VW CrossGolf: Die neue Kombi aus SUV und MPV

, 29.09.2006

Volkswagen feiert auf der Mondial de l`Automobile in Paris (30.09.2006 - 15.10.2006) die Weltpremiere einer neuen Golf-Version: den CrossGolf. Mit ihm verschmelzen die Nehmerqualitäten eines kompakten SUV und die Vielseitigkeit eines kleinen MPV zu einem neuen Crossover-Modell. Wie sein kleiner Bruder, der CrossPolo, wurde auch der CrossGolf von Volkswagen Individual, der unternehmenseigenen Expertendivision in Sachen Veredlung und Spezialfahrzeugen, konzipiert.


Positionierung zwischen zwei Polen

SUV steht für Sport Utility Vehicle und bezeichnet eine deutlich „zivilere" Stufe zum „harten" Geländewagen. Mit dieser Fahrzeugart teilt sich der CrossGolf die karosserieseitigen Nehmerqualitäten. Rund 480.000 kompakte SUV wurden 2005 in Europa verkauft. MPV bedeutet Multi Purpose Vehicle und bezeichnet einen Van. Der CrossGolf schlägt mit seinem variabeln und geräumigen Interieur eine Brücke in dieses Segment. Knapp 1,4 Millionen kompakte MPV fanden 2005 in Europa ihre Käufer. Genau zwischen diesen beiden Polen bewegt sich der neue CrossGolf. Einen direkten Konkurrenten hat er aufgrund dieser Positionierung und seiner Konzeption in dieser Klasse (noch) nicht.

Der stets frontgetriebene CrossGolf basiert auf dem Golf Plus Sportline. Damit kennzeichnen auch den CrossGolf praktische Details wie eine klappbare und in diesem Fall sogar längs verschiebbare Rückbank, Klapptische an den Rückseiten der Vordersitze und Schubladen darunter, eine erhöhte Sitzposition sowie grundsätzlich vier Türen und eine große Heckklappe. Parallelen zur SUV-Welt zeigt der neue Volkswagen im Exterieur-Bereich. Hier sind es unter anderem spezielle seitliche Beplankungen, eigenständige Stoßfänger und eine um 20 Millimeter höhere Bodenfreiheit samt großen 17-Zoll-Rädern, die den CrossGolf prägen.

Volkswagen wird den CrossGolf mit zwei Benzinern und zwei Dieselmotoren anbieten. Die Einstiegsversion bei den Benzinern leistet 75 kW / 102 PS, die Grundmotorisierung der TDI entwickelt 77 kW / 105 PS. Die Topmotorisierungen (1.4 TSI und 2.0 TDI) sind jeweils 103 kW / 140 PS stark. Besondere Aufmerksamkeit verdient der Twincharger 1.4 TSI. Dank doppelter Aufladung über Kompressor und Turbolader zeigt er eine drehmomentstarke und agile Charakteristik. Gleichwohl ist der Motor außerordentlich sparsam. Wie die zwei mit einem Partikelfilter ausgestatteten TDI lässt sich auch der FSI mit dem Doppelkupplungsgetriebe DSG ausstatten.


Wie alle Golf, wird auch das neue Modell serienmäßig das elektronische Stabilisierungsprogramm ESP, inklusive Gegenlenkfunktion und Gespannstabilisierung, ABS plus Bremsassistent sowie sechs Airbags, besitzen.

Exterieurbereich mit zahlreichen Modifikationen

Der CrossGolf differenziert sich im Exterieurbereich durch zahlreiche Modifikationen vom Golf Plus der klassischen Bauart. Besonders prägnant sind hier die neue CrossGolf-Farbe „Ice Silver Metallic", neue Stoßfänger und die rundum integrierte Beplankung aus einem ebenso robusten wie hochwertigen Kunststoff im Farbton „Anthrazit-Satineffekt". Die Seitenschweller, die Radläufe, die Türabschlüsse sowie die Stoßfänger verkleideten die Macher.

Die hochwertige Karosserie-Beplankung umrahmt vorn die tieferliegenden Kühllufteinlässe und die dort integrierten, serienmäßigen Nebelscheinwerfer. Im Stile eines Unterfahrschutzes gestaltet wurde der mittlere Bereich des silbernen Stoßfängers, dessen V-Form die konturierte Pfeilung der Motorhaube aufnimmt. Ebenso prägnant zeigt der hintere Stoßfänger mit einem stilisierten Unterfahrschutz Anklänge an die Welt der SUV; aufgrund seiner großen Breite dominiert dieses Element den Stoßfänger. In seiner Designwirkung unterstreicht der silberne Unterfahrschutz den kraftvollen Auftritt des neuen CrossGolf.


Silber („Brillante Chrom") lackierte man die Dachreling des CrossGolf. Hinsichtlich ihres Designs mit den Rädern des CrossPolo verwandt sind seine 17-Zoll-Leichtmetallfelgen. Neben diesen hellen Elementen verleihen dunkle Beplankungen der Silhouette des CrossGolf einen ganz eigenen Charakter. Analog zum erfolgreichen CrossPolo wurden dabei auch die Radläufe verkleidet. Die im leichten Gelände schützende Beplankung geht dabei von den Radläufen in die seitlichen Bereiche der Stoßfänger und in die Seitenschweller über. Die wiederum wirken besonders kräftig, da auch die unteren Türabschlüsse verkleidet sind und so visuell mit den Schwellern eine Einheit bilden. Gemeinsam mit den ebenfalls verstärkten Seitenleisten entsteht zudem ein wirksamer Schutz vor Parkbeulen, wie sie im Großstadt-Dschungel durch unachtsam geöffnete Türen parallel abgestellter Fahrzeuge verursacht werden.

Interieur mit kontrastreicher Farbwelt

Ebenso wie das Exterieur zeigt auch das Interieur des CrossGolf eine kontrastreiche Farbwelt. Eigens für das neue Modell entwickelte VW den sogenannten Innentrim, also die Materialien und Farbgebung der Sitzbezüge, der Türverkleidungen und Armaturen-Applikationen.

Die Innenbereiche der Sitzflächen und -lehnen weisen eine Waffelstruktur auf; sie setzen sich zudem farblich von den Seitenwangen und Rückpartien der Sitze ab. Die Rücksitzlehnen von Fahrer und Beifahrer bestückte man außen mit Klapptischen und Ablagetaschen. Unter den serienmäßigen Sportsitzen befindet sich jeweils ein praktisches Staufach. Optisch auf die Sitze abgestimmt wurden ferner die Türverkleidungen. Den mit Stoff bezogenen Innenbereich hielt man im selben Farbton wie die entsprechenden Innenflächen der Sitze.


Im Bereich der Armaturen kennzeichnen den CrossGolf Applikationen in Silbermetallic. Die insgesamt acht runden Luftausströmer weisen, anders als im Golf Plus, zudem einen Farbkranz in „Ice Silver Metallic" auf. Ebenfalls an Bord des neuen CrossGolf: ein Dreispeichen-Lederlenkrad, eine Schalthebelverkleidung in Leder, ein speziell gestalteter Schalthebelknopf (nicht bei DSG), viele Ablagefächer, Türeinstiegsleisten mit CrossGolf-Schriftzug, Pedalkappen in einer hochwertigen Aluminium-Optik und Fußmatten mit einer farblich vom Grundton abgesetzten Einfassung. Serienmäßig gibt es außerdem eine Klimaanlage.

Analog zum Basisfahrzeug Golf Plus zeichnet sich der Innenraum des CrossGolf durch eine hohe Variabilität und eine gute Ergonomie aus. Die Kombination aus vergleichsweise hoch bauenden Armaturen und der gegenüber dem „klassischen" Golf um 7,5 Zentimeter erhöhten Sitzposition (hinten plus 8,5 Zentimeter) erzeugt ein Raumgefühl wie es ähnlich auch ein kompakter SUV bietet. Diesen Eindruck verstärkt die große Innenraumhöhe von 100,7 Zentimetern (hinten sind es 97,6 Zentimeter).

Zudem bietet der CrossGolf sowohl vorn als auch im Fond jede Menge Beinfreiheit. Je nach Stellung der asymmetrisch teil-, längs verschieb- und klappbaren Rücksitzbank lässt sich das Kofferraumvolumen zwischen minimal 395 Litern und maximal 505 Litern variieren. Werden die Rücksitzlehnen komplett umgeklappt, stehen bis zu 1.450 Liter Stauvolumen zur Verfügung. Flexibel einsetzbar zeigt sich auch der Kofferraumboden - in der höheren von zwei möglichen Stufen angebracht, entsteht unter ihm ein weiterer Stauraum.

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