.

Für den Kontakt zum Asphalt sorgen beim RUF CTR 3 geschmiedete Leichtmetallräder mit Zentralverschluss. An der Vorderachse kommen Reifen der Dimension 255/35 ZR 19 auf 8,5 J x 19 Zoll großen Rädern zum Einsatz. Hinten bestückte man die 12,5 J x 20 Zoll messenden Pendants mit Pneus im Format 335/30 ZR 20.


Das Cockpit wird ganz nach Kundenwunsch gestaltet - entweder funktionaler Leichtbau oder sportlich-luxuriös mit einer Leder/Alcantara-Ausstattung. Zentrales Bedienelement stellt der Aluminiumschalthebel für das sequenzielle Getriebe dar. Selbst der Tachometerendwert von 420 km/h signalisiert dem Fahrer, dass beim CTR 3 jedes Detail auf Höchstleistung ausgelegt ist.

3 Kommentare > Kommentar schreiben

06.03.2009

Eine Schönheit, die Ruf da auf die Räder gestellt hat. Ich würde gerne mal sehen, wie sich der CTR3 gegen den Carrera GT schlägt. Das dürfte doch ein Kampf auf Augenhöhe sein.

06.03.2009

Die Fahrleistungen sind beeindruckend und auch live macht der Ruf CTR 3 eine gute Figur, wie ich finde: [IMG]http://img3.imageshack.us/img3/2939/genf2009413.jpg[/IMG] [IMG]http://img156.imageshack.us/img156/8756/genf2009412.jpg[/IMG]

21.04.2007

WOW !! Als absoluter Yellobird fan ist das ja nur geil. Sehr interessant finde ich das Konzept. Mal so ganz anders wie CTR und CTR2 die ja eigentlich "nur" 911 waren. der CTR3 ist ja ein ganz neues eigentständiges Modell. Leistung ist ja reichlich vorhanden. Jetzt müssen die Allgäuer den CTR3 nur noch gescheit um die Kurven bekommen und der Carerra GT sieht wahrscheinlich verdammt alt aus.


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