Kia Sorento im Offroad-Test

, 24.08.2007


Der Kia Sorento. Die Südkoreaner haben ihr Zugpferd kräftig aufgepeppt. Ein bisschen Facelifting hier und da und wesentlich mehr Motorpower. Das hat Kia auch nötig, um gegen die starke Konkurrenz zu bestehen.

[strong]Neuer Motor, alter Look[/strong]

Wichtigste Veränderung: Mit 170 PS ist der 2,5 Liter große Diesel nun 30 PS stärker als sein Vorgänger. Allerdings grummelt der Selbstzünder recht laut. Optisch hat sich nur wenig getan: Eine neue Front mit umgestalteten Stoßfängern, Scheinwerfer mit veränderten Reflektoren und stärker akzentuierte Blinker. Feinschliff gibt's im Innern: Auf der Rückbank finden nun sogar Zwei-Meter-Hünen Platz. Kopffreiheit ist bei SUVs Ehrensache, anders geformte Sitzlehnen sorgen für die nötige Beinfreiheit. Schlicht, aber funktional: Der vorwiegend in Grau und Schwarz gehaltene Innenraum. Alles ist einfach und unaufgeregt gestaltet.

Unser Testwagen hat ein Fünfgang-Getriebe. Ein sechster Gang wäre für die Autobahn von Vorteil. Pluspunkt: Diverse Ablagemöglichkeiten in der Mittelkonsole. Eine Klimaanlage gibt's serienmäßig. Das Navigationsgerät mit Radio und DVD kostet 400 Euro Aufpreis. Die Bedienung ist nicht nur wegen der kleinen Knöpfchen schwierig. Zum Glück helfen zwei mal 578 Seiten starke Bedienungsanleitungen, das Gerät ohne Komplikation zu bedienen - sehr komisch! Gut sind die beiden Deckenablagen für Brillen oder Kleingeld. Weniger gelungen: Der Bordcomputer, dessen Anzeige an der Decke versteckt ist. So ist man beim Autofahren abgelenkt. Ebenfalls positiv: Das separate Heckfenster. Der Kofferraumdeckel muss nur für sperrige Gegenstände geöffnet werden. Die Ladefläche wird nach dem Umbau zur Garage, der Stauraum wächst von 441 auf 1.751 Liter. So passen auch Fahrräder hinein.

[strong]Was kann der Koreaner?[/strong]

Im Gelände verdient sich der Sorento gute Noten. Doch Vorsicht beim Überqueren von Buckeln: Die Bodenfreiheit beträgt nur 20 Zentimeter. Besser die Voraussetzungen für Wasserdurchfahrten, denn die Wattiefe liegt bei 45 Zentimetern. An Auffahrten sollte man sich langsam herantasten. Sonst sind Kratzer und größere Schäden am Unterboden garantiert. Weniger problematisch: Das Surfen durch Pfützen und Tümpel. Die höherwertige EX-Ausstattung verfügt über ein elektronisch gesteuertes Allradsystem, das die Motorkraft variabel auf Vorder- und Hinterräder verteilt. In besonders schwierigen Lagen hilft die manuell zuschaltbare Geländeuntersetzung, sich aus dem Ärgsten zu befreien. Schlamm- und Wasserspiele liegen dem Sorento. Lediglich die Nummernschildhalterung ist bei unserem Test der Flutwelle nicht gewachsen und verabschiedet sich ins schlammige Wasser.

[strong]Viel Auto, wenig Geld[/strong]

Für knapp 33.000 Euro bietet der Sorento viel Auto und Leistung fürs Geld. Sicherlich kein perfektes SUV, doch mit den Schwächen kann man leben. Sorgen machen nur das ruppige Fünfgang-Schaltgetriebe sowie die Nick-und Wankbewegungen in den Kurven. Wir empfehlen daher das Automatikgetriebe. Trotz der Fahrwerksschwäche ist der Sorento optisch wie preislich ein interessantes Angebot im SUV-Markt.

[strong]Technische Daten (Werksangaben):[/strong]

Leistung: 125 kW (170 PS) / 3.800/min
Max Drehmoment: 392 Nm / 2.000/min
Beschleunigung 0 - 100 km/h: 12 s
Höchstgeschwindigkeit: 182 km/h
Durchschnittsverbrauch: 7,9 l / 100 km
Grundpreis: 32.940 Euro

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