VW XL Sport: Mit Motorrad-Motor auf 270 km/h Spitze

, 02.10.2014


So einen Sportwagen gab es noch nie: Der neue VW XL Sport sieht richtig heiß aus und ist auch verdammt schnell. Doch die Besonderheit: Für den Vortrieb sorgt der stärkste Zweizylinder-Motor der Welt, der von der Ducati Superleggera, einem Motorrad, stammt. Da reichen 200 PS aus, um den VW XL Sport in kürzester Zeit auf 270 km/h Spitze zu beschleunigen. Doch diese Studie weiß noch mit weitaus mehr spannenden Zutaten und Superlativen zu beeindrucken.


Kompromisslos: Das schafft bislang kein anderer Sportwagen

Dieses Auto folgt kompromisslos der lupenreinen Lehre der leichten und puren Sportwagen. Hier ist es das Verhältnis von Gewicht (890 Kilogramm), Leistung (200 PS) und Aerodynamik, das zu einem bemerkenswerten Ergebnis führt: 200 PS für 270 km/h - das schafft bislang kein anderer Sportwagen.

Besonders herauszuheben ist in diesem Zusammenhang die Aerodynamik. Der Koeffizient aus dem Luftwiderstandsbeiwert (0,258) und der Fahrzeugstirnfläche (1,7 m²) von 0,44 m² gehört zu den besten Werten, die bislang realisiert wurden. Das stellt deshalb eine Höchstleistung dar, weil die Studie ein reinrassiger Sportwagen ist, der konzeptbedingt unter anderem breite Reifen, einen hohen Kühlluftbedarf und einen optimalen Abtrieb benötigt.

In Addition zur kompromisslos aerodynamisch gezeichneten Karosserie sind es zahlreiche Einzelmaßnahmen, die den VW XL Sport zu einem Pfeil machen. Dazu gehören spezielle Air Curtains, welche die Luft im Frontbereich gezielt in Kanäle leitet, Radhausentlüftungen, ein weiter optimierter Unterboden, auftriebsreduzierende Luftführungskanäle in der Fronthaube, ein ausfahrbarer Heckspoiler mit dem Antrieb des Lamborghini Aventadors und in die Heckklappe integrierte adaptive Abwärmeöffnungen - das sind Lamellen, die sich im Bedarfsfall öffnen und die Motorwärme ableiten.

Den V2-Motor der Ducati 1199 Superleggera - Ducati gehört zum Volkswagen-Konzern - modifizierten die Macher für den Einsatz im VW XL Sport leicht. Dank leichter und widerstandsfähiger Titanpleuel dreht der 1.199 cm³ große DOHC-Motor bis 11.000 U/min hoch. Die Kraft der V2-Maschine von 134 Nm überträgt ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) auf die Hinterachse.

Die Einflüsse aus dem Motorsport sind unübersehbar

Faszinierend ist die Art und Weise, wie der Motor den leichten Sportwagen beflügelt. Eher Nebensache ist dabei der Beschleunigungswert von 5,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Es ist vielmehr die Kombination aus dem hochdrehenden V2, dem niedrigen Fahrzeuggewicht, der perfekten Aerodynamik und dem in weiteren Teilen neukonstruierten Fahrwerk, die den VW XL Sport geradewegs auf die Rennstrecke führt.


Das Fahrwerkslayout besteht aus einer Doppelquerlenker-Vorderachse mit einer Pullrod-Anordnung der Dämpfer (Anlenkung als Zugstange untenliegend) und einer Doppelquerlenker-Hinterachse mit einer Pushrod-Anordnung der Dämpfer (Anlenkung als Schubstange obenliegend). Die Hochgeschwindigkeitsreifen der Dimensionen 205/40 R18 vorn und 265/35 R 18 hinten umschließen geschmiedete Magnesiumräder, die gegenüber Aluminiumrädern eine Gewichtseinsparung von insgesamt 23,9 Kilogramm ermöglichen. Für die Verzögerung sorgt eine extrem standfeste Bremsanlage mit Keramikscheiben.

So muss das sein: Ganz im Sinne kompromissloser Dynamik

Der VW XL Sport stellt ein Schwestermodell des auf extreme Effizienz ausgelegten VW XL1 dar. Beide XL-Modelle teilen sich die konstruktive Basis. Als zentrales gemeinsames Element erweist sich dabei die in weiten Teilen aus Carbon hergestellte Karosserie mit einem Monocoque und den dort leicht versetzt angeordneten Sitzplätzen für Fahrer und Beifahrer.

Unabhängig von der gemeinsamen konstruktiven Basis zeigt der VW XL Sport optisch eine große Eigenständigkeit, die ganz im Sinn einer kompromisslosen Dynamik steht. Die besonderen Anforderungen an die Abtriebswerte eines 270 km/h schnellen Automobils und die Parameter der Antriebstechnik führen dazu, dass der VW XL Sport länger und breiter wurde als der VW XL1. Im Detail: Der VW XL Sport ist 4,291 Meter lang (XL1: 3,888 Meter), 1,847 Meter breit (XL1: 1,664 Meter) und 1,152 Meter hoch (XL1: 1,153 Meter). Die Macher verlängerten außerdem den Radstand auf 2,424 Meter (XL1: 2,224 Meter).

Extreme Proportionen und Parallelen zu klassischen Rennwagen

Begegnen extreme Proportionen einem progressiven und präzisen Design, entstehen Ikonen. Die monolithischen Flächen spannen sich muskulös über die breiten Kotflügel und die großen Räder. Aufgrund seiner Proportionen und der ebenso kraftvoll wie präzise geführten Linien steht der VW XL Sport breit und flach und souverän auf der Straße. Beim VW XL Sport erweisen sich die prägnanten Flächen und Volumen nicht nur als Ausdruck einer sportlichen Ästhetik, vielmehr schufen die Aerodynamiker und Designer Hand in Hand eine perfekt aerodynamische und höchst emotionale Skulptur.

Die breite Frontpartie des XL Sport zeigt mit ihren LED-Doppelscheinwerfern und der typischen LED-Tagfahrlicht-Signatur des XL1 ein unverwechselbares Charisma. Jeweils seitlich der Scheinwerfer befinden sich außen im Frontbereich die Lufteinlässe für die Air Curtains. Analog zum XL1 weist auch die Frontpartie des XL Sport keinen typischen Kühlergrill auf. Deshalb dominieren den Bereich horizontale Linien. Die eigentliche Luftzufuhr für die Kühlung des Ducati-Motors erfolgt über entsprechende Öffnungen in den hinteren Kotflügeln.


Von oben betrachtet gleicht die Form des VW XL Sport der eines klassischen Rennwagens, bei dem die Türen wie eine Taille eingezogen sind. Fällt der Blick seitlich auf die Kotflügel und Türen wird klar, weshalb: Hier befinden sich markante Ein- und Auslässe für einen optimalen Luftstrom und die Kühlung der Antriebseinheit. Vergebens sucht der Betrachter indes Außenspiegel - an ihrer Stelle gelangen in den Flügeltüren kleine, strömungsgünstig integrierte Kameras zum Einsatz, die als e-Mirrors (digitale Außenspiegel) den Raum nach hinten auf zwei Displays im Innenraum abbilden. Vor den hinteren Radläufen weist der Schriftzug „Motore Ducati" auf den Motor der 1199 Superleggera hin, der im Heck für Vortrieb sorgt.

Das extrem breite und flache Heck mit seiner ausgeprägten Schulterpartie und dem ausfahrbaren Heckspoiler, der sich nahezu über die gesamte Breite erstreckt, fällt sofort ins Auge. In die coupéförmige Dachlinie ohne Heckscheibe integrierte Volkswagen eine Heckklappe, unter der sich der Ducati-Motor, das 7-Gang-DSG und ein 107 Liter großer Kofferraum verbergen.

Ferner integrierten die Macher fünf Lamellen, die sich temperaturabhängig automatisch öffnen, um die Aggregate zu kühlen. Ein schwarzer Diffusor, der fast nahtlos in den vollständig geschlossenen Unterboden übergeht und seitlich jeweils von einem verchromten Endrohr der Abgasanlage begrenzt wird, rundet die Maßnahmen ab.

Innenraum: Ganz wie im Rennsport

An einen Supersportwagen erinnern die Flügeltüren, die nicht nur nach oben schwenken, sondern auch leicht nach vorn. Zudem ragen die Türen weit in das Dach hinein. Geöffnet, geben sie so einen besonders großen Ein- und Ausstieg frei. Aus Polycarbonat bestehen die Scheiben in den Türen. Der obere Bereich der Seitenscheiben ist aus Leichtbaugründen fest mit der Türaußenhaut verbunden; ein Segment des unteren Abschnitts lässt sich jedoch öffnen. Aus einem speziellen Dünnglas stellten die Macher die Frontscheibe her.

Der Innenraum des XL Sport basiert auf dem Interieur des XL1, wurde aber im Hinblick auf die komplett neu ausgerichtete Dynamik mit speziellen Details modifiziert und individualisiert. So kennzeichnet den VW XL Sport ein auf den Rennsport ausgelegtes digitales Kombiinstrument, das neben dem Öldruck die jeweiligen Rundenzeiten anzeigt. Ein flaches Schild aus Carbon verlängert zudem die Hutze über dem Kombiinstrument und eliminiert so jegliche Spiegelungen.

Im Hinblick auf besonders schnelle Schaltvorgänge stattete Volkswagen das mit roten Kontrastnähten veredelte Lenkrad mit Schaltpaddles aus Aluminium aus. Darüber hinaus setzen hochwertige Details aus eloxiertem Aluminium im Bereich der Luftdüsen, der Klimablende und der DSG-Schaltkulisse sportliche Akzente. Analog zu den Kontrastnähten im Lenkrad führten die Macher die Sicherheitsgurte ebenfalls in Rot aus.

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