Seat Leon Prototyp: Prägnante Sportlichkeit

, 12.03.2005

Auf dem Genfer Automobilsalon 2005 stellt Seat den León Prototyp vor. Ein Fahrzeug, das die neue Generation des Leóns vorwegnimmt und noch mehr auf Sportlichkeit setzt als das aktuelle Modell. Der neue León wird das dritte und sportlichste Modell der neuen Generation von Seat-Produkten sein. Mit seiner charakteristischen, modernen Linienführung und der Anmutung eines Coupés verbindet der León Prototyp ausgeprägte Sportlichkeit mit dem Platzangebot und Komfort einer Limousine seiner Fahrzeugklasse. Mit seiner Länge von 4,343 m kommt er aber auch im Stadtverkehr ausgezeichnet zurecht.
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Durch die Linienführung der hinteren Fenster und die ohne sofort ins Auge fallenden Griffe gestalteten hinteren Türen wirkt er auch als Viertürer wie ein schönes Coupé. Die großzügige Heckklappe garantiert optimale Vielseitigkeit. Das Concept Car zeichnete sich vor allem durch die so genannte dynamische Linie aus, die an der Fahrzeugseite von der Motorhaube sanft bis zum hinteren Radhaus abfällt. Diese Linienführung findet sich nun auch beim León Prototyp. Da zudem die hinteren Türen ohne Griffe auskommen – diese sind im Fensterausschnitt selbst integriert – und das Fahrzeug nur 1,43 m hoch ist, wirkt der León Prototyp kraftvoll. Und all das, ohne auf die Vorteile eines echten Viertürers verzichten zu müssen.

Eine Frontansicht mit Charakter

Die Frontansicht wird von dem großen Kühlergrill beherrscht, in dessen Mitte in einer Chromeinfassung das Logo der Marke prangt. Außerdem sorgt der großzügig bemessene Kühlergrill für eine deutliche Verbesserung der Kühlerleistung.

Prägnant auch der Stoßfänger ohne Leisten mit den drei dreidimensional angeordneten Lüftungsgittern in Wabenstruktur. Neben dem zentralen Lüftungseinlass, in dem sich die Motorhaube nach unten fortsetzt, befinden sich an den Seiten zwei kleinere Öffnungen, die vom Scheinwerfer bis zum Radhaus reichen.

Nicht weniger auffällig sind die neuen BiXenon-Scheinwerfer in „Augenform“ mit der Abdeckung aus transparentem Polycarbonat. Um das Bild vom menschlichen Auge perfekt zu machen, ist selbst der Blinker innerhalb der Beleuchtungseinheit untergebracht, was den Tränenwinkel des Auges simuliert.

Auch am Heck entdeckt man zahlreiche vom Salsa inspirierte Elemente. Mitten auf der Heckklappe prangt zwischen den Heckleuchten das Logo der Marke, ein großes „S“, das, wie bei SEAT üblich, die Heckklappe öffnet. Auch der verchromte Auspuff nimmt wie beim damaligen Concept Car eine zentrale Position ein und rundet auf attraktive Weise das Fahrzeugheck ab.

2-Liter-Motor mit 200 PS: FSI Turbo

Die Sportlichkeit spiegelt sich nicht nur im ästhetischen Eindruck und in den Verarbeitungsdetails wider, sondern auch im Fahrverhalten und in der Leistung.

Der León Prototyp ist mit einem Ottomotor mit FSI-Direkteinspritzung und Turbolader ausgestattet. Dieser kompakte 4-Zylinder-Reihenmotor mit 2 Litern Hubraum zeichnet sich durch seinen ausgezeichneten Wirkungsgrad aus. Neu ist das im Turbolader integrierte Überdruckventil für den Lader.


Seine 200 PS (147 kW) überträgt der Motor des León Prototyps, der in einem Drehzahlbereich von 5.100 bis 6.000 U/min seine höchste Leistung erreicht, über ein DSG-Direktschaltgetriebe mit 6 Gängen auf die Vorderachse. Wer den Automatikmodus nicht mag, kann auch über Bedienhebel am Lenkrad schalten. Das maximale Drehmoment von 280 Nm bleibt praktisch über den gesamten Drehzahlbereich von 1.800 bis 6.000 U/min konstant. Die Leistung ist überzeugend: der Léon Prototyp erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 236 km/h und beschleunigt in 6,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Die Kraftstoffversorgung erfolgt durch Direkteinspritzung in die Zylinder. Damit lässt sich ein größeres Verdichtungsverhältnis (10,5:1) und folglich eine höhere Motorleistung erreichen. Zudem wird der Kraftstoff besser genutzt, da er direkt in den Brennraum gespritzt wird und sich daher nicht auf dem Weg ins Innere der Verbrennungskammer im Ansaugrohr niederschlagen kann. Das bedeutet, dass der gesamte eingespritzte Kraftstoff in Energie umgewandelt wird.

Die Abgasreinigung erfolgt beim León Prototyp durch einen motornahen Keramik-Vorkatalysator sowie einen Keramikkatalysator am Unterboden mit Heizfunktion durch doppelte Einspritzung (Homogen-Split). Damit werden die EU4-Emissionswerte eingehalten.

Der León Prototyp verfügt über Einzelradaufhängung vorne und hinten. Die Vorderachse wurde mit McPherson-Federbeinen mit unteren Dreiecksquerlenkern, Aluminiumhilfsrahmen und Stabilisator ausgestattet. Bei der Hinterachse kommt ein raffiniertes Mehrfachlenkersystem mit getrennter Feder-/Dämpferanordnung, Hilfsrahmen und Stabilisator zum Einsatz.

Weiterhin ist der Prototyp mit einer elektromechanischen Lenkung ausgestattet, bei der die Lenkunterstützung an die Fahrgeschwindigkeit und die Schnelligkeit des Lenkeinschlags angepasst wird.

Nicht zu übersehen sind beim León Prototyp auch die 19-Zoll-Leichtmetallräder mit zehn Doppel-T-Speichen und dem „S“ für SEAT in der Mitte, auf denen Reifen in der Größe 265/30 montiert wurden. Im Inneren der Räder erkennt man die schwarzen Bremssättel.

Sämtliche Scheibenbremsen sind belüftet. Vorne messen diese 345 mm und sind mit 4-Kolben-Bremssattel ausgestattet, während man sich an der Hinterachse für Bremsscheiben mit einem Durchmesser von 310 mm entschieden hat.


2 + 2 im Innenraum

Ganz besondere Sorgfalt legte das Designteam von Seat auf den Innenraum des León Prototyps, der von hochwertigen Materialien und neuester Technik geprägt ist. Das Ergebnis ist ein in Anbetracht der geringen Fahrzeughöhe auffallend großzügiges Platzangebot in einem Innenraum mit der Konfiguration 2 + 2, der die Emotionen anspricht und dem sportlichen Charakter des äußeren Designs treu bleibt.

Dabei kommt der farblichen Gestaltung eine wichtige Rolle zu, denn das intensive Metallicrot der Karosserie setzt sich in verschiedenen Elementen im Fahrzeuginneren fort. Die Blenden der Instrumentenanzeigen und die Rahmen der Mittelkonsole sind in einer Matt-Variante dieser Farbe gehalten.

Die Ausstattung des León Prototyps stellt die Bestätigung dieses Prinzips dar. So unterscheiden sich die Sitze im Fond nicht von den Vordersitzen: Der Prototyp verfügt über vier einzelne Sportsitze, die ausgezeichneten seitlichen Halt bieten (2+2). Bezogen sind diese mit Leder im Metalliceffekt und roten Ziernähten.

Das sportliche Design des Armaturenbretts beherrscht das Cockpit. Es ist in Oberflächenoptik in zwei deutlich voneinander abgegrenzte Bereiche unterteilt: eine Zone dicht an der Windschutzscheibe und eine Zone in Reichweite von Fahrer und Beifahrer. Letztere zeichnet sich durch das technisch anmutende Finish aus, das dem Prototypen eine sportliche und gleichzeitig attraktive Ästhetik verleiht. Unterschiedliche farbliche Nuancen und Strukturen kennzeichnen beide Bereiche und schaffen so eine angenehme, funktionale Atmosphäre.

Als besonders prägnant zeigt sich die große, völlig gerade Mittelkonsole, die in keiner Weise in Richtung Fahrer ausgerichtet ist. Dort sind als kompakte Einheit Audioanlage, Navigationssystem und Klimaanlage untergebracht.

Sportlich wirkt das Lenkrad des León Prototyps, das nicht ganz rund, sondern unten gerade ist. Der Lederbezug mit Metalliceffekt ist mit roten Nähten abgesetzt. Charakteristisch sind auch die drei Speichen des Lenkrads, von denen die mittlere in Aluminium ausgeführt wurde, sowie die seitlichen Griffmulden, die für guten Halt sorgen. Abgesehen vom Markenlogo im mittleren Teil, sind am Lenkrad auch Bedienelemente für die Gangschaltung und verschiedene Funktionen von Audioanlage und Navigationssystem untergebracht.


Hinter dem Lenkrad befindet sich die sportliche Instrumententafel mit drei Rundinstrumenten. Der Drehzahlmesser in der Mitte ist mit seinem rot-schwarzen Schachbrettmuster ganz im Racing-Stil gehalten. Rechts davon befindet sich der Tachometer, der mit kleinen schwarzen und grauen Karos hinterlegt wurde. Die linke Anzeige nimmt dieses Muster wieder auf. Hier befinden sich Kraftstoff- und Wassertemperaturanzeige sowie ein in der Mitte angebrachtes digitales Multifunktionsdisplay.

Beim Tachometer wie beim Drehzahlmesser befindet sich die Null auf sechs Uhr, so dass die Zählung im Uhrzeigersinn von unten beginnt. Geschützt wird die Instrumententafel von einer lederverkleideten Blende mit roten Ziernähten. Eine Ergänzung erfahren diese attraktiven Elemente durch den massigen Schalthebel des DSG-Direktschaltgetriebes.

Live-Bilder

Der León Prototyp ist mit drei Außen- und einer Innenkamera ausgestattet, die verschiedene Live-Aufnahmen des Fahrzeugs und seiner Umgebung zeigen. Die Bilder dieser Kameras werden im Innenraum auf zwei Bildschirmen angezeigt.

Die drei Außenkameras sind folgendermaßen verteilt: eine Kamera im oberen Teil der Motorhaube bietet einen allgemeinen Überblick über die Straße, eine zweite im Fahreraußenspiegel zeigt das linke Vorderrad und eine dritte im dritten Bremslicht liefert eine Panoramaansicht der Geschehnisse hinter dem Fahrzeug.

Im Innenraum befindet sich eine Kamera in der Dachverkleidung im Modul der Innenleuchten und zwar auf Höhe der vorderen Kopfstützen. Diese zeigt das Lenkrad, die Instrumententafel sowie Arme und Hände des Fahrers.

Von den Displays gehört eines zum Navigationssystem. Wie bei allen Seat-Modellen befindet sich dieses in der Mittelkonsole und ist folglich für Fahrer und Beifahrer gedacht. Den Fondpassagieren steht ein 6,8 Zoll großer TFT-Farbbildschirm zur Verfügung. Er ist in der Konsole zwischen den Fondsitzen untergebracht und verbirgt sich, wenn er nicht benutzt wird, unter einer in die Konsole integrierten Abdeckung. Über diesen Touchscreen wird auch ausgewählt, ob eine DVD abgespielt oder ein Kamerabild angezeigt werden soll. Zwischen den vier Kameras wird über Tasten in der hinteren Mittelkonsole umgeschaltet.

Auf beiden Bildschirmen lassen sich demzufolge nicht nur die Bilder der vier Kameras betrachten, sondern auch DVDs ansehen. Der DVD-Player befindet sich unter dem Beifahrersitz und ist an die Fahrzeuglautsprecher angeschlossen.

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