Nissan GT-R Nismo: Heiße Vergangenheit - noch schärfere Zukunft

, 09.07.2013


In Europa hinterließ „Godzilla“ ebenfalls seine riesigen Fußabdrücke: 1991 eilte der Nissan bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps zum Gesamtsieg. Im gleichen Jahr strich der Nissan GT-R R32 bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring den Klassensieg in der Gruppe N ein. Für Fans gab es eine straßenzugelassene, als „Nismo“ gekennzeichnete Version.



Nissan Skyline GT-R R32 gewinnt die 24 Stunden von Spa-Francorchamps (1991)

R33 GT-R (1995 - 1998): Fast ein Rekord auf der Nordschleife

Der nach wie vor offiziell 280 PS starke Skyline GT-R wurde weiterentwickelt und erhielt als R33 GT-R unter anderem eine elektronische Allradlenkung und Brembo-Bremsen. 1998 kam als Sondermodell zum 40-jährigen Skyline-Geburtstag sogar eine viertürige R33 GT-R Limousine von Nissan-Tochter Autech auf den Markt, der Nismo im nächsten Schritt einen noch sportlicheren Schliff und eine Leistungssteigerung auf 400 PS verpasste.

Oftmals wird fälschlicherweise angenommen, dass der Skyline GT-R R33 im Jahr 1995 als erstes Produktionsauto die Nürburgring-Nordschleife in unter acht Minuten umrundete. Das gelang 1992 allerdings bereits dem Jaguar XJ220 mit 7:46 Minuten, der bis zum Jahr 2000 den Rekord für die schnellste Runde in einem Serienauto hielt.

R34 GT-R (1999 - 2002): 500 PS für den ultimativen Skyline

Es folgte mit dem R34 der erste Renntourenwagen, den Nismo komplett in Eigenregie baute. Die herkömmliche Straßenversion R34 GT-R statteten die Japaner mit dem bereits bekannten 280-PS-Motor des Vorgängers aus. Damit gab sich Nismo nicht zufrieden: Die V-Spec-Version (für Victory Specification) des bei Nismo zur Kraftkur weilenden Skyline GT-R R34 erhielt die Zusatzbezeichnung „Z-tune“, was als Hinweis auf die überragenden Fahrleistungen zu verstehen war.

Mit über 500 PS aus dem hubraumgrößeren 2.8-Liter-Biturbo-Sechszylinder erwies sich der R34 GT-R Z-tune als der ultimative Skyline für den ernsthaften Sportfahrer. Nur 20 dieser Geschosse mit Lizenz für die Straße baute Nismo auf Basis gebrauchter R34 mit sehr geringer Kilometerleistung, da keine fabrikneuen Exemplare dieser Baureihe mehr existierten.

In den 1990er Jahren verstärkte Nissan über Nismo sein Engagement im Motorsport weiter - entsprechend nahm die Zahl der Erfolge zu. Durch den Gesamtsieg des Skyline GT-R (R32) beim 24-Stunden-Rennen von Spa, den 10. Platz eines Skyline GT-R LM (R33) in Le Mans 1995 und den 3. Platz des Nissan R390 GT1 in Le Mans 1998 stieg der Bekanntheitsgrad von Nismo in Europa weiterhin an.



Michael Krumm gewann 2003 mit einem Nissan Skyline GT-R R34 die Super GT-Meisterschaft

Michael Krumm holt 2003 den japanischen GT-Titel

In Japan beteiligte sich Nissan mit dem Skyline GT-R (R34) zwischen 1999 und 2003 an der Super GT-Meisterschaft und errang im ersten wie im letzten Jahr sowohl den Titel bei den Fahrern als auch den Teams. Einer der beiden siegreichen Piloten war der Deutsche Michael Krumm. 2004 kam es zur Wachablösung durch den Fairlady Z, in Europa eher geläufig als Nissan 350Z.

Abseits der Rennstrecken zahlte sich die Nismo-Expertise im Bau von Rennwagen ebenso in der erbarmungslosen Welt der Rallye Raids aus. Einen Höhepunkt stellte zweifellos die Rallye Dakar 2004 dar, bei welcher die schottische Rennfahrer-Legende Colin McRae auf einem Nissan Pickup zwei Etappensiege erringen konnte.

Getreu dem Motto, nach dem der Motorsport außerdem das werksseitige Tuning-Geschäft befruchten sollte, füllte Nismo die Lücke zwischen Renn- und Straßensportwagen. Nach dem Vorbild von Firmen wie AMG entstand ein Sortiment hochwertiger Tuningteile mit Werksgarantie für all jene, die ihr Fahrzeug mit Technik aus den Nissan-Rennwagen verbessern wollten. In der Folge tauchten verstärkt leistungsgesteigerte und optisch veredelte Nismo-Modelle auf Japans Straßen auf.

R35 GT-R (seit 2007): Rückkehr mit neuer Stärke

Als eigenständiges Modell feierte der Nissan GT-R (R35) seine Premiere im Jahr 2007. Der Nissan GT-R wirkte modern, ausdrucksstark und lässt keinen Zweifel an seiner Abstammung, der Performance-Fahrzeuge vom PGC10 aus dem Jahre 1969 bis hin zum 30 Jahre später gebauten Skyline R34 vorausgingen. Waren seine Vorgänger noch ausschließlich japanischen Rennsportfans vorbehalten oder nur über Import erhältlich, so wurde der neue GT-R erstmals weltweit angeboten.

Der aktuelle Nissan GT-R besitzt einen 3,8 Liter großen V6-Motor mit 550 PS bei 6.400 U/min. Parallel dazu generiert das Triebwerk 632 Nm - und das über einen Bereich zwischen 3.200 und 5.800 Touren. Diese Leistung katapultiert den Nissan GT-R in nur 2,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der Vortrieb endet erst bei 315 km/h.

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