Paris 2004: Aston Martin Vanquish S - Der schnellste Aston Martin aller Zeiten

, 13.10.2004

Noch nie war ein Serienmodell von Aston Martin so schnell. In Paris feierte der Vanquish S seine Weltpremiere. Angetrieben von einem kräftigen V12-Aluminium-Motor mit 6.0 Liter Hubraum, der stolze 520 PS mit einem maximalen Drehmoment von 577 Nm bei 5.800 U/min leistet, erreicht der Vanquish S eine Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h. Für den Spurt von 0 auf 100 km/h benötigt der Brite lediglich 4,8 Sekunden. Möglich ist der Leistungsanstieg u. a. durch neue Zylinderköpfe, überarbeitete Einlasskanäle, modifizierte Brennräume und optimierte Einspritzdüsen. Doch der Vanquish S erhielt nicht nur 60 PS mehr als sein „normaler“ Bruder, die Ingenieure änderten auch die Aufhängung und Lenkung, um das Handling zu verbessern.


Um die Luftzufuhr zu optimieren und äußerlich Akzente zu setzen, wurde der Kühlergrill abgerundet und vergrößert; ein Aerodynamik-Splitter sorgt zudem für einen verbesserten Anpressdruck. Am Heck ist wiederum der modifizierte Kofferraumdeckel mit einer hoch gesetzten dritten Bremsleuchte so entwickelt worden, dass dieser mehr Stabilität und Abtrieb ermöglicht. Die für die Karosserie handgefertigten Aluminium-Teile wurden von Hand an den Basisrahmen angelegt, um eine perfekte Passform zu garantieren. Der bemerkenswerte cW-Wert von 0,32 spricht für sich.

Nicht nur das äußere Erscheinungsbild, auch die Lenkung wurde überarbeitet. Der Vanquish S reagiert 20 Prozent schneller als in der Serie, damit der Fahrer den britischen Sportler bei schnellen und plötzlichen Lenkbewegungen – insbesondere auf kurvigen Straßen – präziser steuern kann.


Das sogenannte „Sports Dynamic“-Paket für Federung, Lenkung und Bremsanlage gehört zur Serienausstattung beim Vanquish S und beinhaltet steifere Federn und Dämpfer sowie kürzere Lenkstangen. Um die vielen Pferde zu zügeln, halten den Vanquish S modifizierte Bremsen in Zaum, die mehr Kühlung generieren und zugleich eine höhere Wärmeableitung ermöglichen - an der Vorderachse 378 Millimeter große, gerillte Bremsscheiben und an der Hinterachse mit einem Durchmesser von 330 Millimeter. Durch die neuen Bremsscheiben fühlt der Fahrer das Pedal auch noch bei starken Bremsmanövern. Für den Kontakt zur Straße sorgen 19 Zoll große Alufelgen mit großen Reifen der Größe 255&/40 vorne und 285/40 hinten.

Das Interieur-Design des Aston Martin Vanquish S, der wahlweise als Zweisitzer oder als 2+2-Coupé erhältlich ist, stellt eine gelungene Kombination traditioneller, klassischer und moderner Materialien dar. Den dezenten Kontrast dazu bilden mit edlem Leder bezogene Sportsitze sowie Metallapplikationen im Innenraum. Darüber hinaus erhielt der Vanquish S u. a. eine Sitzheizung, Bordcomputer, Reifendruckwarner, Regensensor sowie automatisch abblendende Rückspiegel.


Die zukünftigen Besitzer eines Vanquish S, der rund 255.000 EUR kosten wird, erhalten sogar die Möglichkeit, ihren Sportwagen auf einer Rennstrecke richtig kennen zu lernen; zur Auswahl stehen Millbrook in England, Lommel in Belgien und Romeo in Michigan, USA.


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2 Kommentare > Kommentar schreiben

08.10.2009

Ein traumhaftes Auto. Super Fahrleistung, jedoch ist es nicht so bullig wie die Lamborghinis und Ferraris, sondern zurückhaltend und elegant. Eine tolle Variante des V12 Vanquish, sowohl leistungstechnisch als auch ästhetisch.

26.09.2009

hier ein paar "Live Photos" (vom Aston Martin on Track auf dem Nürburgring im September 2009) [CENTER] [IMG]http://www.johannes-jung.de/speedheads/nordschleife/vanquishs-1.jpg[/IMG] [IMG]http://www.johannes-jung.de/speedheads/nordschleife/vanquishs-2.jpg[/IMG] [IMG]http://www.johannes-jung.de/speedheads/nordschleife/vanquishs-3.jpg[/IMG] [IMG]http://www.johannes-jung.de/speedheads/nordschleife/vanquishs-4.jpg[/IMG] [IMG]http://www.johannes-jung.de/speedheads/nordschleife/vanquishs-5.jpg[/IMG][/CENTER] blubbernde V8-Grüße :fahren: BeezleBug


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