Skoda Rapid 1.2 TSI Test: Das Raumwunder für Sparfüchse

, 04.02.2013


Die Kraftübertragung an die Vorderräder erfolgt über ein manuelles, leicht schaltendes Sechsgang-Getriebe. Das Fahrwerk wirkt für den Alltagseinsatz allerdings ein wenig zu straff und hart, worunter der Komfort an Bord etwas leidet.

Das Fahrverhalten ist stabil, präzise und erlaubt ferner eine erfreuliche Dynamik in Kurven, um sogar rapide Charakterzüge auszuleben. Sollte es jemand in Kurven zu schnell angehen lassen, greift zuverlässig die serienmäßige elektronische Stabilitätskontrolle (ESC), während auf schlechtem Untergrund die Traktionskontrolle ihre Dienste verrichtet und den Rapid im Zaum hält. Bei hohen Geschwindigkeiten liegt der Rapid allerdings nicht mehr ganz so ruhig auf dem Asphalt, so dass Lenkkorrekturen erforderlich sind.

Interieur: Platz ohne Ende clever durchdacht

Beim Einsteigen in den Skoda Rapid fällt sofort das überraschend große Raumangebot auf - sowohl vorne als auch hinten im Fond. Die Limousine mit 4,483 Metern Länge, 1,706 Metern Breite und 1,461 Metern Höhe bietet die von Familien oftmals gesuchte Kombination von maximalem Innenraum und kompakten äußeren Maßen. Verantwortlich dafür zeichnet insbesondere der lange Radstand von 2,589 Metern. Insgesamt bietet der Rapid vier vollwertige Sitze und einen Notsitz hinten in der Mitte. Hinten finden Erwachsene reichlich Platz durch die großzügige Knie- und Kniefreiheit, so dass bereits Mittelklasse-Feeling aufkommt.

Serienmäßig besitzt der Skoda Octavia in der beliebten „Ambition“-Ausstattung einen höheneinstellbaren, guten Seitenhalt bietenden Fahrersitz sowie ein höhen- und längeneinstellbares Vier-Speichen-Lenkrad. So lässt sich schnell eine gute Fahrposition finden. Das bestens in der Hand liegende Lenkrad war in unserem Testwagen mit Leder bezogen. Zusammen mit den Lederelementen für Schalt- und Handbremshebel geht die Option mit 190 Euro einher. Die Sicht nach vorne fällt gut aus, nach hinten erweist sich diese leider als stark eingeschränkt, so dass die optional über das Ausstattungspaket „More Ambition“ erhältlichen Parksensoren hinten zu empfehlen sind.

Das aufgeräumte und sich selbsterklärende Cockpit ist angenehm nur mit dem Nötigsten ausgestattet. Alles lässt sich einfach verstehen und intuitiv bedienen. Die Skalen der Instrumente führte Skoda groß aus, so dass der Fahrer diese bestens ablesen kann. Ebenso wohltuend: kein Rappeln und kein Klappern im Innenraum. Einen kleinen Hauch von Luxus versprühen Chrom-Elemente auf den Bedieneinheiten.

Wo wird gespart? Es sind die Details. So bestimmt beispielsweise Hartplastik den Innenraum, das allerdings solide verarbeitet ist. Bei Berührung angenehme Softtouch-Oberflächen oder Leder im großen Umfang kann bei diesem Kampfreis und der umfangreichen Ausstattung niemand erwarten - dafür gibt es den etwas teureren und größeren Skoda Octavia. Auch Lifestyle-Schnickschnack sucht der Insasse vergeblich.

Für Familien mit Kind und Kegel unverzichtbar

Darüber hinaus punktet der Skoda Rapid mit zahlreichen durchdachten Ablagen. In den Vordertüren befinden sich Flaschenhalter für je eine 1.5-Liter-Flasche, während sich im Fond für die kleinen Mitfahrer eine weitere 0.5-Liter-Flasche am Ende der Mittelkonsole unterbringen lässt. Wer Kinder hat, weiß, was plötzlich für die Fahrt alles mit ins Auto soll. Weitere im Rapid verteilte Ablagen und Sitztaschen, um viele Kleinigkeiten an Bord sicher unterbringen zu können dürften Familien erfreuen. Als praktisch erweist sich ebenfalls der Tickethalter an der Windschutzscheibe.

Kleines, durchdachtes Detail: Immer mehr Menschen besitzen Smartphones und andere elektronische Abspielgeräte, die sie ständig bei sich tragen. So brachte Skoda im Rapid für Handys, Smartphones, iPod und andere kleine, mobile Helfer eine Halterung im Cupholder der Mittelkonsole an.

Ebenso serienmäßig an Bord des Skoda Rapid Ambition: elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel, eine Funkfernbedienung für die Zentralverriegelung und ein Brillenfach am Dachhimmel. Für 210 Euro Aufpreis gibt es außerdem hinten elektrische Fensterheber samt Kindersicherung und Einklemmschutz. Selbstredend, dass in dem auf junge Familien zugeschnittenen Rapid Isofix-Verankerungen und TopTether-Befestigungen für Kindersitze in allen Ausstattungslinien enthalten sind.

Schwitzen braucht niemand im Rapid: Ab der Linie „Ambition“ serienmäßig, steht eine Klimaanlage zur Verfügung. Praktisch ist ebenfalls der ab Werk im Tankklappendeckel integrierte, bei Bedarf schnell griffbereite Eiskratzer. Apropos Tankklappe: Diese lässt sich leider nur umständlich mit dem Schlüssel öffnen. Ein kleiner Knopf im Cockpit ohne Aufpreis wäre zur Steigerung des Komforts wünschenswert.

Konsequent günstig: Touchscreen mit Farb-Display

Nach einem Radio sucht der Käufer bei diesem günstigen Preis in der Basisausstattung natürlich vergeblich - dies ist jedoch bereits ab 250 Euro erhältlich, wenn es das von Skoda sein soll. In der „Ambition“-Ausstattung besitzt der Rapid serienmäßig das Musiksystem „Swing 2“, das neben dem Radio einen CD-Spieler mit Abspielfunktion für MP3-Musikdateien auf CD besitzt. Serienmäßig in der „Ambition“-Linie befindet sich außerdem ein Line-In-Audioanschluss für iPod oder MP3-Player. Auf Wunsch offeriert Skoda einen USB- und Line-In-Anschluss an der Mittelkonsole für 110 Euro. Eine 12-Volt-Steckdose in der Mittelkonsole gibt es bereits ab der Basisausstattung „Active“ serienmäßig.

Auch im Skoda Rapid braucht niemand zu einem vernünftigen Preis auf eine integrierte, gut positionierte und verständlich zu bedienende Navigation mit einem 5 Zoll großen Touchscreen-Farbdisplay zu verzichten. Bereits für 990 Euro erhält der Käufer das Radio-Navigationssystem „Amudsen+“ mit integriertem Kartenmaterial für Westeuropa, eine Abspielfunktion für MP3-Musikdateien auf CD, einen SD-Speicherkartenslot direkt am Gerät und einen In-Line-Audioanschluss. Hilfreich auf unbekannten Strecken ist die Verkehrszeichenerkennung, die Tempolimits im Display der aktiven Navigation anzeigt.

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