VW Golf VII Variant: So sparsam und groß wie nie

, 25.03.2013


Ob als kompakter Business-Kombi oder als Erstwagen für Familien - Volkswagen erweitert den Golf in der aktuellen Generation um einen vielseitigen Kombi, der beim Kofferraumvolumen signifikant zulegte. Das Leistungsspektrum des neuen VW Golf Variant reicht von 85 PS bis 150 PS und besticht im besten Fall durch einen durchschnittlichen Verbrauch von nur 3,3 Litern Diesel pro 100 Kilometer. Ebenfalls im Angebot: eine Allradvariante in zwei Leistungsstufen. Auf den Markt kommt der neue VW Golf VII Variant im August 2013.


Design: Markante und sportliche Eigenständigkeit

Im Exterieur folgt der 4,562 Meter lange Golf Variant bis zum Abschluss der vorderen Türen der Linienführung des Schrägheckmodells. Ab den B-Säulen entwickelt sich dann allerdings durch gezielte Design-Modifikationen und ein Plus an Raum der eigenständige Golf Variant mit einem Plus von 30,7 Zentimetern gegenüber der Schrägheck-Variante. Darüber hinaus sorgen die Proportionen für ein hohes Maß an Sportlichkeit. Hier sind es besonders der im Vergleich zum Vorgänger von 2,578 Meter auf 2,637 Meter vergrößerte Radstand und die kurzen Karosserieüberhänge, die dem Golf Variant ein dynamisches Charisma verleihen.

Im Vergleich zum Vorgänger zeigt der Golf VII Variant eine komplett neu aufgebaute Modulation in den Flächen. Während beim sechsten Golf die Kotflügel höher als die Motorhaube waren - sie quasi einrahmten - ist es nun umgekehrt: Seitlich bilden die Knickkanten die tiefsten Punkte der Kotflügel, bevor diese vertikal in die Radläufe übergehen. Die Linien formen eine V-förmige Motorhaube.

Unterhalb der Haube folgen die neu gestalteten Scheinwerfer und das vergleichsweise schmale Band des Kühlergrills. Nach unten wird der Kühlergrill durch einen Chrom-Steg begrenzt, der im Fall der Xenon-Scheinwerfer seine Fortsetzung in den Scheinwerfergehäusen findet. Besonders markant wirkt das LED-Tagfahrlicht der Xenonscheinwerfer. Der untere Lufteinlass unterstützt indes zusammen mit der in Wagenfarbe lackierten Fläche unterhalb der Scheinwerfer die starke horizontale Gliederung des Frontdesigns.

Bereits optisch klärt ein Blick auf das Heck, dass der Kombi nicht vom Viertürer abgeleitet, sondern parallel entwickelt wurde. Deshalb zeigt der neue Golf Variant auch in der Silhouette eine besonders souveräne Linienführung. Gleichwohl ist der Variant bei aller Eigenständigkeit sofort als Golf auszumachen. Den Designern gelang es, die wie ein Bogen gespannte Form der für den klassischen Golf typischen C-Säule auf die D-Säule des Variants zu übertragen, wobei sich das „dritte“ Seitenfenster in diesem Bereich visuell als ein Teil der D-Säule erweist.


Die präzise geführte Fensterbrüstung, in der Topversion mit einer Chromzierleiste veredelt, die lange Seitenfensterfläche und das nach hinten hin leicht abfallende Dach samt Dachkantenspoiler unterstreichen diese Dynamik. In der Folge wirkt die Silhouette des neuen Golf Variant gestreckter, kraftvoller und sportlicher. Edel in die Silhouette integrierten die Macher eine optional erhältliche respektive ausstattungsabhängig serienmäßige Dachreling.

Die neuen zweiteiligen Rückleuchten des Golf Variant unterstreichen die Familienzugehörigkeit zur Baureihe. Die in die Heckklappe integrierte Hälfte der Rückleuchten ist allerdings größer als bei der Schrägheckversion und bildet im unteren Bereich länger eine parallele Linie zur Grafik der Heckklappe. Eine klare Differenzierung zwischen dem Golf Variant und dem „klassischen“ Golf ergibt sich zudem über die Gestaltung der Heckklappen- und Stoßfängermitte: Während sich das Kennzeichen des Schrägheckmodells im Stoßfänger befindet, integrierten es die Designer im Fall des Golf Variant analog zum Vorgänger des Kombis erneut in die Heckklappe.

Golf Variant TDI BlueMotion mit eigenständigen Features

Der Golf Variant wird in den Ausstattungslinien „Trendline“, „Comfortline“ und „Highline“ lieferbar sein. In den Ausstattungen „Trendline“ und „Comfortline“ gibt es den neuen Golf Variant TDI BlueMotion, der sich optisch wie technisch von den anderen Modellen der Baureihe unterscheidet. Das mit einem Durchschnittsverbrauch von 3,3 l/100 km sparsamste Modell der Baureihe lässt sich von vorn an einem teilgeschlossenen Kühlerschutzgitter erkennen. Hinten sind es die sogenannten Flaps am Heckscheibenrand, die den Golf Variant als TDI BlueMotion ausweisen.

Darüber hinaus stattet Volkswagen das Effizienzmodell unter anderem mit aerodynamisch optimierten Unterboden- und Radhausverkleidungen, einer um 15 Millimeter reduzierten Bodenfreiheit und Rollwiderstandsreifen aus. Vorn, hinten und seitlich gibt es zudem „TDI BlueMotion“-Schriftzüge an der optional in der Exklusivfarbe „Clearwater Blue Metallic“ lackierten Karosserie.


Kofferraumvolumen mit mehr als 100 Litern Plus

Der neue Golf Variant erweist sich als sportlich-eleganter Allrounder, der seine niedrigen Verbrauchswerte mit einer hohen Variabilität verbindet. So vergrößerte sich das Kofferraumvolumen gegenüber dem Vorgänger von 505 Liter auf beachtliche 605 Liter (bis zur Rücksitzlehne beladen). Bis an die Lehnen der Vordersitze und unter das Dach beladen, bietet der neue Golf Variant sogar ein Stauvolumen von 1.620 Litern (Vorgänger 1.495 Liter).

Die Laderaumlänge bis zur Rückbank beträgt 1,055 Meter, zu den Rücklehnen der Vordersitze 1,831 Meter. Für die kleinste Breite im Gepäckraum ergibt sich ein Maß von stattlichen 1,003 Meter. Die Ladekante ist nur praktische 63 Zentimeter hoch, so dass der Golf Variant mit diesen Werten dem Gros aller Transportaufgaben locker gewachsen sein dürfte.

Ausstattungsseitig besitzt der Kombi als Gepäckraumabdeckung erstmals ein Rollo mit einer zweistufigen Aufrollautomatik. Das Rollo lässt sich bei Nichtgebrauch ebenso wie die Netztrennwand unter dem Ladeboden verstauen. Beim neuen Golf Variant ist es außerdem möglich, den Ladeboden in der Höhe einzustellen respektive in verschiedenen Stellungen zu arretieren oder ganz auszubauen. Neu konzipiert und dadurch noch praktischer nutzbar wurden die Fernentriegelung der Rücksitzlehnen im Kofferraum und die Lehnenklappung. Ebenfalls neu an Bord des Gepäckraums befinden sich vier Taschenhaken.

Motoren: Extrem sparsam mit neuer Fahrprofilauswahl

Analog zum Golf mit Schrägheck-Karosserie kommen im neuen Golf Variant zwei komplett neu entwickelte Motorgenerationen zum Einsatz. Alle sieben Versionen sind dabei mit einem Start-Stopp-System (etwa vier Prozent Verbrauchsreduzierung) und einem Rekuperationsmodus (CO2-Reduktion von rund drei Prozent) ausgerüstet. Geschaltet wird der neue Golf Variant je nach Motorversion über 5- und 6-Gang-Getriebe. Die meisten TSI und TDI lassen sich zudem mit einem automatischen Direktschaltgetriebe (DSG) kombinieren.

 

Die Ottomotoren leisten 85 PS, 105 PS, 122 PS und 140 PS. Effizient sind alle Motoren des Golf Variant. Beispiel 1.2 TSI BlueMotion mit 105 PS: Der Kombi verbraucht mit diesem agilen Motor nur 5,1 Liter pro 100 Kilometer (DSG 5,0 l/100 km), ist aber bei Bedarf bis zu 193 km/h schnell.


Extrem effizient treiben die neuen Dieselmotoren den Golf Variant an. Das Leistungsspektrum der drei Hightech-Diesel reicht von 105 PS über 110 PS bis zu 150 PS. Als sparsam erweist sich dabei mit 3,3 Litern pro 100 Kilometer nicht nur die 110-PS-TDI-BlueMotion-Version. Selbst der 320 Nm starke 150-PS-TDI nähert sich mit 4,2 Litern auf 100 Kilometern der magischen 4-Liter-Marke.

Darüber hinaus offeriert Volkswagen für den Golf Variant eine Fahrprofilauswahl. Dabei handelt es sich um ein Instrument, mit dem vorausschauende Fahrer eine besonders effiziente Fahrweise realisieren können. Insgesamt vier und in Verbindung mit der adaptiven Fahrwerksregelung DCC fünf Fahrprogramme stehen zur Verfügung: „Eco“, „Sport“, „Normal“, „Individual“ und in Kombination mit DCC zusätzlich „Comfort“. Im Fahrprofil „Eco“ werden die Motorsteuerung, die Klimaanlage und weitere Nebenaggregate verbrauchsoptimal gesteuert. Darüber hinaus steht bei Fahrzeugen mit DSG im Eco-Modus eine Segelfunktion zur Verfügung. Geht der Fahrer vom Gas - etwa beim Heranrollen an eine Ampel oder bei Passagen mit Gefälle - kuppelt das DSG aus und der Motor läuft im Leerlauf.

Interieur: Mehr Komfort, Internet und Touchscreen mit Annäherungssensor

Alle Elemente des Innenraumes wurden neu entwickelt und designt. Auffallend dabei ist die breite, zum Fahrer hin orientierte Mittelkonsole. Zentral in der Mittelkonsole unterhalb des Warnblinkschalters befindet sich der zwischen 5 und 8 Zoll große Infotainment-Touchscreen mit den dazugehörigen Hauptmenütasten und Drehreglern. Dabei setzt Volkswagen eine Touchscreen-Generation mit einer Annäherungssensorik ein: Sobald sich ein Finger des Fahrers oder Beifahrers dem Touchscreen nähert, schaltet das System automatisch vom Anzeige- in einen Bedienmodus.

Das Top-Radio-Navigationssystem mit einem 8 Zoll großen Touchscreen nennt sich „Discover Pro“. Serienmäßig stehen hier beispielsweise ein DVD-Laufwerk (Audio- und Video), eine Sprachbedienung, eine 3D-Kartennavigation und ein 64-GB-Flashspeicher zur Verfügung. Optional steht ein UMTS-Telefonmodul bereit. Darüber hinaus fungiert „Discover Pro“ als WLAN-Hotspot (Internet-Zugang) für WLAN-fähige Mobilgeräte wie Smartphones oder Tablets.


Unter dem Info- und Entertainmentmodul schließt sich die ebenfalls klar gegliederte Bedienung für die Klimatisierung an. Rechts vom Fahrer befinden sich die Tasten für die neue elektronische Parkbremse und die Auto-Hold-Funktion. Davor integrierte Volkswagen ein Ablagefach, in dem sich verschiedene Multimedia-Schnittstellen (AUX-IN, USB und optional Apple) befinden. Das Fach bietet darüber hinaus genug Raum, um ein Smartphone aufzunehmen.

Bereits in der Basis „Trendline“ stattete Volkswagen den neuen VW Golf Variant umfangreich aus. Dazu gehören unter anderem sieben Airbags und die elektronische Stabilitätskontrolle (ESC). Zur gegenüber dem Vorgänger erweiterten Serienausstattung zählen beim Golf Trendline unter anderem Features wie der Touchscreen mit einem 5-Zoll-TFT-Display, ein Einfüllstutzen mit Fehlbetankungsschutz für die Diesel, verbrauchsbezogene Darstellungen und Hinweise in der Multifunktionsanzeige (ECO-HMI), die elektronische Parkbremse mit Auto-Hold-Funktion, die Quer-Differenzialsperre XDS, eine Reifenkontrollanzeige, der Rekuperationsmodus und das Start-Stopp-System.

Ebenfalls serienmäßig gibt es unter anderem Tagfahrlicht, eine grüne Wärmeschutzverglasung, eine Klimaanlage, Chromringe um die Belüftungsöffnungen im Interieur, elektrisch einstellbare Außenspiegel, eine Außentemperaturanzeige, elektrische Fensterheber, Heckscheibenwischer mit Intervallschaltung, eine elektromechanische Servolenkung und eine Lenkung mit Höhen- und Längseinstellung. Dazu kommen ein in der Höhe einstellbarer Fahrersitz, Staub- und Pollenfilter sowie eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung.

Sicherheit: Oberklasse-Features für die Kompaktklasse

Optional wird es für den neuen VW Golf Variant als Novum ein proaktives Insassenschutzsystem geben. Erkennt dieses System eine potenzielle Unfallsituation, werden automatisch die Sicherheitsgurte für Fahrer und Beifahrer vorgespannt, um so den bestmöglichen Schutz durch die Airbag- und Gurtsysteme zu erreichen. Liegt eine noch kritischere Situation wie etwa starkes Über- oder Untersteuern mit ESC-Eingriff vor, schließt das System zusätzlich die Seitenscheiben (bis auf einen Restspalt) und das Schiebedach. Bei nahezu geschlossenen Scheiben und Dächern können sich die Kopf-/Seitenairbags optimal abstützen und so ihre bestmögliche Wirkung entfalten.


Erhältlich ist für den neuen VW Golf Variant außerdem die automatische Distanzregelung „ACC plus Front Assist“ samt einer City-Notbremsfunktion: ACC hält bis 160 km/h eine vorgewählte Geschwindigkeit sowie einen definierten Abstand und verzögert respektive beschleunigt automatisch im fließenden Verkehr. Bei Fahrzeugen mit DSG nimmt die Adaptive Cruise Control soweit Einfluss auf den Wagen, dass er je nach Situation bis zum Stillstand abgebremst wird und im Stop-and-Go-Betrieb automatisch anfährt. Die City-Notbremsfunktion leitet bei Geschwindigkeiten bis zu 30 km/h automatisch eine Vollbremsung ein.

Ebenso umfasst das Ausstattungsangebot den kamerabasierten Spurhalte-Assistenten „Lane Assist“ mit Lenkeingriff, eine Müdigkeitserkennung, eine Verkehrszeichenerkennung und die automatische Einparkfunktion „ParkAssist“ (Fahrer braucht nur Gas zu geben und zu bremsen) sowie die automatisierten Lichtfunktionen „Light Assist“ und „Dynamik Light Assist“, bei denen eine Kamera an der Frontscheibe den vorausfahrenden Verkehr und den Gegenverkehr analysiert, um auf Basis dieser Daten das Fernlicht automatisch ein-und auszuschalten.

Hinzu kommen weitere neue Technologien wie die Progressivlenkung: Beim Rangieren und Parken reduziert dies spürbar die Lenkarbeit. Auf kurvenreichen Landstraßen und beim Abbiegen wird der Fahrer aufgrund der direkteren Auslegung ein Plus an Dynamik feststellen; zudem muss er weniger oft umgreifen.

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16.12.2013

1,6 l 81 kW (110 PS) BlueTDI Variant: 5,2 l/100 km Durchschnittsverbrauch (1000 km gefahren), von wegen ca. 4 l/1000 km


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